Neue alte Szeneviertel und ein rebellierendes Mem
Auch diese Woche haben uns die Sexismusdebatte und Rassismusvorwürfe auf Trab gehalten. Damit ihr darüber hinaus den Rest nicht verpasst, gibt es das Wichtigste im Wochenrückblick.
Der Dschihad als JugendkulturDie „Generation Pop-Dschihad“ verbreitet ihre radikalen Ansichten in popkulturellen Darstellungsformen. Sie verarbeiten sie auf Pop-Art-Plakaten, in Raptexten oder in Comicserien auf YouTube. Teresa Fries hat mit dem Islamwissenschaftler Dr. Michael Kiefer gesprochen und ihn gefragt, wie gefährlich die Pop-Salafisten wirklich sind.
Szeneorakel
Seit Jahren werden abwechselnd das Westend und Untergiesing immer wieder als Szeneviertel ausgerufen. Ein bisschen szenig geht es da schon zu, aber so richtig sind doch beide bis jetzt noch nicht gekommen. Juliane Frisse hat dazu einen Stadtsoziologen interviewt und zusammen mit Christian Helten den Test gemacht: Westend vs. Untergiesing.

Einmal Berg und zurück
Sowas geht nur in München: Morgens im Ski-Outfit quer zum Bahnhof und mit dem Zug auf den Berg, den Tag über die Pisten unsicher machen und abends auf dem Weg zurück die Fresspakete teilen. Unsere Mitarbeiterin Christina Waechter hat uns auf einen Tagesausflug mit Kultstatus mitgenommen.
Eine Handtasche voller Probleme
8.000 Euro Schulden hat sie, die Rechnungen sind säuberlich in ihrer Tasche aufbewahrt, ungeöffnet. jetzt.de-Mitarbeiterin Kathrin Hollmer hat mit einer jungen Frau gesprochen, die endlich wieder Ordnung schaffen will – in ihrem Kopf und in ihrem Leben.
Wenn dein Mem dich verklagt
Vor 13 Jahren hat Matthias Fritsch auf der „Fuckparade“ in Berlin ein Video aufgenommen. Darauf zu sehen ist ein Mann, der als Technoviking in die Web-Geschichte eingehen sollte. Menschen auf der ganzen Welt kennen ihn. Über 20 Millionen Mal wurde der Kurzfilm auf YouTube geklickt. Jetzt hat der Wikinger keine Lust mehr auf seine Berühmtheit und verklagt den Videokünstler. Teresa Fries hat mit dem Schöpfer des Technovikings gesprochen.
Und im Kosmos hat uns jetzt-Userin durchtanztnaechte einen besonders persönlichen, traurigschönen Text geschenkt.
Diese Infografik solltet ihr euch ansehen, denn sie bringt auf den Punkt, was wir uns schon lange dachten.
Worüber alle in KW fünf geredet haben:
Der #Aufschrei hat diese Woche noch immer alle beschäftigt. Kaum eine Talkshow, in der nicht über den Fall Brüderle und das Problem des Alltagsseximus gesprochen wurde. Ob bei Güther Jauch, Stern TV, Anne Will, oder log in, überall brannte die Diskussion - mit den mehr oder weniger gleichen Argumenten.
Gedanken zur Nachrichtenlange:
Das Volksbegehren gegen die Studiengebühren war erfolgreich. Eine Weile sah es so aus, als müssten wir uns ernsthaft Sorgen machen. Am Ende aber haben deutlich mehr als die nötigen zehn Prozent unterschrieben. 1,2 Millionen Stimmen wurden abgegeben. Nun muss sich der Landtag wieder mit den Studiengebühren beschäftigen und kann der sich wieder nicht auf eine Abschaffung einigen, kommt es zum Volksentscheid. Es bleibt spannend.
Ohrwurm, der Woche:
Einmal angeschaut und du bekommst die Melodie - und vor allem die Bilder nicht mehr aus dem Kopf.
Klick mich!
SPY ist schon verrückt, aber der Mensch, der das gemacht hat, ist noch verrückter.
Und weil es so schön ist, gibt es diese Woche noch einen Klicktipp obendrauf: Ein skateboardfahrendes Skeletett - aus Licht!
Und dann war da noch:
Sie wurden für den Grimme-Preis nominiert und verkündeten ihr Aus. Roche und Böhmermann wird es nicht mehr geben. Unstimmigkeiten zwischen Charlotte Roche und der Produktionsfirma sollen der Grund dafür sein. Die Trauer um den Verlust der Talkshow wird nur übertroffen von der Entrüstung darüber, dass das „Dschungelcamp“ ebenfalls für den Grimme-Preis nominiert ist. Katrin Sass hat bei Markus Lanz ihrer Entrüstung Luft gemacht: „Ein Unfug ist das alles!“ Markus Lanz war überfordert.
Tipp für den Abend:
Heute abend um 21.45 Uhr könnt ihr den "on tape"-Auftritt der Foals live auf suedeutsche.de sehen.
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01.02.2013 - 19:29 Uhr
Frau_Wald