Coming Out
nu, ich habe eine rede gehalten. und nach dem dritten mal frei gesprochen :)
Ich bin transident.
Ich bin kein Mädchen, keine Frau.
Ich bin ein Junge.
Einer von tausend Menschen ist transident, und an dieser Schule sind wir sogar mindestens zu zweit.
Transidentität ist angeboren und bedeutet, dass sich jemand mit seinem zugewiesenen und anerzogenen Geschlecht nicht identifizieren kann.
Einige Frauen haben xy- und einige Männer xx-Chromosomen.
Einige sind einfach nur Menschen.
Identität hat nichts mit dem körperlichen Geschlecht zu tun. Und Trans* zu sein ist keine Krankheit.
Ich wünsche mir, seit ich mich erinnern kann, als Junge zu leben. Leider kam nie ein Zauberer um mich zu verwandeln. Also werde ich mein eigener Zauberer sein und ab sofort als „Noah“ (Tafel!) und mit maskulinen Pronomen (Tafel!) herumlaufen.
Ich werde nicht mehr auf etwas Anderes reagieren. Wenn sich einer mal verspricht ist das kein Ding, aber nich mit Absicht.
Weil es wehtut (und ich auch herausfinden muss, ob Dinge besser werden, wenn ich mein Leben als Junge führe).
Wenn ihr Fragen habt, (Was sagen deine Eltern dazu? Wie bist du auf den Namen gekommen? Welches ist dein Lieblingshaustier?) dann fragt ehrlich und ohne Scheu.

es gab keine fragen, dafür gute akzeptanz. yeii! der nase nach segelt noah ins unbekannte.
- noah kriegt blocker 17.04.2013
- trans im tatort 08.04.2013
- also gibt es zwei möglichkeiten 26.03.2013
- diese woche in der zeit: transphobe kotzkulummne 15.03.2013
- "alone & lost" von alex 09.03.2013
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So weit wäre auch gerne.
das hier ist nochmal was anderes. trensgender? wie auch immer, egal.
coming out ist doof. das zeigt nur, wie krank unsere gesellschaft ist, so etwas zu verlangen, coming out. die dümmlichen kommentare hier beweisen das ja auch.
klar ist es doof, dass man sich in dieser gesellschaft (noch) zum anderssein bekennen muss (-> coming out), aber anders geht es nicht, und anders verändert man die welt auch nicht.
außerdem finde ich die anderen kommentare nicht dümmlich, sondern sehr nett.
:')
aufklaerungsfantasie sagte:
naja...bei ca. 10 % die "anders" sind, ist das ziemlich bigott, von ger gesellschaft ;)
Pardon wenn ich dich berichtige, aber angesichts deiner Prozentangabe gehe ich davon aus, dass du Homosexualität und Transidentität durcheinander bekommst. Der Unterschied des Anteils an der Gesamtbevölkerung unterscheidet sich bei den beiden genannten Gruppen so grob um den Faktor 80.000. Was nicht bedeuten soll, dass ich einen bigotten Habitus an Quotienten ausmachen würde, die die Individualität des Lebens nicht mal im Ansatz in der Lage sind wiederzugeben.
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22.01.2013 - 17:45 Uhr
pitz