Studium mit goldenem Boden
Akademiker sind seltener und kürzer arbeitslos als Handwerker. Das ist ein nicht von der Hand zu weisender Anreiz für ein Studium. Trotzdem beklagen die Hanwerkskammern den Lehrlingsmangel - und buhlen um enttäuschte Studenten.
Diesen Text aus der Süddeutschen Zeitung kannst du hier leider nicht mehr lesen, er ist aber noch im Archiv der Süddeutschen Zeitung zu finden.- Krieg ohne Ende vor 23 Std.
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05.01.2013 - 09:37 Uhr
SchmidtGeorg
SchmidtGeorg sagte:
PS im MOmenr erlebe ich, wie panisch Eltern reagieren-sind, jetzt kommt der Sprung von der 4.Klasse in die Weiterführende Schule, seit Monaten gibts die Diskussion, auf welche Schule geb ich mein Kind, wo ist die beste Schule-natürlich aufs Gym,
Ich bin jetzt an einer FH in einem technischen Studiengang und fast alle Kommilitonen sind Bildungsaufsteiger, ehemalige Haupt- und Realschüler und so. Außerdem haben alle Schulformen neben dem Gymnasium einen entscheidenden Vorteil: Das Risiko dass das Kind später etwas geisteswissenschaftliches studiert sinkt dramatisch.
Toll finde ich auch wie diese Artikel (die immer gleich sind) nie darauf eingehen ob mit dem Studium nicht nur eine niedrigere Arbeitslosigkeit einhergeht sondern auch ob die danach ausgeübte Arbeit (und deren Bezahlung) ausbildungsadäquat ist.
Eine Binnendifferenzierung zwischen den Studiengängen findet sowieso nicht statt, aber das wäre wohl auch zu viel erwartet (Schweinezyklus hin oder her, ich *kann* vorhersagen dass ein durchschnittlicher Arzt weniger von Arbeitslosigkeit betroffen sein wird und im Schnitt wesentlich mehr verdienen wird als ein durchschnittlicher Germanist oder Theaterwissenschaftler)
ich halte dieses: jeder muß und soll studieren für ziemlichen käse.
zum einen sind eben nicht alle menschen dazu fähig, zum anderen wäre es mehr als schade, wenn keine intelligenten menschen mehr übrigblieben, um das handwerk auszuüben. was soll ich mit einem klempner, bei dem ich das gefühl habe, daß ich den boiler deutlich besser anbringen könnte als er...?
und was das finanzielle angeht, stimmt es auch nicht. daß akademiker besser verdienen, mag für einzelne berufe gelten, allgemeingültig ist es sicherlich nicht.
SchmidtGeorg sagte:
naja, so toll ist das nun auch nicht, in den guten alten Zeiten haben sich Facharbeiter in hohe Stellungen eigearbeitet, sozusagen von der Pike auf, heute wird eben ein Studium vorausgesetzt, wo eben auch eine praktische Erfahrung nötig ist, was nützt ein Ing, der nicht weis , wie man eine Schraube anzieht oder ein Kabel anschliesst, viele Probleme , auch bei den grossen Firmen, sind Folge, dieser Politik-ein Ing ist nicht automatisch ein besserer Angestellter-wenn ihm das Grundwissen feht!
Den E-Ing/Maschbauer der nicht weiss wie man eine Schraube anzieht den habe ich noch nicht gesehen. Nachdem eine elektronikpraktikum und eine Praktikum in der Mechanikwerkstatt Pflicht sind, ist das eher selten. Ich halte es uebriges auch fuer ein Geruecht dass ein Studium vorrausgesetzt wird wo man eigentlich einen Facharbeiter/Meister braucht. Ein guter Werkstattleiter wird im Normalfall eher aus der Ausbildungschine kommen und das ist auch gut so.
SchmidtGeorg sagte:
PS im MOmenr erlebe ich, wie panisch Eltern reagieren-sind, jetzt kommt der Sprung von der 4.Klasse in die Weiterführende Schule, seit Monaten gibts die Diskussion, auf welche Schule geb ich mein Kind, wo ist die beste Schule-natürlich aufs Gym, was anderes wäre ja blamabel, man hat dem Volk eingetrichtert-dass jeder Beruf, in dem man noch einen Blaumann ist, nix wert ist,
...
Fakt ist nun mal dass im Deutschen Schulsystem die Moeglichkeiten des Kindes in der Zukunft vollkommen unueberschaubar beschnitten werden, wenn es in der 4.ten Klasse auf die falsche Schule geht.
http://www.zeit.de/karriere/2012-12/lese...
soylentyellow sagte:
SchmidtGeorg sagte:
PS im MOmenr erlebe ich, wie panisch Eltern reagieren-sind, jetzt kommt der Sprung von der 4.Klasse in die Weiterführende Schule, seit Monaten gibts die Diskussion, auf welche Schule geb ich mein Kind, wo ist die beste Schule-natürlich aufs Gym,
Ich bin jetzt an einer FH in einem technischen Studiengang und fast alle Kommilitonen sind Bildungsaufsteiger, ehemalige Haupt- und Realschüler und so. Außerdem haben alle Schulformen neben dem Gymnasium einen entscheidenden Vorteil: Das Risiko dass das Kind später etwas geisteswissenschaftliches studiert sinkt dramatisch.
Toll finde ich auch wie diese Artikel (die immer gleich sind) nie darauf eingehen ob mit dem Studium nicht nur eine niedrigere Arbeitslosigkeit einhergeht sondern auch ob die danach ausgeübte Arbeit (und deren Bezahlung) ausbildungsadäquat ist.
Eine Binnendifferenzierung zwischen den Studiengängen findet sowieso nicht statt, aber das wäre wohl auch zu viel erwartet (Schweinezyklus hin oder her, ich *kann* vorhersagen dass ein durchschnittlicher Arzt weniger von Arbeitslosigkeit betroffen sein wird und im Schnitt wesentlich mehr verdienen wird als ein durchschnittlicher Germanist oder Theaterwissenschaftler)
soylentyellow sagte:]http://www.zeit.de/karriere/2012-12/lese...
Zum Thema: Die Zeit: "Jung, gut ausgebildet, arbeitslos"
[link=http://www.zeit.de/karriere/2012-12/lese...
Interessanter Artikel. Und wieder handelt es sich bei dem Thema um eine Frau, die sich beruflich in die Richtung "Irgendwas mit Medien" entwickelt hat.Das sieht man ja häufig, wenn "gut ausgebildet" und "arbeitslos" in einem Zusammenhang stehen.
Diese Fixierung auf ein Studium ist auch ziemlich naiv. Ich arbeite viel mit Kollegen zusammen, die nicht studiert haben, sehr kompetent sind und sehr gut verdienen - besser als viele Akademiker.











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05.01.2013 - 09:30 Uhr
SchmidtGeorg