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soylentyellow
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Mag ich Mag ich nicht

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12.11.2012 - 20:57 Uhr
soylentyellow

Im Nachhinein hätte ICH das duale BWL Studium bei Siemens genommen.

heidelbaerin
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Mag ich Mag ich nicht

-1

13.11.2012 - 20:08 Uhr
heidelbaerin

Ich wundere mich immer wieder über Leute, welche die DDR als Staat "abzulehnen begonnen" haben, aber dann doch in akademischen Berufen auf Lebenszeit versorgt wurden. Fast bekommt man den Eindruck, die Diktatur sei gar keine so schlimme gewesen. Ich kenne aus meinem Familienkreis zig Leute, die nur wegen Verdacht auf Ablehnung des Systems keine Chance auf ein Studium hatten und in der Schwerindustrie landeten.

Es stimmt aber, dass früher konzentrierter gearbeitet wurde, aber da sind nicht nur die neuen Medien schuld. Ein Zweijahresvertrag bedeutet eben, dass man spätestens nach einem Jahr Anträge auf Verlängerung des Projektes schreiben kann oder sonst langsam nach einer neuen Stelle Ausschau halten muss. Das ist der Konzentration nicht zuträglich.

pitz
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14.11.2012 - 19:56 Uhr
pitz

heidelbaerin sagte:
Ich wundere mich immer wieder über Leute, welche die DDR als Staat "abzulehnen begonnen" haben, aber dann doch in akademischen Berufen auf Lebenszeit versorgt wurden. Fast bekommt man den Eindruck, die Diktatur sei gar keine so schlimme gewesen. Ich kenne aus meinem Familienkreis zig Leute, die nur wegen Verdacht auf Ablehnung des Systems keine Chance auf ein Studium hatten und in der Schwerindustrie landeten.

Was genau willst Du damit sagen? Ich kenne auch Leute, die aus politischen Gründen zum Studium einfach nicht zugelassen wurden. Wenn sie die Chance bekommen hätten, wären sie aber bestimmt auch gerne an die Uni gegangen und vielleicht auch geblieben. Ist das so'n Widerspruch, dass Akademiker den DDR-Staat kritisch sahen?

heidelbaerin
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14.11.2012 - 21:29 Uhr
heidelbaerin

pitz sagte:
Was genau willst Du damit sagen? Ich kenne auch Leute, die aus politischen Gründen zum Studium einfach nicht zugelassen wurden. Wenn sie die Chance bekommen hätten, wären sie aber bestimmt auch gerne an die Uni gegangen und vielleicht auch geblieben. Ist das so'n Widerspruch, dass Akademiker den DDR-Staat kritisch sahen?


Ja, es ist ein Widerspruch. Mit einer Kritik am System hat man sich karrieretechnisch sofort kalt gestellt. Das musste keine Kritik im Sinn von: Dieses Kommunistensystem ist kacke! sein, sondern nur eine subtile Anmerkung. Oder nur Studenten die jemanden verpfiffen haben, dass man angeblich was kritisiert habe. Egal ob es um Zulassung zum Studium ging oder um eine Stelle. Selbst wenn man die Stelle auf Lebenszeit bereits besetzt hatte, jederzeit konnte man aus politischen gründen unmittelbar aus dem Büro geworfen werden. Die Leute wurden schon stramm auf die Linie getrimmt, was anderes gibt es nicht. Mich befremdet dann immer wieder, wie Bürger der früheren DDR sich über Jahrzehnte in einer bequemen Position an einer Uni gehalten haben und im Nachhinein betonen, wie sie das System doch kritisch gesehen hätten.

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14.11.2012 - 21:35 Uhr
heidelbaerin

Ich will Frau Schröter überhaupt nichts unterstellen. Ich kenne sie und ihr Umfeld nicht. Aber als Mitarbeiter an der Uni war man in der DDR eben privilegiert. Jetzt im Nachhinein zu sagen, man hätte das kritisch gesehen und vor Freude geweint als der Staat aufgelöst wurde, ja, entweder ist es übertrieben oder man war ein Wendehals.

Ich konnte mich mit zahlreichen DDR-Akademikerbiographien beschäftigen. Ein kleiner Mucks, ein kleiner Verdacht und weg war man da. Im besten Fall die paar Habseligkeiten in einer Kiste vor dem Büro gelagert, im schlimmsten Fall nette Gespräche mit ebenso netten Herren. Ein Dozent im Alter von Frau Schröter hat es einfach mal ehrlich gesagt: Ich habe mich mit dem System einfach arrangiert. Ist das nicht ehrlicher?

alces
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2

14.11.2012 - 21:50 Uhr
alces

Ich würde lieber über die markante, aber sehr gefällig proportionierte und anscheinend erbliche Nase sprechen.

TanzteeU65
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14.11.2012 - 22:01 Uhr
TanzteeU65

alces sagte:
Ich würde lieber über die markante, aber sehr gefällig proportionierte und anscheinend erbliche Nase sprechen.


Also die Dame hinten ist ja ziemlich hübsch, nicht schlecht Herr Specht. Sind die Haare aber von Natur aus so dunkel oder färbt sie diese so?

Bangshou
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1

14.11.2012 - 22:03 Uhr
Bangshou

alces sagte:
Ich würde lieber über die markante, aber sehr gefällig proportionierte und anscheinend erbliche Nase sprechen.


Ist das eine griechische Nase?
(Kenn mich da noch nicht so gut aus)

TanzteeU65
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14.11.2012 - 22:12 Uhr
TanzteeU65

Bangshou sagte:
Ist das eine griechische Nase?


Da bin ich auch nicht so der Experte. Aber Friederike ist ein schöner Name, heute leider sehr selten geworden.

izzy_bizzy
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15.11.2012 - 06:36 Uhr
izzy_bizzy

heidelbaerin sagte:
Ich will Frau Schröter überhaupt nichts unterstellen. Ich kenne sie und ihr Umfeld nicht. Aber als Mitarbeiter an der Uni war man in der DDR eben privilegiert.


Ei ja, man hat aber eben auch nicht so gut verdient, wie jemand, der kein akademiker war, das sollte man nicht vergessen.

So glücklich ich darüber bin, dass ihr so lebt, wie ihr lebt — dass ihr reisen könnt, frei euren Beruf wählen könnt, all das, was wir nicht hatten —, aber um dieses Gehetzte, um dieses Getriebensein beneide ich euch nicht.


Vor allem: das man in diesem Land eben auch sehr schnell mal "nicht gebraucht" wird und man am Rand der Gesellschaft steht.

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