04.01.2013 - 18:29 Uhr

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Es war einmal eine Maus

Text: kathrin-hollmer

Das Ende der Computermaus wurde schon oft besungen. Bisher hat sie sich tapfer gegen Touchpads und Touchscreens behauptet. Schafft sie das auch gegen die 3D-Gestensteuerung- und Eye-Tracking-Technologien, die langsam marktfähig werden?

Angestrichen:
“There was a time when the mouse and keyboard were the two primary ways to interact with a computer. Then came touch screens, and the idea of 'natural input' became all the rage. Our eyes and the space around us may be the next big innovations on that front. For the past few years, a handful of companies have been working on eye-tracking and gesture control for computers. Now, there are signs that these natural input methods are almost ready for prime time.”  

Wo steht das?

Der Autor Jared Newman beschreibt in seinem Artikel „Leap Motion, Others Look Beyond the Mouse and Keyboard” auf Time.com eine Computer-Zukunft ohne Maus. Möglich sein könnte das durch neue Technologien, zum Beispiel mit einer 3D-Gestensteuerung à la „Minority Report“.

Und was soll das Ganze?

Die Maus hat es nicht leicht. Gegen Touchpads, mit denen man viele Laptops bedienen kann, und gegen Touchscreens von Tablet-Computern und Smartphones musste sie sich schon behaupten. Sie war am Ende immer erfolgreich, weil die Bedienung mit der Maus eben doch am schnellsten und bequemsten ist. Das Herumfriemeln mit dem Touchpad (das noch dazu so schmutzempfindlich ist) macht auf Dauer keinen Spaß und zum Arbeiten sind Tablets und Smartphones nur zeitlich begrenzt praktisch. 

Jetzt scheint die nächste Herausforderung auf die Maus zu warten. Bald könnten wir unsere Computer wie Tom Cruise in „Minority Report“ steuern, nämlich über unsere Gesten. Oder, noch futuristischer, mit unseren Augen.  

Jared Newmans Artikel auf Time.com beginnt wie ein Märchen: „There was a time when the mouse and keyboard were the two primary ways to interact with a computer”. Als wäre die Zeit schon vorbei, in der wir unsere Computer mit Maus und Tastatur bedient haben. Die Computersteuerung der Zukunft, davon ist der Autor überzeugt, sind unsere Augen und der Raum um uns herum. „Natural Input“ wird das genannt, natürliche Eingabe. Newman stellt in seinem Text erste konkrete Gestensteuerungs- und Eye-Tracking-Technologien vor, die nach vielen Jahren Entwicklung langsam marktfähig werden. 

Der Auslöser für Newmans Text war das US-Startup Leap Motion, das 2013 den „Leap Motion Controller“ auf den Markt bringen will, eine kleine Box, etwa so groß wie ein iPod. Diese wird über USB mit einem Rechner verbunden und erkennt in einem bestimmten Bereich vor dem Monitor Hand- und Finger-Bewegungen, mit denen der Computer gesteuert wird. Über eine Kooperation mit dem Computerhersteller Asus soll sie für jeden verfügbar werden. Wie Golem berichtet, sollen die Gesten-Controller mit einigen Computern von Asus verkauft werden. Das Gerät allein soll 70 Dollar kosten und ist damit um einiges günstiger als Microsofts „Kinect“, das auch auf Körperbewegungen reagiert und für 250 Dollar als PC-Version erhältlich ist. 



Das von Newman ebenfalls erwähnte Eye-Tracking, die Steuerung mit den Augen, will die schwedische Firma Tobil Technology der Masse näher bringen, mit dem „Tobii Rex“. Das Gerät, das im Herbst 2013 auf den Markt kommen soll, versteht sich als Erweiterung für Maus und Tastatur und ermöglicht es, den Computer mit den Augen zu steuern.

Das alles klingt aufregend, nach Science-Fiction, aber auch etwas beängstigend, sollten sich diese Technologien wirklich in der Masse und im Alltag durchsetzen. So sieht das wahrscheinlich auch Jared Newman, denn am Ende seines Textes holt er uns wieder ins Jahr 2012 zurück: Die Zukunft dieser Technologien sei immer noch unklar, aber es sei ein guter Anfang, dass erste nutzerorientierte Gestensteuerungs- und Eye-Tracking-Systeme herauskommen, schreibt er. Unsere Computermäuse sollten wir aber vielleicht doch noch nicht entsorgen. Spätestens, wenn die Motion-Controlling-Box ausfällt, sind wir froh, wenn wir sie wieder anstöpseln können.


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moritzs7
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Mag ich Mag ich nicht

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04.01.2013 - 18:49 Uhr
moritzs7

Die Maus existiert doch nur noch, weil 99% aller Trackpads an PCs ein einziger Krampf sind. Dass das auch ganz anders geht, weiß jeder, der einen Mac hat. Aber so lange das noch nicht so viele sind, werden die meisten lieber ne externen Maus mit sich herumschleppen und das ganz normal finden. Und so lange wird sich die PC-Industrie auch weiterhin in technologischem Stillstand üben, darin sind sie ja groß.

heidy
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05.01.2013 - 09:55 Uhr
heidy

moritzs7 sagte: Und so lange wird sich die PC-Industrie auch weiterhin in technologischem Stillstand üben, darin sind sie ja groß.
Falsch, siehe win8.

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05.01.2013 - 10:14 Uhr
heidy

Der Mainstream PC, er kennt meine Gewohnheiten, und tut das, alles weiter bespreche wir,
keine Hände mehr, nur noch reden, das ist Zukunft.

ein_oxymoron
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05.01.2013 - 13:20 Uhr
ein_oxymoron

klingt vor allem sehr nervig fuer mich. ich kann ja schon touchscreens nicht ab. ich will nicht auch noch mit meinem computer reden und gestikulieren muessen, und ich will nicht ueberall hinklicken oder -scrollen, wo meine augen mal hinwandern. das passt schon so mit der maus, danke.

Vorspeise
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06.01.2013 - 05:04 Uhr
Vorspeise

glaub ich nicht dran, nicht in den naechsten 40 Jahren oder so. Lenkrad im Auto, Steuerknueppel im Flugzeug wird auch nicht ersetzt. Zu unpraezise. Und schonmal versucht im 3D Raum mit Gesten zu navigieren? (habs auch noch nicht gemacht, stells mir nur so vor) Das kann man mit ner 3D Maus viel besser. Allgemein find ich das auch keine natuerliche Entwicklung, der Mensch hat schon immer irgendein Werkzeug in der Hand gehabt um was zu machen, wieso sollen wir das auf einmal mit Gesten machen. Das ist wie Phantomime, fand ich noch nie irgendwie praezise oder ausdrucksstark. Deshalb revidiere ich meine Einschaetzung und sage, das wird sich nie durchsetzen!

shafty
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06.01.2013 - 13:19 Uhr
shafty

vor allem stelle ich mir das schlicht ansrengend vor, mit den armen längere zeit vor einem bildschirm herumzufuchteln und dabei noch präzise bewegungen machen zu müssen.
für gewisse anwendungen ist das bestimmt ganz spannend aber für einen 9 stunden büroalltag bestimmt nicht praktikabel

dem_osten_so_nah
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06.01.2013 - 14:52 Uhr
dem_osten_so_nah

moritzs7 sagte:
Die Maus existiert doch nur noch, weil 99% aller Trackpads an PCs ein einziger Krampf sind. Dass das auch ganz anders geht, weiß jeder, der einen Mac hat.

Quark. Ich hab am iMac zu Hause ein Magic Trackpad und die Magic Mouse. Das Trackpad nutze ich gar nicht mehr, da irgendwie mühsame und unnatürliche Handhaltung.

nixbewiesenausserich
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06.01.2013 - 15:34 Uhr
nixbewiesenausserich

ach kinder, das mit dem technologischen fortschritt geht mir sowas von am arsch vorbei, solange sich auf der sozialen ebene in sachen menschenwürdiger produktionsverhältnisse nix tut. und da tanzt apple mit der 'pc industrie' (^^) hand in hand, nur dass die eben noch dreister abzocken.

Gisamaluke
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06.01.2013 - 15:44 Uhr
Gisamaluke

Niemand kommt auf die Idee, den Schraubenzieher zu reformieren, nur weil er alt ist. Die Maus ist unschlagbar praktisch, komfortabel, präzise, was will man mehr?

Mandelbrote
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Mag ich Mag ich nicht

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06.01.2013 - 16:07 Uhr
Mandelbrote

Gisamaluke sagte:
Niemand kommt auf die Idee, den Schraubenzieher zu reformieren, nur weil er alt ist. Die Maus ist unschlagbar praktisch, komfortabel, präzise, was will man mehr?


Eine gute Tastatur :)

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kathrin-hollmer

ist jetzt-Mitarbeiterin und hat diesen Beitrag verfasst.


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