Meldung



Hier kannst du die Netiquette lesen.

Um kommentieren zu können, musst du eingeloggt sein.

Alle Kommentare anzeigen

coquelicot1
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

12.12.2012 - 18:40 Uhr
coquelicot1

Ich muss sagen, ich finde den Artikel sehr schwierig.
1. Wie soll man denn entscheiden, ob man selbst "nichts" hat? Zwei Euro hat man immer, oder auch mehr, wenn man aufs Wochenendbierchen verzichtet. So gesehen kann jeder geben.
2. Warum sollte ich einen Unterschied zwischen "Individualbettlern" (keine Ahnung ob es den Begriff gibt) oder "Bettlerbanden" machen? Beide verrichten durch das Betteln eine Form von Arbeit, und es wurde ja ausdrücklich geschrieben, man solle sich nicht einmischen, was mit dem Geld passiert.
Ich muss sagen, dass ich auf der Straße auch nichts gebe. Außer wenn tatsächlich eine Gegenleistung erbracht wird, z.B. Musik. Es widerstrebt mir, fremden Menschen einfach so etwas zu geben. Wie viele andere User hier unterstütze ich lieber die Idee und die Arbeit von einzelnen Organisationen, die mehr Kompetenzen als ich haben, Armut sinnvoll zu bekämpfen.

mausemuetze
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

1

17.12.2012 - 17:51 Uhr
mausemuetze

ich finde es eigentlich interessanter warum man sich geradezu schämt, an einem bettler borbeizugehen ohne ihm etwas zu geben, oder noch schlimmer, ohne ihn eines blickes zu würdigen.
zumindest mir geht es so. ich fühle mich schlecht und suche schnell irgendeine dämliche übersrpungshandlung wie in der tasche kramen o.ä. und murmel ein unverständliches sorry...
warum tue ich das, statt ihm wirklich mal ins gesicht zu sehen?

der_sendlinger
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

17.12.2012 - 17:51 Uhr
der_sendlinger

wollmops sagte:
Meine Regel: auf der Strasse gibt's (meistens) nichts, dafür spende ich jeden Monat einen bestimmten Betrag an eine Organisation, die sich um genau diese durchs Netz gefallenen Leute kümmert, und zwar systematisch und effizient.

wäre es nicht besser das geld lieber den bedürftigen auf der strasse zu geben. so ganz ohne verwaltunsaufwand und personalkosten?

utti
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

1

17.12.2012 - 17:52 Uhr
utti

bei mir funktioniert die logik andersherum. ich gebe eigentlich fast nur drogensüchtigen etwas, denn ich finde das besser, als wenn sie sich auf dem billigstrich prostituieren müssen oder omas überfallen. außerdem zeigen viele therapieansätze, dass süchtige eher von harten drogen loskommen, wenn sie ein einigermaßen würdevolles leben hinbekommen und sich nicht nach dem freier gleich wegballern müssen.

gegen bettelbanden habe ich aus vielen gründe eine abneigung und will denen nichts geben. in der praxis ist es aber schwer zu unterscheiden wer selbstständig bettelt und wer nen fetten boss füttert. und plötzlich merkt man, dass man nach rassistischen kriterien vorgeht.

afrirali
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

2

17.12.2012 - 17:52 Uhr
afrirali

ich kauf manchmal den verkäufern der straßenzeitung eine ab, zum einen, weil sie aktiv werden und sich selbst helfen, auch wenn die zeitung in wahrheit nie so super interessant ist, zum anderen, weil sie manchmal wirklich lustige verkaufsreden halten.

mia_mia
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

-1

17.12.2012 - 17:52 Uhr
mia_mia

b_russel sagte:
Im übrigen: Warum geht mich das mit den Drogen eigentlich nichts an?


Weil es nicht deine Sache ist, wie sich ein Mensch sein Leben erträglich gestaltet. Ganz einfach.

mwanaheshima
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

17.12.2012 - 17:52 Uhr
mwanaheshima

zunaechst ist das geben ja eine schenkung, also ein vertrag, und genauso, wie ich mich auch nicht in einen sonstigen vertrag draengen lasse, genauso ueberlege ich mir auch bi bettlern, mit wem ich diesen vertrag eingehen moechte. ein wichtiger vertragsbestandteil fuer mich ist, ob ich in ruhe gelassen werde, dh ich gebe grundsaetzlich nichts, wenn ich angesprochen werde. dagegen bekommen gute musiker oder leute, die versuchen, ohne betteln auszukommen gerne etwas- ich spreche zum beispiel menschen, die „stumm vor sich hin" muelleimer nach flaschen oder gar essen durchsuchen, an und frage ob sie etwas geld moechten.

drolli
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

1

17.12.2012 - 17:56 Uhr
drolli

Ganz einfach: gar nichts. Wenn ich spende, dann anderweitig, z.B. an die Tafeln.

wollmops
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

1

18.12.2012 - 16:44 Uhr
wollmops

der_sendlinger sagte:
wäre es nicht besser das geld lieber den bedürftigen auf der strasse zu geben. so ganz ohne verwaltunsaufwand und personalkosten?

Du, jeder wie er will. Ich find meine Organisation (die Schweizer Strassenzeitung surprise) halt cool, weil die für die Aus-der-Gesellschaft-Gefallenen auch gute Sachen anbieten, z. B. einen Chor, oder Fussballturniere organisieren und so. Wo die Leute Struktur kriegen, soziale Kontakte knüpfen, kreativ sind, Erfolgserlebnisse haben usw. Ich find das schon besser als den Euro für die nächste Pulle Schnaps; aber klar, es braucht einen gewissen Verwaltungsaufwand.

Arthanis
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

22.01.2013 - 18:43 Uhr
Arthanis

afrirali sagte:
ich kauf manchmal den verkäufern der straßenzeitung eine ab, zum einen, weil sie aktiv werden und sich selbst helfen, auch wenn die zeitung in wahrheit nie so super interessant ist, zum anderen, weil sie manchmal wirklich lustige verkaufsreden halten.


Die Obdachlosenzeitungen kaufe ich auch. Nicht so oft, wie ich eigl könnte gehaltstechnisch, und dann kriege ich doch das o.g. schlechte Gewissen, aber ich bemühe mich. Halte das für ein sinnvolles Konzept. Auch wenn, in der Tat, die Zeitungen inhaltlich eher medium sind; ich blätter die einmal durch und gut.
Ich mache das nicht nur des Geldes wegen, sondern auch, weil ich finde, dass die einen anerkennungswürdigen Job machen. Und ich ärgere mich immer über die Menschen, die total pikiert wegschauen, wenn man ihnen so eine Zeitung anbietet...

Zurück Seite 1 2 3

Alle Kommentare anzeigen

  • Lernen - Schule & Studium
  • Lieben - Partnerschaft & Beziehung
  • Kaufen - Finanzen & Geld verdienen
  • Heilen - Gesundheit & Fitness
  • Wohnen - Mieten & Zusammenleben
  • Leben - Hilfe & Ratschläge
  • Klicken - Internet & Digitales
Durchsuche alle Texte des Lexikons: