Schnittchen und Flammkuchenliebe
Gegessen wird immer, aber jeder macht es anders. In der Kolumne Kosmoskoch dokumentieren jetzt-User und jetzt-Redakteure jeweils eine Woche lang, was am Abend bei ihnen auf den Tisch kommt, und schreiben auf, warum. Heute: jetzt-Mitarbeiterin Helena Kaschel
Diese Woche hat sich jetzt-Mitarbeiterin Helena Kaschel die Mütze des Kosmoskochs aufgesetzt.Als Praktikantin esse ich zurzeit jeden Mittag in der SZ-Kantine, weshalb die hier gezeigten Abend-Portionen teilweise nicht unbedingt repräsentativ für mein normales Essverhalten sind. Weil ich zeitlebens immer von sehr gut und sehr gern kochenden Menschen umgeben war, habe ich außerdem leider nie den Antrieb gefunden, das spektakuläre kulinarische Zaubern zu lernen, wünsche aber trotz Dilettantismus viel Vergnügen.
Montag:

Ich war in der Kantine etwas zu bescheiden und hatte abends großen Hunger, aber keine Energie, etwas besonders ausgefallenes zu kochen. So sind es dann Penne mit Pesto Rosso und frischem Basilikum (den ich nach dem Waschen zu sehr zerquetscht habe) sowie Schnittchen mit Kräuterfrischkäse und Schinken geworden. Gesalzene Gurkenscheiben gehören zu meinen Lieblingssnacks. Als Getränk gab es Trauben-Johannisbeer-Apfel-Saft.
Dienstag:

Meine Mitbewohnerin in Münster hat mir vor einiger Zeit die zweifellos weltbeste Flammkuchenversion beigebracht. Der Belag besteht aus Crème fraîche, Ziegen-Camembert, Rosmarin und Honig. Gerade die Kombination der letzten beiden Zutaten macht den Geschmack interessant. Optional kann man das Ganze mit feinen Zwiebelringen schmücken, aber mir ist es ohne lieber.
Mittwoch:

Mein "halb-griechischer Powersalat" ist zwar nicht die innovativste Kreation, geht aber sehr schnell und ich greife oft mehrmals die Woche darauf zurück, wenn ich keinen großen Hunger oder mittags schon viel gegessen habe. Gurken, Tomaten und Feta sind schnell klein geschnitten und Walnüsse machen das Ganze noch etwas knackiger. Meiner Meinung nach gehören Nüsse oder Kerne in fast jeden Salat, besonders in Obstsalat.
Donnerstag:

Da ich schon wieder keinen besonders großen Hunger hatte, gab es ein kleines, aber sehr leckeres Abendessen, das auch ein tolles Frühstück ist. Das Rezept habe ich in einem englischen Studentenkochbuch als „Swiss Apple Muesli“ gelesen und mir gemerkt. Dafür werden zarte Haferflocken in Apfelsaft getränkt, am besten über Nacht im Kühlschrank, damit sie den Saft richtig aufsaugen können. Dann kommen Naturjoghurt und flüssiger Honig dazu und zuletzt eine ordentliche Portion geriebener Apfel. Da ich die Käsereibe nicht finden konnte, sind es Apfelstückchen geworden. Vom Birchermüsli unterscheidet sich dieses Rezept insofern, als es ohne die üblichen Trockenfrüchte auskommt. Dazu habe ich mein Lieblingsgebäck Cantuccini genascht, mit dem kein Chocolate Chip Cookie mithalten kann.
Freitag:

Die überdimensional große Pizza in der Kantine war ein Fehler und lag mir abends immer noch schwer im Magen. Um die Gurke, die Tomaten und die Walnusskerne aufzubrauchen, gab es dann einfach einen winzigen Knabberteller – sehr unspektakulär, aber so ist’s.
Samstag:

Krankheitsbedingt gab es am Samstag nur Brühe, für mehr hatte ich keine Energie.
Sonntag:

Das Pärchen, bei dem ich zurzeit wohne, ist inzwischen verheiratet und gestern aus den Flitterwochen zurückgekommen. Aus den restlichen Nudeln im Vorratsschrank wurden dann Spaghetti/Penne Bolognese. Ärgerlicherweise hatten wir keinen frischen Parmesan da und der aus der Packung fiel leider etwas klumpig heraus. Mir ist die beliebte „Keine Kohlenhydrate nach 18 Uhr“-Regel bekannt, aber wie man sieht, halte ich mich nicht besonders oft daran. So endet die Woche, wie sie begonnen hat – mit Pasta.
Auf der nächsten Seite liest du den Kosmoskoch-Fragebogen von jetzt-Mitarbeiterin Helena Kaschel.
- Zugessen und schlotziger Couscous-Salat 13.05.2013
- "Ohne Spargel ist nicht richtig Frühling" 06.05.2013
- Bohnensuppe und Brot aus dem Waffeleisen 29.04.2013
- Nudeltage sind gute Tage 22.04.2013
- Spontaner Schokokuchen und selbstgesammelte Himbeeren 15.04.2013
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