Filterkaffe, Kitschpullis und ein geschenktes Leben
Ja ist denn heut scho' Weihnachten? Die letzte Woche vor dem Fest verging wieder wie im Flug. Wem die Thematik akute Sorgenfalten ins Gesicht treibt, dem verraten wir im Wochenrückblick, was außer Geschenkestress und Lichterketten sonst noch die Welt bewegte.

Weg von den Waffen
Nach dem Massaker von Newton entflammt erneut die Diskussion über amerikanische Waffengesetze - es war die 13. Massenschießerei des Jahres für die USA. Auch die Twitter-Gemeinde reagiert auf die jüngsten Ereignisse und streitet heftig über Waffenlizenzen und Freiheitsgedanken. Jetzt-Mitarbeiterin Kathrin Hollmer hat zusammengefasst, was sich dieser Tage im Netz zusammenbraut und ob sich im Twittersturm auch Lösungsvorschläge finden.
Spenden, nicht zögern
Wer seine Stammzellen spendet, kann einem Leukemieerkrankten das Leben retten. Trotzdem ist es selten, das die Spende auf eine Person passt. Vor ein paar Monaten bekam die 25-Jährige Stefanie nach langer Zeit in der Spenderkartei die Nachricht: Eine junge Griechin soll nun ihre Zellen bekommen. Darüber, wie es sich anfühlt, plötzlich einem Kranken helfen zu können, wie so eine Spende abläuft und warum es sich lohnt, sich in die Kartei aufnehmen zu lassen, hat jetzt-Autorin Nadja Schlüter mit Stefanie gesprochen.

Brühen, nicht pressen
Auch wenn in den Kaffetassen dieser Welt hauptsächlich noch andere Hochglanzvarianten Platz finden, feiert der Filterkaffee ein leises Comeback. Christian Helten hat sich an die gefilterte Bohne gewagt und Münchner Kaffeespezialisten besucht. Das Ergebnis in der Tasse ist rötlich, intensiv und wenig bitter. Und, Christian, wie hat's geschmeckt?
Studieren, nicht zahlen
Die Debatte um die Studiengebühren reißt nicht ab: einführen, abschaffen und jetzt doch wieder einführen? Doch Semesterbeiträge sind nicht der einzige Weg, den Hochschulabschluss zu finanzieren. Helena Kaschel hat mit dem Wirtschaftswissenschaftler Prof. Dr. Stefan Winter gesprochen, der mit seinem Modell für eine Alternative plädiert. Studenten sollen nach dem Berufseinstieg einen kleinen Teil der Gebühren abbezahlen - und so dem Engpass während des Studiums vorbeugen.
Raus mit den Pullis
Er ist der Graus der Feiertage: Der weihnachtliche Kitschpulli, der alle Gallionsfiguren und Lieblingsmotive der Adventszeit vereint. Von dem Schmuckstück schlechten Geschmacks scheint eine seltsame Faszination auszugehen, denn es ist immer noch außerordentlich beliebt. Jetzt-Autorin Juliane Frisse ist der Glitzerspur des Weihnachtspullis gefolgt und hat versucht, ihm sein Geheimnis zu entlocken.

Und im Kosmos? Hat uns der Text von Userin rainbow-country besonders berührt. In Tag eins beschreibt sie ihre ersten Stunden als junge Mutter. Entstanden ist dabei eine atemlose Liebeserklärung an das kleine Leben, das plötzlich alles durcheinander bringt.
Diese Infografik...Bringt endlich Licht ins Dunkel einer großen Lebensfrage. Welcher Wes-Anderson-Charakter bist du?
Was wir nicht behalten müssen, aber trotzdem nicht mehr vergessen werden: Das meistverkaufte Produkt der Welt ist nicht das iPhone, sondern der Zauberwüfel. Beruhigend, dass sich die Ikone der Achtziger (noch) nicht vom Thron schubsen lässt.
Worüber alle in KW 51 geredet haben: Instagram ändert seine Nutzungsbedingungen und löst eine Massenpanik aus. Kurze Zeit später berichtigte der Konzern die Formulierung, er wolle aus Bildern der Nutzer Profit schlagen. So ganz neu ist die Taktk der Facebook-Tochter eigentlich nicht, trotzdem löschten viele ihre Konten.
Gedanken zur Nachrichtenlage: Die Bahn verspricht diesen Winter akkurate Reiseplanung und pünktliche Züge. Wir sind gespannt und überlegen schon mal, wie wir ohne Verspätung unseren Riesenkoffer durch Menschenmengen und Geschenkeberge bugsieren sollen.
Ohrwurm, den wir nicht mehr losgeworden sind: Renaissance meets Gangster's Paradise, dazu ein repeatwürdiges Lied. Finden wir großartig und schicken dich mit Alt-J und Tesselate ins Wochenende.
Das Tierfoto der Woche:

Hilde, bist du's? Eine besonders schöne Begegnung im Zoo ermöglicht das sonst eher unschöne Eisbärenkostüm.
Klick mich! Geschenke-Errater aufgepaast: Wer darüber nachdenkt, dieses Jahr dem Geschenkeinhalt mit Röntgenstrahlen zu Leibe zu rücken, fängt sich dabei womöglich nicht nur enttäuschte Gesichtszüge ein, sondern macht auch tolle Bilder.
Und dann waren da noch: Zwei Geburtstage. Das TV-Heimgerät wird 60, Grimms Märchen 200 Jahre alt. Hurra! Wenn man aber so betrachtet, wie der Durchschnittsmensch vor der Glotze aussieht, will man sich am liebsten wieder mit Grimms Märchen und Taschenlampe unter die Bettdecke verziehen.
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22.12.2012 - 18:10 Uhr
ZeroDegrees