Das Pop-Poesiealbum. Heute mit Nicola von Laing
Als Band-Frontfrau ist eine ordentliche Portion Selbstbewusstsein nicht verkehrt. Nicola Rost von Laing ist offenbar ausreichend versorgt. Schließlich behauptet sie in unserem Pop-Poesiealbum: Niemand singe ihre Songs besser als sie selbst.
Voller Name: Nicola Louise RostSpitzname: Utopia
Alter: 27
Berufsbezeichnung: Chef

Früher wollte ich aussehen wie: jemand, der älter ist.
Stattdessen sah ich aus wie: eine, die sich eine Haarnadel als Zahnspangenattrappe ins Lächeln montiert hat und damit zumindest geistig auf andere nicht älter wirkte, als sie wirklich war.
Wenn ich heute in den Spiegel schaue, sehe ich: die kieferorthopädische Glanzleistung der echten Zahnspange, die ich dann irgendwann für 3 Jahre bekam.
Meine Eltern haben mir beigebracht, dass... man nicht Mama fragt, wenn Papa schon „Nein“ gesagt hat.
Sie waren stolz auf mich, als... ich akzeptiert habe, dass ich mit 16 kein Zungenpiercing haben darf.
Sie waren enttäuscht von mir, als... ich es eine Woche später trotzdem hatte.
Ich gehöre auf die Bühne, weil: keiner meine Songs besser singt als ich.
Außer Musik kann ich auch noch: lesen, schreiben und rechnen.
Das kann ich noch nicht, würde ich aber gerne können: alles ändern.
Das erste Mal verliebt war ich: Das kann ich auf keinen Fall sagen! Er weiß nämlich noch heute nichts davon.
Das letzte Mal gelogen habe ich: Eben. Das mit meinem Spitznamen war gelogen.
Noch nie habe ich: Ein Smartphone besessen. Zu teuer, um sie dauernd runterzuschmeißen, und Letzteres lässt sich nicht vermeiden.
Mein größter Triumph: Meine Diplomarbeit.
Mein größter Fehler: eindeutig zu spät kommen.
Mein größter Traum: einfach alles machen, was mir einfällt.
Meine größte Angst: dass mir irgendwann nichts mehr einfällt.
Wenn ich eine 4-er-WG gründen dürfte, dann zusammen mit … einem Klempner, einem Arzt und einem Koch.
Wenn mein Leben verfilmt würde, trüge das Werk den Titel … wenn ich das wüsste, würde ich jetzt schon versuchen, es zu verhindern.
Wenn ich mir einen Satz tätowieren dürfte, dann: Es ist nicht, wonach es aussieht!
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01.01.2013 - 19:13 Uhr
Aporia