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drolli
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Mag ich Mag ich nicht

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24.11.2012 - 17:19 Uhr
drolli

Schlechter Wissenschaftsjournalismus ueber Pseudowissenschaften und Esoterik macht mich immer depressiv.

Es waere interessant zu den tatsaechlichen Forschungen zum Thema etwas zu hoeren, anstelle Dinge die beim genauen Lesen des Textes als nicht validierte Unterschungen zu betrachten sind bei der Erlaeuterung der Funktionsweise als objektive Tatsachen hinzustellen.

mia_mia
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Mag ich Mag ich nicht

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25.11.2012 - 18:04 Uhr
mia_mia

Artikel sagte:
'Psychedelische Erlebnisse außerhalb der gewohnten Denkmuster', vermutet Buchner, können das Schaffen beflügeln. 'Und das in diesem Falle ganz legal und ohne Nebenwirkungen.'


Ja, ganz legal, ganz toll, und das ist ja ne ganz neue Entdeckung, dass psychedelische Erlebnisse psychisch kranken Menschen enorm helfen können. nicht.
Wie wäre es denn mal mit ein bisschen Einsicht und der Legalisierung von LSD und MDMA für die psycholytische Psychotherapie statt einer Lampe als Ersatz?
Aber nee, lieber Menschen in so ne bekloppte Lampe starren lassen, deren Funktionsfähigkeit noch nicht mal bewiesen ist, weil "ist ja legal".

@drolli:
du hast natürlich Recht, aber ich habe den Text eher als Interview verstanden denn als Wissenschaftsjournalismus.

drolli
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25.11.2012 - 19:35 Uhr
drolli

mia_mia sagte:
Artikel sagte:
'Psychedelische Erlebnisse außerhalb der gewohnten Denkmuster', vermutet Buchner, können das Schaffen beflügeln. 'Und das in diesem Falle ganz legal und ohne Nebenwirkungen.'


Ja, ganz legal, ganz toll, und das ist ja ne ganz neue Entdeckung, dass psychedelische Erlebnisse psychisch kranken Menschen enorm helfen können. nicht.
Wie wäre es denn mal mit ein bisschen Einsicht und der Legalisierung von LSD und MDMA für die psycholytische Psychotherapie statt einer Lampe als Ersatz?
Aber nee, lieber Menschen in so ne bekloppte Lampe starren lassen, deren Funktionsfähigkeit noch nicht mal bewiesen ist, weil "ist ja legal".


Es gibt zu diesem Thema durchaus ernsthafte Forschung. Siehe den ganze biofeedback hype in den 80ern. Leider offenbar mit auf der ebene negativen bis durchwachsenen Ergebnissen.

Der wohl kaum umstrittene teil ist daß Licht sehr direkt auf bestimmte regelmechanismen wird, ganz ohne psychodelischen Wahrnehmungen. Ich zum beispiel wache wesentlich einfacher und besser gelaunt auf wenn ich eine 5euro schaltuhr an meine nachtischlampe haenge und die ca. 30 minuten bis eine Stunde vor dem Wecker einschaltet.


@drolli:
du hast natürlich Recht, aber ich habe den Text eher als Interview verstanden denn als Wissenschaftsjournalismus.


Sogar ein Interview darf eine kritische Nachfrage enthalten. Und insbesondere bei einem Interview sollte der Interviewer kritische Punkte nicht in eigener Formulierung in grammatikalisch objektiver Form zum besten geben (etwas das ich auch immer in politischen Interviews als eine sinnlose anbiederung empfinde) . Die auessere Form ist auch nicht die eines Interviews. Eher die von Schleichwerbung.

mia_mia
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26.11.2012 - 14:52 Uhr
mia_mia

drolli sagte:
Der wohl kaum umstrittene teil ist daß Licht sehr direkt auf bestimmte regelmechanismen wird, ganz ohne psychodelischen Wahrnehmungen. Ich zum beispiel wache wesentlich einfacher und besser gelaunt auf wenn ich eine 5euro schaltuhr an meine nachtischlampe haenge und die ca. 30 minuten bis eine Stunde vor dem Wecker einschaltet.


Ja, das sind aber soweit ich weiß zwei verschiedene paar Schuhe. Licht in bestimmten Frequenzbereichen kann die Produktion von Hormonen wie Melatonin beeinflussen, weshalb diese Lichtwecker es einem auch erleichtern morgens aus dem Bett zu kommen oder auch Winterdepressionen teilweise mit Licht behandelt werden.

Hier geht es aber um die Simulation psychedelischer Erlebnisse, die einen großen Effekt auf die Heilung verschiedener psychischer Erkrankungen haben können.
Geeignet dafür (psycholytische Psychotherapie) ist eben unter anderem LSD (siehe dazu auch die Forschungen von Grasser in der Schweiz, m.W. dem einzigen Land, in dem mit LSD geforscht werden darf) und es ist eben lächerlich, die Effekte von psycholytischer Psychotherapie mithilfe von psychedelischen Medikamenten (oder Drogen, je nach Standpunkt) mit den Effekten ersetzen zu wollen, die so eine Lampe hervorruft.
Die positiven Effekte psychedelischer Erfahrungen sind längst bekannt, die Erfolge sprechen für sich. Aber der Interviewte ruht sich auf den Forschungserfolgen anderer aus und hat einfach eine faule Alternative zu "richtigen Medikamenten" geschaffen, welche hier hochgepriesen wird.
Das regt mich auf.

(...)Die auessere Form ist auch nicht die eines Interviews. Eher die von Schleichwerbung.


Ja, so ist es.

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Mag ich Mag ich nicht

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26.11.2012 - 14:55 Uhr
mia_mia

Ups, der Mann heisst Gasser, nicht Grasser.

Sinus314AB
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26.11.2012 - 16:07 Uhr
Sinus314AB

Probiats es, dann spiats es.
Oder eben nicht. : )

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