noahs trans*gedanken am 5.12.2012
ich habe einen neuen freund gewonnen. er ist auf meiner schule und, wegen trans* seit jahren in behandlung und seit ein paar monaten auf testosteron. der austausch mit ihm bringt mich weiter und es tut gut zu wissen, welche lehrer gut, welche schlecht mit transidendität händeln, wie hormonblocker wirken und vor allem: ich bin nicht der einzige an meiner schule!um irgendwann mit testo anfangen zu können, braucht es nach deutschen gesetzen zwei psychiatrische gutachten. das erste ist ernsthaft, das zweite eher formsache. jedenfalls hatte ich letzte woche meine erste sitzung und ja, es geht richtig los! ich bin aufgeregt & freudig.
über diese körperlich-medizinische angleichung (es heißt geschlechtsangleichung, nicht -umwandlung) werde ich mir immer sicherer. mastektomie (brustwenfternung) brauche ich um zu schwimmen, blasinstrumente spielen und morgens aufzustehen und ein t-shirt anzuziehen und fertig ohne binder und unterhemd und der ganze mist. testo kommt im standarisierten verfahren vor der mastek dran. und bart, tiefe stimme, veränderte gesichtszüge und haarlinie wären schon cool.
generell die erkenntnis, oder eher das bewusstsein, dass die trans*-prozesse in meinem kopf weiter ablaufen. meine verwirrtheit und panik weniger und dafür sicherheit größer werden.
damit steigert sich (leider) momentan auch mein unbehagen, die verzweiflung über meinen körper und das größtenteils ungeoutetes leben. mithin werde ich demnächst mit vater und bruder reden, mit meinen restlichen freunden und nach den weihanchtsferein ist vieleicht sogar schon die ganze schule dran. dann meine verwandschaft und anschließend wer mich sonst noch kennt. hui!

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danke, aber wofür?









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08.12.2012 - 12:19 Uhr
meinlichtgehtaus