Wichtelkuchen und anderes Winteressen
Welchen Stellenwert hat Essen in Deinem Leben?Ich esse sehr gerne, bin aber weder ein sonderlich talentierter noch ein unfassbar ambitionierter Koch. Hätte ich ein Restaurant und müsste meinen Stil beschreiben, würde ich sagen: alltagstaugliche Experimentalküche, fast ausschließlich vegetarisch.
Was ist Dir beim Essen oder Essen-Einkaufen besonders wichtig?
Dass ich mir keine Sorgen und kein allzu schlechtes Gewissen machen muss. Das mit den Tieren und dem Gemüse zum Beispiel ist keine sonderlich dogmatische Entscheidung – an das Curry darf also Fischsoße, auf den Flammkuchen gehört für mein Empfinden Speck (dann aber immerhin bio) und, wo ich gerade darüber nachdenke, würde ich gerne bald mal wieder Wiener Schnitzel machen. Seit ich aber Theresa Bäuerleins Buch „Fleisch essen, Tiere lieben“ gelesen habe (das den viel lustigeren Arbeitstitel „Eat Prey, Love Prey“ hatte), bin ich Freund des „Prinzips Sonntagsbraten“ und achte zumindest darauf, woher Fisch und Fleisch kommen. Weil ich aber auch faul bin, landet schließlich fast immer vegetarisches Essen auf dem Tisch.
Erinnerst Du Dich, wann Du zum ersten Mal für Dich selbst gekocht hast und wer Dir das Kochen beigebracht hat?
Gilt Rührei schon als Kochen? Dann war ich wohl so zwölf oder 13 beim Debüt. Kochen haben mir Mama und Papa beigebracht – außerdem das Internet und manche Misserfolge.
Was war Dein Lieblingsessen als Kind?
Pommes, Pizza, Schnitzel.
Was ist Dein aktuelles Lieblingsessen?
Das Rote-Beete-Risotto, siehe Montag.
Was magst Du gar nicht?
Fades Essen – Schmorgurke fand ich schon als Kind bäh.
Mittags warm und abends kalt oder andersrum?
Abends warm – aus organisatorischen Gründen. Und weil’s so schön das Ende des Tages und den Beginn des Abends markiert.
Wo isst Du am liebsten, am Tisch oder auf dem Sofa?
Am Tisch in der Küche, wenn alle Stühle belegt sind.
Was trinkst Du zum Essen?
Wasser, Bier, Wein.
Wie oft gehst Du auswärts essen und hast Du ein Lieblingsrestaurant?
Früher habe ich recht viel Geld in Restaurants liegen lassen – abends sehr gerne im „Nansen“ in Berlin-Neukölln oder mittags im „Nest“ in Kreuzberg.
Was isst Du, wenn es schnell gehen muss?
Käsebrot. Ein gutes Sauerteigbrot, etwas Butter, würziger Käse, evtl. etwas Senf und Cornichons – top Mahlzeit. Oder Spaghetti mit Pesto.
Was war das aufwendigste Gericht Deines Lebens?
Möglicherweise Hummos. Die Einweicherei der Erbsen, das nervraubende Entfernen der Schalen, das Pürieren und am Ende musste ich trotzdem ordentlich Olivenöl und Tahina dazugeben, bis es nach etwas geschmeckt hat.
Hast Du ein Standard-Gericht, wenn Eltern oder Freunde zu Besuch kommen?
Derzeit: das Rote-Bete-Risotto.
Welchen jetzt-User oder -Redakteur möchtest Du als Kosmoskoch sehen?
christoph-koch – weil bei Christoph der Nachname tatsächlich Programm ist.
Daniel Erk hat gerade mit der Autorin Jessica Braun, der Illustratorin Rinah Lang sowie die Grafikerin Anette Beckmann das Kochmalbuch "Zusammen isst man seltener allein" herausgebracht.
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