Neue Magazin-Texte:

Mehr Texte von jetzt.de liest Du jeden Montag in der Süddeutschen Zeitung - außerdem donnerstags im Lokalteil der SZ. Du kannst die SZ zwei Wochen kostenlos testen - du musst nicht einmal kündigen!

Meldung



Hier kannst du die Netiquette lesen.

Um kommentieren zu können, musst du eingeloggt sein.

Alle Kommentare anzeigen

Purcell
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

28.01.2013 - 15:35 Uhr
Purcell

ruebezahl sagte:
wenn du die diktion des textes als totalitär empfindest, ist das deine sache. da du offenbar darauf eine erwiderung wünschst: sätze, die mit "ich bin überzeugt" oder später im text "meiner meinung nach" beginnen, sind per definitionem NICHT totalitär, da sie eindeutig die subjektive sicht benennen."


Ich habe jetzt mal aus Spaß Texte von prominenten Vertretern einer totalitären Regierung 1933-45 bei GoogleBooks nach den Phrasen "ich bin überzeugt" und "meiner meinung nach" durchsucht, das geht ja ganz flott. Sagen wir mal ganz vorsichtig: Ich habe ernste Zweifel an Deinem sprachanalytischen Ansatz.

vaus
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

2

28.01.2013 - 17:52 Uhr
vaus

Purcell sagte:
Ich habe jetzt mal aus Spaß Texte von prominenten Vertretern einer totalitären Regierung 1933-45 bei GoogleBooks nach den Phrasen "ich bin überzeugt" und "meiner meinung nach" durchsucht, das geht ja ganz flott. Sagen wir mal ganz vorsichtig: Ich habe ernste Zweifel an Deinem sprachanalytischen Ansatz.

erzähl mal, bitte

Purcell
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

28.01.2013 - 18:18 Uhr
Purcell

vaus sagte:
erzähl mal, bitte


Ist das so schwer? Einen "totalitären" Duktus/Diktion in einem Text dadurch definieren zu wollen, daß der Autor auf bestimmte Rhetoriken verzichtet, funktioniert schlichtweg nicht. Du findest bspw. zahllose radikale Reden und Hetzschriften, in denen genau diese seichte Floskeln ("meiner Meinung nach", "ich denke", etc.) zu finden sind, und keine sorgfältige Textanalyse wird solchen Texten deshalb den Charakter einer totalitäre Sprache absprechen.

vaus
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

28.01.2013 - 18:19 Uhr
vaus

nee ist natürlich n0hit schwer.
ich hab bloß gedacht, ich könnte mir das eigen-googeln ersparen und eine brillante zusammenfassung lesen ;-)

afrirali
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

28.01.2013 - 18:50 Uhr
afrirali

ich zumindest schrieb auch autoritär, nicht totalitär. nur als anmerkung.

jurette_
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

28.01.2013 - 21:01 Uhr
jurette_

ruebezahl sagte:
jurette_ sagte:
afri würde unter das paper schreiben: that's an assertion, not an argument

Das ist für Dich eine Beleidigung und schon eine harte Methode?

ich bezog mich auf die bezeichnung einer missliebigen meinung als "schwachsinn", außerdem die sehr arrogante weise, sich über die intelligenz der autorin lustig zu machen ("sie hat mädchenblog gelesen und ist jetzt klug").
vielleicht wendest du dich an ihn selbst, dass er dir lesen pädagogisch näherbringt?



na, er hat aber nicht geschrieben, dass er das unter ein paper schreiben würde - weswegen es schon etwas weit hergeholt ist, dass er seine Studenten beleidigt. Er sagte das nur über den Blogtext, dessen Einleitung meiner Meinung nach auch etwas fragwürdig ist.

Im Übrigen verstehe ich nicht ganz, warum Du mir jetzt unterstellst, ich könne nicht lesen. fands Du es nicht blöd, wenn Leute gleich beleidigend werden?

ZeroDegrees
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

30.01.2013 - 17:25 Uhr
ZeroDegrees

Wie toll die Erziehung auch bzgl. des N-Wortes klappt, durfte ich heute - nach langer Zeit - wieder erleben und keinen kümmert es - aber klar, hier wird das Wort ja von manchen sogar noch "verteidigt"... traurig.

Klar, ich muss mich halt einfach nicht angesprochen fühlen, so einfach ist das... und deswegen ist es auch ganz arg schlimm dieses Schimpfwort in Kinderbüchern mit einem Neutralen zu übersetzen.

Jaja... aber wehe einer sagt ein F-Wort oder eine andere Beleidung.

blubbblubberdiblubb
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

19.10.2013 - 17:37 Uhr
blubbblubberdiblubb

the_it_girl sagte:
Kinderbücher wurden doch in erster Linie geschrieben, um Kindern eine Freude zu machen - und nicht um literarische Denkmale zu werden. Würden die Autoren, wie Astrid Lindgren es heute noch akzeptieren, dass Kinder sich durch ihre Bücher verletzt fühlen? Würde Astrid Lindgren wohl sagen, dass Kinder, die sich daran stören, dass rassistische Begriffe verwendet werden, doch einfach etwas anderes lesen würden, oder würden Kinderbuchautoren dann diese Wörter entfernen. Ein, zwei Wörter in einem Buch, in einer ganzen Geschichte. Ich finde dieses Beharren auf die historische Form sehr befremdend und egoistisch. Wer darauf besteht, dass in der kleinen Hexe weiter das Wort Neger steht, der kann sich leicht eine alte Ausgabe besorgen. Die werdne ja nicht vernichtet.


"Pippis Vater zum Südseekönig zu krönen, war nicht leicht für den Oetinger-Verlag: Astrid Lindgren sei ihr Leben lang gegen eine Änderung ihres Buches gewesen. Auch mit ihren Erben habe man lange verhandeln müssen. In der DDR dagegen hat man das Problem mit dem "Negerkönig" schon immer umgangen: Dort hieß Pippis Vater "König der Takatukaner".

Zitat von folgender Website: http://www.n-tv.de/panorama/Negerkoenig-sorgt-fuer-Aerger-article2696131.html

Nur als kurze Anmerkung über Astrid Lindgrens Kooperation....

Zurück Seite 1 ... 78 79 80

Alle Kommentare anzeigen

Jetzt-Mitglied

Avatarbild von hakan-tanriverdi offline

hakan-tanriverdi

ist jetzt-Mitarbeiter.