04.01.2013 - 18:50 Uhr

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Faire Kleidung, Abrisshäuser und ein Schwaben-ABC

Text: helena-kaschel

Diese Woche hat man sich vor allem darauf konzentriert, beim Datum-Schreiben an das "2013" zu denken. Übermotivierte Zeitgenossen haben vielleicht auch schon die ersten guten Vorsätze in die Tat umgesetzt. Was man dabei auf jetzt.de verpasst haben könnte, steht in unserem Wochenrückblick.

Im belebten Altbau
Das Recycling von unbewohnten Gebäuden durch Zwischennutzungsprojekte ist schon länger ein Thema, das nun auch im Buch „second spaces“ beleuchtet wird. Jetzt-Autor Clemens Haug hat mit den Herausgebern gesprochen und erfahren, wohin sich der Trend entwickelt.  

Auf fairer Shoppingtour

Spätestens seit den jüngsten Medienberichten über die teilweise katastrophalen  Arbeitsbedingungen derer, die Kleidung für große westliche Modeunternehmen herstellen, würden viele am liebsten nur noch fair shoppen. Aber wo findet man eigentlich ökologisch korrekte Kleidung, die bezahlbar ist und trotzdem richtig gut aussieht? Kathrin Hollmer hat sich mit einer jungen Designerin auf den Weg durch die Münchner Innenstadt gemacht – und mehr als einen nützlichen Tipp mitgenommen.  

Illustration: Thuong Vi Pham

Nach dem Auseinanderleben
Nicht nur Liebesbeziehungen können zerbrechen, auch platonische Freunde entscheiden sich manchmal nach langer Zeit getrennte Wege zu gehen. Wie erklärt man jemandem, dass aus einer engen Freundschaft eine erzwungene Bindung geworden ist, in der sich beide nichts mehr zu sagen haben? Für das Lexikon des guten Lebens hat Jetzt-Autorin Marie-Charlotte Maas versucht eine Antwort zu finden.  

Aus Trennungen Musik machen

Adam Green und Binki Shapiro haben gemeinsam ein Album aufgenommen. Erik Brandt-Hoege hat beide getroffen und herausgefunden, welchen Einfluss der Trennungsschmerz des jeweils anderen auf die Musik hatte und ob sich in einem Kinderplanschbecken auf einem New Yorker Dach tatsächlich gut arbeiten lässt.  

Für innerdeutsche Völkerverständigung

Angesichts der jüngsten Lästerattacken auf die Schwaben durch Wolfgang Thierse hat sich die jetzt-Redaktion berufen gefühlt, einen Beitrag zur Friedensstiftung und zur Aufklärung über die Mitbürger aus dem Ländle zu leisten. Juliane Frisse hat ein Schwaben-Spezial geschrieben – von A wie "Allemannen" bis Z wie „Zehn vor dreiviertel“.   

Und im Kosmos? Hat jetzt-Userin pajaroj123 in einem Text über Parkbankromantik unsere Sehnsucht nach Sommer eingefangen.

Worüber alle in KW 1 geredet haben: Die Trennung von Sylvie und Rafael van der Vaart ist nicht nur das traurige aber im 21. Jahrhundert fast alltäglich gewordene Ende einer Ehe: Sie wird als großer Verlust des Glitzer-und-Glamour-Potentials der Bundesliga beklagt - als ginge es dabei um viel mehr als Fußball.

Gedanken zur Nachrichtenlage: Jakob Augstein ist vom Simon-Wiesenthal-Zentrum in eine offizielle Liste der schlimmsten Antisemiten aufgenommen worden. Diesem Vorwurf gegen den Journalisten und Verleger stehen verschiedene Solidaritätsapelle aus Politik und Medien gegenüber. Ob die verwirrende Debatte Klarheit schaffen kann, wie in Zukunft mit dem schwierigen Antisemitismus-Begriff umgegangen werden soll, ist fraglich.

Tierbild der Woche:
Der Independent-Verlag Write Blooody Publishing veröffentlicht vor allem Literatur amerikanischer Poetry Slammer - und hat sich diese Woche auf Facebook einen Spaß daraus gemacht, ebendiese Autoren mit vierbeinigen Lookalikes zu vergleichen. Gut getroffen, finden wir (vor allem Taylor Mali)! 



Ohrwurm der Woche:
Das neue Jahr begrüßt uns mit Drinnenbleiben-Wetter. Mit einem Marshmallow-Kakao (trotz guter Vorsätze) und ein bisschen sóley lässt es sich aber trotzdem ganz gut leben und man kann Kalenderwoche eins entspannt ausklingen lassen. Das letzte Album der Isländerin, die auch Mitglied bei Seabear ist, erschien vor zwei Jahren - wir hoffen auf Nachschub! So lange genießen wir diesen Remix, der erwas Sonne in unsere Zimmer bringt.



Klick mich! Die hundertprozentig lebensbejahenden Travel-Bilder des Fotografen Randy P. Martin lassen das Glücklichsein im Freien ganz leicht aussehen - und machen Vorfreude auf die noch viel zu weit entfernten Julitemperaturen.

Und dann war da noch: Die letzten paar Meter auf dem Weg zur Fiskalklippe, die letzten paar Stunden vor dem Ende der gefürchteten Frist glichen beinahe einem Reality-Drama. Würden US-Republikaner und Demokraten sich rechtzeitig einigen können - oder nicht? Das Schlimmste wurde abgewendet, euphorische Erleichterung blieb aber trotzdem aus. Stattdessen machte sich The New Yorker über die wegen vollkommener Erschöpfung jammernden Abgeordneten lustig. Eine positive Schlagzeile konnten die USA diese Woche trotzdem verbuchen: am 1. Januar jährte sich die Abschaffung der Sklaverei zum 150. Mal.





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ist jetzt-Mitarbeiterin und hat diesen Beitrag verfasst.