Do. Don't. Doof
Wir haben einen Ort gesucht, an dem die geforderte Frauenquote schon heute übererfüllt ist. Und wir haben ihn gefunden: Frauenzeitschriften.
Diesen Text aus der Süddeutschen Zeitung kannst du hier leider nicht mehr lesen, er ist aber noch im Archiv der Süddeutschen Zeitung zu finden.- Rektoren mit Zündschnur vor 14 Std.
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Eh, ich stand neulich mal wieder ratlos im Zeitschriftenladen und das beste im Frauenregal - mit Abstand - war das L-Mag. Journalistische - inhaltliche - Qualität gibt es im Mainstream nicht. Ich habe mir dann eine Themen-Geo gekauft, die doppelt und dreifach so teuer war wie eine Frauenzeitschrift.
Schämt Ihr Euch nicht, Eure Arbeitskraft und Lebenszeit für solchen Schwachsinn zu verkaufen? Ich denke nicht, dass Ihr es jemals schafft, eine interessante und lesenswerte Zeitschrift zu machen.
Was mich bei der Lektüre ankotzt, ist dieses zelebrierte Pseudoemanzipiertheit: In einem Artikel dreht sich alles um "Die fiesen Figur-Attacken der Männer", im nächsten "So ticken Männer" - aber n-a-t-ü-r-l-i-c-h ist jeder Text die Anleitung für selbstbestimmtes und selbstsicheres Handeln - und das ist das Problem: Frauenzeitschriften sind deshalb (oft) grosser Mist, weil sie für irgendwelche angegrauten Probleme eine universelle Lösung liefern, die an Dummheit meistens nicht zu überbieten ist. Sagt ein Mann, dass du dick bist - dann ist das nur unanständig oder vielleicht wahr, aber sicher nicht eine verallgemeinerbare Reaktion auf einen höheren Lohn der Frau - und nicht alle Männer ticken gleich!
Aber so lange die Leserinnen und die Schreiberlinge ihr Frauenbild auf Lippenstift und ihr Männerbild auf Muskeln reduzieren wollen, so lange gibt es noch diesen Hochglanz-Mist am Kiosk zu kaufen.
das sind halt wohl jeweils so marktnischen für....tja...für wen eigentlich?
letztens jammerte auch eine ehemalige chefredakteurin über den druck, den junge mütter ausgesetzt sind, schnell wieder sexy, schlank und hübsch zu sein. und sie hat genau für die magazine gearbeitet - und deren ausrichtung nachweislich geprägt - die nichts anderes mehr zu machen scheinen, als frauen daraufhin unter die lupe zu nehmen und an den pranger zu stellen.
und solche aussagen:
"Es ist interessant zu lesen, wie andere Frauen ihr Leben gestalten, wenn man selber seine Lebensgestaltung hin und wieder hinterfragt." halte ich gerade von einer redakteurin für absurd. von den meisten geschichten ist der wahrheitsgehalt doch eher gering. es glaubt doch niemand, dass madonna nur mit pilates und viel wasser trinken so aussieht - von den ganzen hom stories mal abgesehen. wer sich daran orientiert kann doch nur am eigenen leben scheitern.
http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzei...
http://www.sueddeutsche.de/kultur/neues-...
http://missy-magazine.de/
francinefrancoise sagte:
das sind halt wohl jeweils so marktnischen für....tja...für wen eigentlich?
Damit man die Werbung für Handtaschen irgendwo platzieren kann? Für das Zahnarztwartezimmer?
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23.11.2012 - 22:09 Uhr
Safrangelb