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octopussy
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Mag ich Mag ich nicht

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14.11.2012 - 08:39 Uhr
octopussy

@shafty

okayyyyyy. Wenn das bei Generation Y wirklich so ist mit einer hohen Anspruchshaltung gegenüber dem Arbeitgeber, dann finde ich es nicht gut.
Ich dachte vielleicht etwas fehl - und bin mehr von Generation X ausgegangen, die schon mehr als 10 Jahre Berufserfahrung hat und schon gerackert hat, Kündigungen und Jobsuchen mitgemacht hat und jetzt halt versucht, einen entspannteren Alltag zu haben.

Doch woher diese Anspruchshaltung? Durch die Erziehung?

SThree_GmbH
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Mag ich Mag ich nicht

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16.11.2012 - 15:13 Uhr
SThree_GmbH

Welche Maßnahmen müssen Unternehmen durchführen, um für die Generation Y trotzdem „Employer of Choice“ zu sein? Hierzu gibt es mehrere Bereiche, die gleichermaßen, oder in ausgewogener Relation zueinander beachtet werden sollten:

Zum einen sollten Unternehmen durch flexible Arbeitszeitenregelungen und ein abwechslungsreiches Aufgabenfeld die Arbeitsmotivation der Mitarbeiter kontinuierlich halten und steigern. Ypsiloner möchten selbstbestimmt arbeiten und streuben sich gegen zu viel Kontrolle von Seiten des Arbeitgebers. Zum glücklichen Arbeiten brauchen sie das Gefühl, dass Ihnen Vertrauen entgegen gebracht wird und dass ihre Work-Life-Balance auch durch den Arbeitgeber akzeptiert und gefördert wird. Hinzu kommt, dass viele es aus ihrem Studium gewohnt sind, die Freiheit zu genießen ihren Tagesablauf weitestgehend selbst zu bestimmen. Im Leben eines Ypsiloners geht es prinzipiell wenig um Grenzen als viel mehr um persönliche Freiheit und individuelle Entscheidungsgewalt. Darüber hinaus ist die Generation Y es gewohnt, viele Möglichkeiten zu haben und kennt Langeweile kaum. Sie trainieren von klein auf ihre Fähigkeit mehrere Dinge gleichzeitig zu tun und eine ganze Flut von Informationen simultan zu verarbeiten. Daher kann es sich heutzutage kein Arbeitgeber mehr leisten, seine Mitarbeiter mit monotonen Tätigkeiten über einen längeren Zeitraum zu beschäftigen. In direktem Zusammenhang dazu steht das Bedürfnis der Digital Natives immer Neues zu lernen und niemals auf dem selben Wissens- und erfahrungsstand zu bleiben. Daher fühlt ein Ypsiloner sich gewertschätzt und individuell gefördert, wenn Trainingsmaßnahmen und Weiterbildungen ganz persönlich auf ihn abgestimmt sind. Auch die Möglichkeit, “Extrawürste“ zu bekommen, empfindet ein Digital Native als besondere Rücksicht auf seine Person. Damit zeigt der Arbeitgeber dem Mitarbeiter gegenüber eine gewisse Loyalität, die der Ypsiloner dann liebend gern zurück gibt.
Eine ebenso große Rücksichtnahme auf den Mitarbeiter als Individuum zeigt ein Unternehmen, wenn es die Work-Life-Balance durch Incentives fördert, indem es beispielsweise freie Abende mit Opernbesuch oder Wochenendtrips ermöglicht. Damit erkennt der Arbeitgeber besondere Leistungen des Mitarbeiters an und berücksichtigt gleichzeitig die Tatsache, dass dieser als Individuum ein Privatleben führt, das im direkten Zusammenhang mit seiner Leistung im Unternehmen steht. Nicht umsonst werden die Ypsiloner auch als „Trophy Kids“ bezeichnet. Anerkennung und Belohnung spornt sie zu Höchstleistungen an. Auch spezielle Arbeitszeitmodelle für Mitarbeiter, die sich für eine Promotion oder einen MBA entscheiden, stehen bei Ypsilonern ganz hoch im Kurs. Wer die persönliche Weiterentwicklung des Mitarbeiters aus der Generation Y behindert, hat nur kurz Freude an diesem, denn die individuelle Gestaltung des eigenen Lebens und Werdegangs ist für Ypsiloner ebenso wichtig, wie die Möglichkeit, alle Chancen, die sich bieten, zumindest in der Theorie nutzen zu können. Der Ypsiloner wird nicht akzeptieren, sich von seinem Arbeitgeber Entwicklungsmöglichkeiten verwehren zu lassen. Vor allem, weil er gelernt hat, dass ihm grundsätzlich immer alle Türen offen stehen und er am liebsten Job und persönliche Weiterentwicklung gleichzeitig haben möchte. Ypsiloner wollen aber ebenfalls einen eigenen Beitrag in der Gesellschaft leisten. Ihre Arbeit soll eine persönliche Bereicherung für sie sein. Sie möchten nicht nur ausführen, sondern möchten verstehen, wofür sie etwas tun. Um dem Mitarbeiter zusätzlich das Gefühl zu geben, seine Arbeit hat einen größeren Sinn und bewirkt etwas, sollten Unternehmen ihre Mitarbeiter beispielsweise in Corporate Social Responsibility Maßnahmen einbinden. Damit stärkt man seine eigene Arbeitgeberattraktivität und sorgt gleichzeitig dafür, dass der Ypsiloner seinen persönlichen Beitrag in der Gesellschaft leisten kann.
Wichtig ist außerdem, dass Unternehmen familienfreundlich sind und das Privatleben der Mitarbeiter anerkennen und unterstützen. Dies ist zum Beispiel möglich durch das Sponsoring von Kita-Plätzen, wie es einige der größeren Unternehmen bereits tun, oder auch attraktive Eltern- und Teilzeitmodelle durch Jobsharing oder ähnliche Varianten.

***Die Wichtigkeit der Generation Y am Arbeitsmarkt kann derzeit nicht genug betont werden. Diese Bevölkerungsgruppe hat die Macht des demographischen Wandels im Rücken und es wird essentiell für jeden Arbeitgeber sein, sich auf die Bedürfnisse der Ypsiloner einzustellen und auch die eigene Strategie und Organisationsstruktur in diesem Licht neu zu betrachten und auszulegen. Eine starke Employer Brand wird in Zukunft einer der wichtigsten Wettbewerbsfaktoren sein und sollte im Zuge des Fachkräftemangels nicht unterschätzt oder vernächlässigt werden.***

TrophyKidManager
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Mag ich Mag ich nicht

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07.12.2012 - 13:10 Uhr
TrophyKidManager

Es gibt von Leo Cullum aber auch einen Cartoon als passende Antwort und Denkanstoß an die Work-life-balance-Maximierer:
"I pretty much come and go as I please, since I'm unemployed."

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