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the_6th_sense
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Mag ich Mag ich nicht

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21.11.2012 - 11:46 Uhr
the_6th_sense

auch wenn das ein ganz guter versuch ist dagegen anzuschreiben, ich sehe das hipstertum schon als ein generationsphänomen, sich aus der pflicht, standpunkte zu beziehen zurückzuziehen. ist manchmal verständlich, aber auch schade. ob das dann ironie-ironie ist oder komplexe ironie bewirkt meiner meinung nach nicht den entscheidenden unterschied.

chrinamu
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Mag ich Mag ich nicht

1

21.11.2012 - 11:54 Uhr
chrinamu

Ich mag Ironie. Allerdings dachte ich immer, dass Hipster nicht ironisch sind, sondern einfach hip sein wollen. Und wenn man ironisch nur deshalb ist, weil es gerade so in ist, dann ist man halt gerade nicht ironisch...

menschmaschine
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Mag ich Mag ich nicht

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23.11.2012 - 12:28 Uhr
menschmaschine

Wenn man etwas mag, aber auch über die Nachteile dieser Vorliebe Bescheid weiß, ist das doch keine Ironie, sondern eine gesunde, rationale, kritische Position die auf die Fähigkeit hinweist, zwischen Liebe und Hass noch auf ein paar Schattierungen zurückgreifen zu können. Woher diese substanzlose Behauptung kommt, der Hipster würde Justin Bieber irgendwie doch mögen, verstehe ich sowieso nicht. Gerade das Ironische, das ironische Hören von belächelter Musik, das ironische Zitat verschiedener Modestile, das Mountain-Three-Wolves-Moon-T-Shirt, schon allein der ironische Umgang mit dem Hipsterklischee, dem man als Hipster mehr oder weniger entspricht - gerade das Ironische ist doch ein wesentlicher Bestandteil dessen, was den Hipster ausmacht. Und ja, genau das führt letztendlich zu einer Plan- und Positionslosigkeit, weil man einerseits jeden Schmarrn mitmachen kann, "weil es ja nur ironisch ist", andererseits aber gerade diese Ironie die ernsthafte Auseinandersetzung mit komplexen Thematiken verdrängt. Politische, kulturelle und soziale Standpunkte bleiben dann nur auf der Strecke. Dazu ein Zitat aus dem Text von Wampole:

"Irony is the most self-defensive mode, as it allows a person to dodge responsibility for his or her choices, aesthetic and otherwise. To live ironically is to hide in public. It is flagrantly indirect, a form of subterfuge, which means etymologically to “secretly flee” (subter + fuge). Somehow, directness has become unbearable to us."

shafty
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Mag ich Mag ich nicht

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23.11.2012 - 16:40 Uhr
shafty

schwach finde ich irgendwie, dass die ironie ja meistens so extrem zahm ist.
justin bieber? für'n arsch. dieter bohlen,DAS würde eier erfordern.
oder ein schönes american apparell shirt mit extra tiefem v-ausschnitt mit einem trendigen "I ♥ Josef Goebbels" in neon.

so sind das ja immer nur so sachen, die nicht WIRKLICH scheisse sind, sondern nur so'n bisschen.
also liebe hipster: da geht noch mehr!

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lars-weisbrod

ist jetzt-Mitarbeiter.

Trivial-Pursuit-Jugend Westerwald / Baby Baby Baby