Dinge 2012
Mein 2012 ging so schnell vorbei, wie kein Jahr zuvor und vielleicht hatte ich gerade deshalb das Gefühl, rein gar nichts sei passiert.Klar, ich habe gelebt. Ich bin gereist, sehr viel sogar, mehr als je zuvor. Ich habe im Meer gebadet und ein paar Tränchen verdrückt. Aber ich bin immer noch die selbe. Habe noch nichts von dem erreicht, was ich wirklich von Herzen erreichen wollte und will. 2012 war eigentlich ein angenehmes Jahr. Aber auch keins meiner besten bis jetzt.
Vielleicht brauchte es eine lange Autofahrt nach Berlin - im strömenden Regen -, um mir in Erinnerung zu rufen, dass es da doch ein paar Dinge gab.
1 - Ich habe einen Platz meiner Kindheit wiedergesehn, an den ich schon sehr lange denken musste. Italien. Das Meer. Ein bestimmter Campingplatz. Eine gewisse Pizzeria.
Sind die Orte geschrumpft, oder bin ich gewachsen? Doch die Magie war noch da.
2 - Ich habe gelernt, mir selbt etwas einzugstehen. Ein langer Kampf, der längste vielleicht. Doch es lohnt sich manchmal, sich selbst zu besiegen. Um loslassen zu können.
3 - Ich bin sehr sehr selbstständig geworden. Nicht nur das Übliche - kochen, waschen, putzen, das musste ich schon lange vorher lernen. Aber alleine etwas auf die Beine zu stellen, dass einem sehr wichtig ist, erfordert noch einmal eine ganz andere Portion Mut. Genau wie alleine zu reisen.
4 - Ich habe begriffen, dass Entscheidungen sehr gut tun können. Man muss sie nur annehmen, auch die eigenen. Alles ist besser, als der Zustand davor.
5 - Auch Freund schaften brauchen manchmal eine Pause. Doch es lohnt sich immer, um sie zu kämpfen. Mehr noch, als um die Liebe. Ach was, mehr? Viel mehr.

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04.01.2013 - 14:55 Uhr
schwindlicht