21.01.2013 - 18:30 Uhr

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Nachts im Fernseher

Text: jetzt-redaktion - Foto: kallejipp / photocase

Das Bayerische Fernsehen hat die Kultsendung "Space Night" aus dem Programm genommen. Angeblich arbeitet der Sender an einem neuen Konzept. Bis dahin haben wir ein paar Alternativvorschläge für Schlaflose - je nachdem, in welcher Verfassung sie gerade sind.

Das Bayerische Fernsehen hat die Sendung „Space Night“ aus dem Programm seines Wissenschaftskanals BR alpha genommen. Am 7. Januar lief die Sendung zum letzten Mal. Einer der Gründe sollen die gestiegenen Produktionskosten durch die Gema-Gebührenreform sein. Für die vielen Fans, die gegen das Ende der Kultsendung protestiert haben, gibt es Hoffnung: Angeblich arbeitet der BR an einem neuen Konzept für die Sendung.
Bis dahin haben wir ein paar Alternativen zusammengetragen, was man spätnachts sonst noch schauen kann – je nachdem, in welcher Lebenslage man sich gerade befindet.




1. Wenn man nicht schlafen kann: die gute alte Doku

Was: Seit Stunden wälzt man sich herum und kann nicht einschlafen. Weil man Sorgen hat zum Beispiel. Oder weil man besonders früh rausmuss, darum viel dringender Schlaf braucht als sonst und ganz schrecklich angestrengt versucht, ihn zu erreichen. Oder weil man gegen Mitternacht noch drei Tassen sehr starken Kaffee getrunken hat. Warum auch immer man wach liegt, eins hilft ganz sicher beim Wegdämmern: die gute alte Dokumentation mit langsamen Schnitten und sonorigem Sprecher.
Warum: Dokumentationen sind wie ein langjähriger Ehepartner, auf den man sich eingegroovt hat und mit dem man eine Beziehung in absolut geregelten Alltagsbahnen führt: Man kennt sie, man weiß, wie sie funktionieren und was sie von einem wollen, sie bieten keine Überraschungen, erzählen einem aber trotzdem irgendwas, das man sich so nebenbei anhören kann. Egal, was den Körper dazu verführt, sich im Bett hin und her zu wälzen und egal, was die Gedanken im Kopf kreisen lässt, Dokumentationen legen all das still. Vor dem Flimmern von „Wohnungen der Götter – Taizé", „Im Bann des Yukon – Mit Hundeschlittenführern durch Alaska" oder „Unternehmen Mafia" kann man gut reglos und mit schweren Lidern im Fernsehsessel lungern. Man fühlt sich informiert, die Zeit ist also sinnvoll genutzt, wenn man einschläft, ist es aber auch egal, weil man alles bei Wikipedia nachlesen oder eine der unzähligen Wiederholungen gucken kann. Am besten sind Naturdokus, weil die Einstellungen extrem lang sind und der Sprecher oft lange Pausen macht, in denen man den Geparden beim Lauern beobachten und nur die Geräusche afrikanischer Insekten hören kann. Kriegsdokumentationen sind etwas anstrengender, von Kampfjet-Dokus auf N24 ist abzuraten.
Wo läuft's? Auf Phoenix, N24 und in ARTE-Themennächten.
Alternativen: Tatort-Wiederholungen oder deutsche Filmproduktionen (mit wenigen Dialogen und ohne Musik) auf den Dritten.
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