04.02.2013 - 15:50 Uhr

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13 Dinge 2013 - oder so hat es angefangen

Text: himberry

1. Silvesterfeuerwerk schauen auf der Veranda bei einer alten Freundin. Dazu Walzer tanzen mit meinem Freund und verstohlen ein paar Tränen wegwischen. Mir wünschen, ich könnte das letzte Jahr streichen. Nicht alles - nur den beruflichen Teil. Naja, wenigstens habe ich einen Job, versuche ich mich zu trösten. Heutzutage ist ein mieser Job immer noch weit besser als gar keiner.

2. Mit ersten Jänner fix in meiner eigenen Wohnung; endlich wieder mein eigenes Reich!     
 
3. Am zweiten Tag im Jahr zur Arbeit kommen, voller Lust zu arbeiten und überzeugt dass alles gut wird; und - für mich absolut überraschend - entlassen werden. Wirtschaftliche Gründe sagt er; und meint wohl "meine Frau kann dich nicht leiden". 
Be careful what you wish for.  

4. Bewerbungen schreiben, mich zum Arbeitsamt schleppen, Arbeitslosengeld beantragen, und verstanden haben, dass der soziale Abstieg so schnell gehen kann. Eine Anfechtung eher ausschließen, dazu ist hier alles viel zu provinziell. Auf dem Land verbaut man sich so Wege.

5. Am Morgen vor meinem ersten Bewerbungsgespräch keinen Strom zum Haareföhnen haben. Später dahinterkommen, dass eine Stromrechnung bei der Post verlorengegangen ist, und die mir jetzt den Stom abgestellt haben. 

6. Mit meinen Mädels zum traditionellen Uniball gehen, auch wenn die Uni bei mir schon ziemlich lange her ist. Um Mitternacht mit Sekt anstossen und das Jahr nochmal neu beginnen. Der erste Versuch war ein Fehlschlag, und nicht nur bei mir. Neue Chance, neues Glück.
Überhaupt Freundschaften noch mehr Bedeutung beimessen. Weil ich so Wertvolle habe. Meine Freunde das auch wissen lassen.

7. Auf dem Ball plötzlich einen Typen vor mir stehen haben, mit dem ich vor 2 Jahren "mal fast was trinken gegangen wäre". Lange Geschichte kurz zusammengefasst: er hatte mich nie wirklich gefragt, und JETZT kommt plötzlich das Outing, wie verliebt er doch in mich war. Jetzt ist es zu spät, ich hab schon jemand anderen. 3 Meter weiter drüben steht seine Freundin und schaut angepisst herüber. Er will übrigens immer noch mit mir was trinken gehen.

8. Zum ersten Mal die Pille vergessen (gottseidank in der 2. Woche, wird wohl ok sein.) 

9. Mit dem Skitourengehen anfangen. Beim Einsteigerkurs eine neue Freundin in mein Leben lassen und Lektionen fürs Leben lernen, mich mit meiner Angst auseinandersetzen. Und merken, dass ich es schaffen kann. 

10. Mich zum ersten Mal massieren lassen. Wieder eine Überwindung, die mir sehr gut tut.

11. Vor einer schweren Entscheidung stehen: ich hatte mir meine Leidenschaft zum Beruf gemacht. Schon wieder einen Umzug in Betracht zu ziehen; oder meinen Beruf (für eine zeitlang?) wieder zum Hobby machen?  

12. Beim Tanzkurs einem Mann zu tief in die Augen schauen und eine verwandte Seele dort finden. 

13. Mir bewusst werden, dass es einfach nicht geht, alles rein rational zu entscheiden und anzugehen. Nichts wird jemals ganz objektiv sein.
       
    
      

            


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