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AlexanderDerBeneHabitat
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Mag ich Mag ich nicht

1

03.01.2013 - 22:42 Uhr
AlexanderDerBeneHabitat

Tja also klingt ja alles sehr gut.

Bloß wie soll man sich das alles merken. Ich mein der Preis ist jetzt ja keine Garantie. Und in der Stadt gibt es so viele Boutiquen? Na, und ob es die Verkäufer wissen?
Jedenfalls fühle ich mich als Verbraucher völlig überfordert.

Ich mein, bei technischen Sachen soll man fragen, woher die Rohstoffe herkommen.
Die Schokolade darf man gar nicht mehr kaufen.
Auch beim Fleisch soll man als Verbraucher drauf achten, dass die Tiere Artgerecht gehalten werden. Schließlich soll es noch Öko sein.
Und das Gemüse und Obst soll auch öko sein. Bloß wo überall öko darauf steht ist kein Öko drin.

Und der Experte oder die Expertin steht nicht neben mir, während ich einkaufe.

SchmidtGeorg
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Mag ich Mag ich nicht

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04.01.2013 - 09:25 Uhr
SchmidtGeorg

also, 90€ für eine Jeans nicht übermässig teuer, nja, ich rechne immer noch im alten Geld, da wären es c 180DM, aber von Ihren 90€ sind c 30€ allein Lizenz oder Labelgebühren, ein Beispiel: in Jakarta habe ich für meinen Sohn ein Paar Schwimmflügel gekauft: Lizenzgeber-ein Büro in Miami/ Florida-Vertrieb-ein Büro in DenHaag-produziert in Hongkong, vielleicht habt Ihr mal Zeit das Geschäft mit Lizenzen odr Umweltlabels zu recherchieren, ist nämlich sehr intressant!
Gruss

Petra15
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Mag ich Mag ich nicht

0

04.01.2013 - 09:58 Uhr
Petra15

Da hätte ich noch Ergänzungsvorschläge zu machen. Einmal Hess-Natur, der Uralt-Pionier, der auch einen Laden in München betreibt. Und die österreichische "Grüne Erde", ebenfalls in München vertreten (am Viktualienmarkt). "Manomama" aus Augsburg. Für Schuhe gibt es immer noch think und VaBene.
Und wenn wir alle ganz ehrlich sind, dann kommen wir um eine Änderung des Konsumverhaltens alle miteinander nicht herum, wenn wir keine Näherinnen in China und Bangladesh mehr töten wollen. Was bei uns in die Altkleidersammlung geht, heißt in Afrika die "Kleidung des toten Mannes", weil man sich dort nicht vorstellen kann, dass Leute kaum getragene Sachen einfach so wegwerfen.

SchmidtGeorg
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Mag ich Mag ich nicht

0

04.01.2013 - 10:49 Uhr
SchmidtGeorg

naja, irgendwie leben wir in einer Scheinwelt, einerseits denken, wir könnten etwas ändern, anderseits vergessen wir, dass auch an der Produktion der sog Billigprodukte Arbeitsplätze und der Erhalt von Familien dran hängen, es ist schon eigenartig, dass man mit dem Verzicht auf Billigprodukte nur die kleinen Näherinnen trifft, dem Sponsor, der die Firma betreibt, ist das ziemlcih egal, bei uns war eine Firma. der asiatische Sponsor, der die Firma betrieb, war über Nacht verschwunden, 1600 ArbeiterInnen standen auf der Strasse, es gab dann einen ziemlichen Auflauf, und die deutschen Firmen. die da produzieren gelassen haben, zahlten dann, nach langem Hin und Her ein kleine Entschädigung!

benjamin1337
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04.01.2013 - 10:51 Uhr
benjamin1337

Zumal ist es auch einfach eine finanzielle Frage. Bei wachsender Armut ist die Priorität nur "ökö Kleidung" zu kaufen bei den meisten Leuten m.E. eher weiter hinten angesiedelt. Natürlich ist es ein großes Problem, jedoch finde ich ist es für den Durchschnittsdeutschen kaum zu handeln, wie unten bereits angesprochen.
Schade eigentlich.

Schnurz
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04.01.2013 - 12:05 Uhr
Schnurz

Ob man nun 100€ für zwei non-fair-trade Jeans ausgibt oder 100€ für eine fair-trade Jeans macht keinen Unterschied: In beiden Fällen fließt genauso viel Geld in das betreffende Entwicklungsland - und auch nicht fairer verteilt.

Wenn man die Wahl hat zwischen: Weniger oder gar keine Kleidung oder non-fair-trade einkaufen, dann ist letzteres das beste (für die Näherinnen vor Ort). Wenn man die Wahl hat zwischen relativ billigem non-fair-trade teurerem fair-trade, dann kann ersteres die bessere Wahl sein - da die Preisaufschläge auf fair-trade Produkte oft völlig unabhängig davon sind, was tatsächlich "mehr" im Land ankommt. Und Fairtrade wird auch nur deshalb mit Öko- und Bio-Produktion verbunden, weil die entsprechende Kundschaft das eben erwartet - nicht, weil es Arbeitnehmern oder Umwelt tatsächlich helfen würde. Fairtrade-Shop Inhaber achten genauso auf ihre Gewinnmarge wie Zara&Co. auch;)

Spart euch das Geld für Fairtrade und spendet das Geld im Zweifel an Entwicklungshilfeorganisationen.

SchmidtGeorg
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04.01.2013 - 12:07 Uhr
SchmidtGeorg

Tshirt für ab 30€, Jeans ab 120€, bei einem Netto von 1837€ würde das bedeuten, dass ich heute, wenn ich mit meinen Kindern vom Jeanseinkauf komme, c 300€ los sein werde, meine Kinder sind kräftig im Wachsen, dh, es werden pro Kind mindestens 3 Jeans fällig, leider gibts keine Laden, der gebrauchte Jeans, auch wenn sie noch gepflegt sind zurück nimmt, nicht mal die sozialen Werke wollen noch gebrauchte Klamotten und anderen geben, hab ich schon längst aufgegeben-da passt das Model nicht oder sonstwas, also, die Alternative billig einkaufen-aufbrauchen-wegwerfen!

apollyon
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04.01.2013 - 13:20 Uhr
apollyon

Schnurz sagte:
Ob man nun 100€ für zwei non-fair-trade Jeans ausgibt oder 100€ für eine fair-trade Jeans macht keinen Unterschied: In beiden Fällen fließt genauso viel Geld in das betreffende Entwicklungsland - und auch nicht fairer verteilt.


Mit dem Unterschied, dass für das gleiche Geld in einem Fall die Näherinnen zwei Jeans nähen müssen, im anderen nur eine. Heißt: Der Stundenlohn ist für die Produzenten höher. Heißt: Bei gleicher Arbeitszeit nehmen sie im Fair Trade Fall mehr Geld mit nach Hause und haben dadurch einen besseren Lebensstandard.

Klar wollen auch Fairtrade Unternehmen einen guten Schnitt machen. Ist ja nicht verboten -- im Gegenteil: Weil sie Gewinn machen wollen, machen sie etwas, das schlußendlich (teilweise) den Produzenten zugute kommt, weil dieser Aspekt für ihre Endkunden wichtig ist.

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Mag ich Mag ich nicht

-1

04.01.2013 - 13:23 Uhr
apollyon

benjamin1337 sagte:
Zumal ist es auch einfach eine finanzielle Frage. Bei wachsender Armut ist die Priorität nur "ökö Kleidung" zu kaufen bei den meisten Leuten m.E. eher weiter hinten angesiedelt. Natürlich ist es ein großes Problem, jedoch finde ich ist es für den Durchschnittsdeutschen kaum zu handeln, wie unten bereits angesprochen.
Schade eigentlich.


Ich vermute, dass auch schwächere soziale Schichten mehr Kleidung haben, als unbedingt notwendig.
Möglicherweise wäre eine Lösung, einfach weniger, dafür bewusster zu kaufen.

SchmidtGeorg
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04.01.2013 - 13:46 Uhr
SchmidtGeorg

die schwächeren sozialen Schichten.alles klar, mehr Klamotten wie notwendig-also ich habe 2 Jeans a 15 €uro, 1Paar Winterschuhe-1 Paar Sommerschuhe-meine Winterjacke ist 20 Jahre alt, meine tshirt , damals noch gute Qualität haben auch schon 10 Jahre auf dem Buckel usw usw, monatlich gebe ich zB für die Kleidung meiner Kinder zwischen 200 und 250€ aus, da bleibt für Papa nicht viel übrig, leider gehören wir nicht zu der Schicht, die 20 Paar Schuhe im Schrank haben, aber ok, also, es wäre schon mal eine gute Sache, wenn die fair Produkte mit Infos über das Endgeld der Näherin ausgezeichnet wären und in welcher Fabrik/Land das Produkt gefertigt würde, auch ein Geschäftsbericht des Unternehmes wäre intressant, mir wird da zuviel erzählt, aber ohne echte Infos-also einfach mal eine Tabelle-Verdienst-Arbeitszeit-geforderte Stückzahl in einer Schicht !

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