Abschlussworte
Wieder ein Jahr rum gebracht. Und wie jedes Jahr wünsche ich mir für das folgende Jahr, dass sich Dinge ändern - natürlich nur zum Besseren! Allerdings können wir leider nicht an unserem Leben schrauben und hoffen, dass sich die Dinge wie von selbst zum Besseren ändern. Hoffnung ist das Stichwort. Insgeheim schießen wir doch die Raketen in die Luft um damit lautstark zu verkünden, dass wir noch Hoffnung haben. Und dabei hat jeder ein Problem in irgendeinem Aspekt seines Lebens bei dem er eine Veränderung erwartet.
Ich empfinde Silvester als eine Art Schnitt in der Zeit. Zwar geht am nächsten Morgen diese Sonne auf wie sie das immer tut, jedoch ist das folgende Erwachen für viele unter uns die Einlösung von Versprechen an uns selbst. Ab diesem Tag wollen wir uns ändern, und dabei mangelt es nicht an Umgestaltungsideen. Auch wenn wir dabei schon erahnen können, dass wir nicht über unseren Schatten springen können, ist es ja schon ein Erfolg Erkenntnisse über sich selbst gesammelt zu haben.
Diese Erkenntnisse sammeln wir meistens nach Entscheidung die wir an irgendeinem Zeitpunkt unseres Lebens getroffen haben und deren Konsequenzen uns mit ungeahnt schneller Geschwindigkeit ereilen. Dann wird uns wieder einmal bewusst, dass wir alle Anfänger sind, denn jeder von uns lebt das Leben zum ersten Mal. Wie soll man denn da wissen, welche Entscheidung richtig ist? Antwort: Garnicht!
Also brauchen wir uns eigentlich nicht darüber ärgern, dass sich die Dinge nicht so entwickeln wie wir das gerne hätten und dennoch tuen wir das. Wir machen uns Sorgen über dies und das, wir grübeln Tag und Nacht darüber nach bis uns die Sorgen zu einer Entscheidung zwingen, die wir mit der Hoffnung fällen, dass danach die Sorge aus der Welt geschafft wurde.
Und doch sind alle Sorgen verschwunden, wenn wir auf einer langen Zug-, oder Autofahrt mit den Kopfhörern im Ohr aus dem Fenster auf das winterliche Wolkenspiel blicken und uns dabei ein wenig verloren in dieser Welt fühlen. In diesem Moment verschwinden wir ganz in uns selbst und pflegen eine schöne Erinnerung und still und heimlich, ohne es zu bemerken, fangen wir etwas an zu lächeln und kurz darauf spüren wir ein wenig melancholische Traurigkeit. Dann leben wir den Moment und fühlen uns herausgerissen aus dem Lauf der Zeit und zurückversetzt in eine zeitlose Erinnerung, die uns ein warmes Gefühl in dieser kalten Zeit gibt.
Dann wird einem doch wieder bewusst, dass jeder Abschied eine neue Ankunft bedeutet, dass wir mit unseren Wachsmalkreiden über das Papier hinweg malen müssen, dass das Leben doch eine Reise ist auf der wie nie alleine sind, dass es auch Gute Dinge gibt, die auf dieser Welt geschehen und das jede gute Tat, und sei es nur ein Lächeln an eine traurige Person, dazu beiträgt das Leben eines Anderen ein Stückchen besser zu machen. Also lasst uns doch in Zukunft die Hoffnung nicht nur auf unser eigenes Leben fixieren, sondern auch unseren Mitmenschen ein bisschen mehr Glück und Friede in ihr Leben wünschen. Lasst uns den kleinen Dingen des Lebens mehr Aufmerksamkeit schenken, denn diese Dinge sind jeden Tag ein Geschenk.
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