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Mag ich Mag ich nicht

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27.11.2012 - 19:01 Uhr
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Eine breite Koalition deutscher Verlage, darunter auch der Süddeutsche Verlag, in dem die SZ erscheint, argumentieren dagegen, Google erwirtschafte Umsatz mit journalistischer Arbeit, ohne Einnahmen zu teilen.


Achja, verdient denn Google mit den Text-Snippets etwas. Ich sehe auf news.google.de keine Werbung selbst wenn man Begriffe wie Auto oder Computer eingibt. Das heißt, das ist ein vollkommen kostenloser Service, der Google direkt keinen Umsatz generiert.

Außerdem sollte man nicht unerwähnt lassen, was in Belgien passiert ist. Nach einer gewonnen Klage schmiss Google alle Verlage aus der Suche raus. Kurz drauf kamen alle wieder unterschrieben Unterlassungserklärungen und nun ist wieder alles beim Alten.

Google lehnt Lizensierungspflicht ab - Spiegel.de
Was das bedeutet, ließ sich im vergangenen Jahr in Belgien beobachten. Dort hatte die Verwertungsgesellschaft Copiepresse gegen Google geklagt, wegen Textanrissen in Google News. Das Unternehmen schmiss die belgische Presse daraufhin komplett aus der Websuche. Wenig später besannen sich die Verleger, nun ist alles wieder wie vorher.


Interessant nun ist, warum es in Deutschland nicht über eine Klage sondern über ein Gesetz läuft. Die Verlage können sich dann darauf rausreden, sie können nicht anders und es können auch nicht einzelne Verlage aus dem ganzen ausbrechen. Das heißt alle Verlage haben dann ein Problem am Hals, egal ob sie das wollen oder nicht. Und da viele Texte einfach per Copy and Paste von Presseagenturen übernommen werden, kann es selbst sein, dass der einzelne Verlag darüber gar nicht mehr entscheiden kann. Ich denke, dass sich da einige Verlage vor den Karren der Presseagenturen spannen lassen. Problematisch für die Verlage könnte sein, dass man ein Gesetz nicht so leicht rückgängig macht, wie das in Belgien geschah.

Und eine weitere Frage wird sein, wie man gewerblich noch über Verfehlungen berichten kann z.B. Bildblog.

Im Prinzip ist schon zu verstehen, warum die Google-Suche den Verlagen so ein Dorn im Auge ist. Der Leser erkennt so viel leichter, wie sich die Artikel ähneln und das oft nicht mehr als Copy and Paste dahinter steckt. Und natürlich schafft es bisher kein Verlag ein verbnünftiges Online-Geschäftsmodell auf die Reihe zu bringen. Dabei wäre das gar nicht so schlimm.

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Süddeutsche Zeitung

Dieser Text stammt aus der Süddeutschen Zeitung. Teste Deutschlands große Tageszeitung jetzt zwei Wochen kostenlos und unverbindlich: hier klicken!