Zwölf mal 2012
Das ganze Jahr über haben User auf jetzt.de Tagebuch geführt. Sie haben glückliche und traurige Tage festgehalten, wichtige und banale Ereignisse verarbeitet und große und kleine Gedanken aufgeschrieben. Ein paar Auszüge aus den schönsten, lustigsten und berührendsten Einträgen.
5. JanuarSchlimme, schlimme Träume. Massenkarambolage, Fehlgeburt, Affäre mit dem Mann der besten Freundin. Immer dazwischen: H.
Kopfschmerzen. Keine Tabletten. V. hat Aspirin. Der Held. Und Überraschung: Ich habe heute Spaß bei der Arbeit. Schöne Aufgabe bekommen. Lob bekommen. Praktikanten bekommen. Mittag mit T. in der Campus Suite. Nudeln, Blaubeermuffin und der neuste Klatsch und Tratsch.
Der Wind pustet mich nach Hause. Mit S. zum Sport. Laufbänder immer noch überfüllt. Dann halt Cross-Dingsda. Dauerschleife: „Grab somebody sexy tell’em hööööööy. . .“ – Give me everything von Dingens. Ich schäme mich nicht. Trotzdem alles öde. Ich will wieder ’ne Volleyballmannschaft – keine Zeit.
Abendsuppe. „Jonas“ hat geschrieben. Kino? Warum nicht.
TextTrulla

6. Februar
Halb 5 Uhr scheint als Aufwachzeit voll im Trend zu liegen. Vermisse es, langsam von meinem Wecker aus dem Schlaf gerissen zu werden.
Die Zeit im Büro mit E-Mails und Studien recherchieren vertrieben. Ich liebe Studien mit einer Vorhersagewahrscheinlichkeit von sagenhaften 94 Prozent!
Spazieren gehen macht den Kopf frei. Blöd nur, dass man die doppelte Zeit zum wieder auftauen braucht. Verfroren sein macht anlehnungsbedürftig.
nameless_miss
5. März
Glücklich. Der Winter ist vorbei (heute gab es Schneeregen, aber das macht nichts. Aber mein Fahrradschloss friert jetzt nicht mehr ein.) Ich hab dich (Glück genug für ein ganzes Leben, könnte man meinen). Mein Papa hat sich verliebt (in eine, mit der er vor unendlichen Jahren schon mal was hatte). J. hat ihr Biostudium abgebrochen (wäre nur verschwendete Lebenszeit gewesen). S. hat 13 Punkte in Mathe (letztes Mal hatte sie null). Y. beginnt heute ihr Wunschpraktikum im Fotostudio (ich hoffe, wir machen mal wieder Fotos zusammen). R. hat Abstand von S. genommen (war dringend nötig). C. und M. fahren bald nach Nepal (dann haben F. und ich das Haus für uns.) Ich werde A. heute nicht sehen (das ist so und so besser für mich). Ein nettes Gespräch mit F.M. geführt (ich mag es, mit klugen Menschen zu reden). S. hat sich mit F. endlich ausgesprochen (jetzt geht es ihr wieder besser). Sich an Details freuen (wie das Bonbonpapier auf der Straße).
thefupon_
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