Gar nicht tristes Resteessen
Gegessen wird immer, aber jeder macht es anders. Beim Kosmoskoch dokumentieren jetzt-User und jetzt-Redakteure jeweils eine Woche lang, was am Abend bei ihnen auf den Tisch kommt. Heute: jetzt.de-Userin pitz.
Diese Woche hat sich die jetzt.de-Userin pitz die Mütze des Kosmoskochs aufgesetzt.Ich fange die Woche mit dem Sonntag an. Es hat sich eben so ergeben. (Ich musste das hinschreiben, es ist gerade einer meiner Lieblingssätze!)
Sonntag:

Bei uns gibt es selten das eine, große Gericht. Das ist einfach der Tatsache geschuldet, dass es zu viel Frust gibt, falls die Kinder das dann nicht essen möchten. Außerdem dauert das Gekoche einfach zu lange, meistens haben wir nicht so viel Zeit. Deswegen sind wir zum kleinteiligen Abendbrot übergegangen. Am Sonntag gibt es die Reste der Mittagsnudeln ("Fiedlernudeln" mit Tomatenmark, etwas Olivenöl, Salz und Pfeffer angemacht). Dazu Bratkartoffeln, zwei Brotsorten, diverse Brotbeläge, Tomatensalat, Tee, Wasser und Rotwein.
Montag:

Ok, jetzt wird es so trist wie noch nie in dieser Kolumne. Montags und Dienstags habe ich kinderfrei und esse vor dem Rechner. Dann wird es schlicht, was ich schon gerne mag. Ich halte auch Kartoffeln mit Butter und Salz für ein perfektes Essen. Deswegen bin ich am Montag mit zwei Scheiben Vollkornbrot, Salz und dem restlichen Tomatensalat vom Sonntag sehr zufrieden.
Dienstag:

Und es geht noch schlichter: Am Dienstag gibt es nur noch Brot und Salz. Dafür aber Kräutertee und nicht nur Wasser. Das Salzstreuerchen stammt von meinen Eltern. Es hat eine perfekte Größe und fasst sich hervorragend an.
Mittwoch:

Der Liebste hat schon wieder großen Appetit auf Tomatensalat, und ich esse gerne mit. Dazu gibt es Rinderknacker von Podemus, Tee, für die Kinder Fischstäbchen (fettfrei in der Röhre gemacht) und Bio-Kartoffelbrei aus der Tüte. Sie essen es natürlich nicht. Das meinte ich.
Donnerstag:

Donnerstag ist Salattag. Wir haben zwar fast immer Salat, aber am Donnerstag wird die große, rote Schüssel rausgeholt, denn mein Vater kommt zu Besuch und freut sich schon auf extraguten Salat. Diesmal mit Eichblatt, Gurke, Tomate und Zitronen-Olivenöldressing mit frischer Petersilie. Was mein Freund da zaubert, schmeckt so gut, dass mir erst nach dem Essen einfällt, dass ich fotografieren wollte. Dazu gibt es Baguette, eine Auswahl toller Brotbeläge von vegan bis Wurst-pur, Oliven und Möhrenschnitzer. Und Kräutertee.
Freitag:
An diesem Tag sind wir auswärts eingeladen. Es gibt Pfannkuchen, leider kriegen nur die Kinder was ab. Die Erwachsenen bekommen angebratene Pilze aus der Dose und danach Fladenbrot aus so einer eingeschweißten Packung. Hab ich vergessen zu fotografieren.
Sonnabend:

Das kleinere Kind wünscht sich vehement Klöße, also gibt es Klöße mit Rotkraut mit etwas Fond. Die Klöße sind immerhin selbst geformte mit in Speck angebratenen Brötchenwürfeln in der Mitte. Das ist mein nicht-Vegetariertum: den Braten sparen, vor allem auf Arbeit kein Fleisch essen, aber auf Wurst und Speck mag ich nicht verzichten - aber nur, wenn sie von glücklichen Tieren ist. Wir kaufen immer von einem Biohof am Rande der Stadt. Zu trinken gab es hier Wasser und für die Kinder Kräutertee. Ging alles weg wie Atze. - Die Teller und das Porzellankännchen im Hintergrund habe ich von meiner Oma bekommen. Die hellblaue Schüssel, in der die Klöße liegen, hat mir meine Freundin Edyta geschenkt. Sie hat sich in einer Vorlesung neben mich gesetzt und mir ins Ohr geflüstert: "Ich komme gerade aus dem Urlaub aus Afrika zurück und habe dir was mitgebracht!" Das ist eine coole Erinnerung.
Auf der nächsten Seite liest du den Kosmoskoch-Fragebogen von jetzt.de-Userin pitz.
- Zugessen und schlotziger Couscous-Salat 13.05.2013
- "Ohne Spargel ist nicht richtig Frühling" 06.05.2013
- Bohnensuppe und Brot aus dem Waffeleisen 29.04.2013
- Nudeltage sind gute Tage 22.04.2013
- Spontaner Schokokuchen und selbstgesammelte Himbeeren 15.04.2013
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