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lea2
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Mag ich Mag ich nicht

0

22.11.2012 - 21:13 Uhr
lea2

gerne gelesen.
interessanterweise hatte ich als jugendliche auf dem land mehr freunde mit migrationshintergrund, als jetzt in der stadt.

Begunje62
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Mag ich Mag ich nicht

4

22.11.2012 - 21:59 Uhr
Begunje62

Das interessante an der Sache ist doch, dass die familiären Verhältnisse der beiden doch sehr unterschiedlich waren und eigentlich genau wie bei den deutschen ohne Migrationshintergrund die deren Eltern einen höheren Bildungsstatus hatte "mehr" erreicht hat.
Ich denke, dass wirklich hier das grösste Problem lieg: man muss Kinder fördern, ohne auf die Bildung der Eltern zu bauen- vor allem Kinder, deren Eltern zu Hause nicht so viel helfen können, brauchen in der Schule eben noch mehr Unterstützung. Ganz egal ob sie nun seit 1, 2, 5 oder 19 Generationen in Deutschland leben. Und noch etwas, was ich als Kind sehr deutlich zu spüren bekam (meine Mutter ist französischsprachige Schweizerin und spricht Deutsch mit starkem Akzent und hat mit mir nur Französisch gesprochen): mehrere Sprachen zu sprechen ist ein grosser SCHATZ. Egal welche es sind. Natürlich ist es wichtig, dass Kinder in Deutschland deutsch beherrschen. Aber das bedeutet ja nicht, dass man nicht auch noch andere Sprachen sprechen darf oder sogar sollte! Es ist ja nicht so, dass eine andere Sprache das Deutsche "cancelt"... in einem Kinderhirn können mehrere Sprachen ohne Probleme friedlich koexistieren ohne jeglichen Schaden für die eine oder andere! Doch wie oft musste meine Mutter sich anhören, dass es für uns Kinder nicht gut ist, wenn wir 2 Sprachen sprechen, dass wir im Deutschunterricht Probleme haben werden etc....
Mittlerweile bin ich eine Deutsche im Ausland, auf dem Land, spreche Deutsch mit meinen Kindern und kann sehr gut nachvollziehen, wie sich Migranten fühlen- ich bin ja auch eine. Und ich bin immer wieder überrascht, wie positiv und neugierig die Leute hier auf mich und meine Familie reagieren und es freut mich, dass meine Gegenwart als Bereicherung und nicht als lästig empfunden wird. Ich hatte da als Kind in Bayern andere Erfahrungen gemacht.

Hoppla, das war nun ein bisschen länger als geplant... wen meine Erfahrungen interessieren, kann mich gerne kontaktieren ohne dass ich hier noch länger palavere ;)

chrinamu
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Mag ich Mag ich nicht

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23.11.2012 - 13:41 Uhr
chrinamu

Spannender Text! Und ich stimme @Begunje62 zu, die sozialen Ausgangspositionen der beiden sind extrem unterschiedlich.

Ich selber bin in einer hessischen Kleinstadt aufgewachsen, und auf meiner Gesamtschule gab es bis zum 10. Schuljahr wirklich sehr viele Migranten (oder Kinder solcher): Türken, Russlanddeutsche und Russen, Polen, eine Vietnamesin, einen Chinesen, Italiener, Griechen, Südamerikaner...

Bis zum Abi haben es in meinem Jahrgang dann eine Griechin, eine Pakistanerin, eine Chilenin, zwei Russlanddeutsche und zwei Polen geschafft. (immerhin fast 10 % des Jahrgangs). Und die waren fast alle sehr gut integriert, wobei ich denke, dass das auf dem Land nur geht, wenn die Kinder schon von klein auf gut Deutsch können, denn mit Förderung / Sprachunterricht war da nicht viel. In der 5. Klasse kam eine Russin zu uns, die kaum ein Wort Deutsch verstand, und alles, was für sie getan wurde, war, dass unsere Lehrerin sie neben mich gesetzt hat (ich hatte gute Noten in Deutsch), damit ich ihr "was erkläre". Da ich mit 11 etwas überfordert war damit, hab ich sie immer meine Hausaufgaben abschreiben lassen und das wars. Soweit ich weiß, hat sie dann gerade so den hauptschulabschluss geschafft. Wenn man da mal mehr gemacht hätte...

suburbankid
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Mag ich Mag ich nicht

4

23.11.2012 - 17:12 Uhr
suburbankid

Anfang des Jahres zieht sie nach Zürich zu ihrem neuen Freund, sucht monatelang eine Wohnung. Sie fragt sich, ob es auch an ihrem Namen liegt.


Nein, das liegt an Zürich - da sucht auch Heidi Bünzli monatelang eine Wohnung.

francinefrancoise
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Mag ich Mag ich nicht

1

23.11.2012 - 19:11 Uhr
francinefrancoise

die schweiz ist ein sonderfall. und zürich innerhalb der schweiz nochmal ein sonderfall.

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