Hut auf!
Hast du schon eine Kopfbedeckung für den Winter? Wir sagen dir, was jetzt im Mützenregal blüht - und welche Haltungen du da mitkaufst, ob du es nun willst oder nicht. Eine Typologie

Das Cashmere-Beanie
Cashmere-Beanies sind ja mittlerweile so etwas wie die Chucks der Kopfbedeckungen. Das perfekte Beanie sitzt im Grunde wie eine Bademütze mit Stauraum nach hinten. Ihr Geheimnis: Das tierbabyweiche Material stattet sie mit einer irgendwie interessanten Kompaktlässigkeit aus. Richtig echt ist sie nur, wenn sie in einem gewissen skandinavischen Puristenladen gekauft wurde. Außerdem ist sie einer der wenigen Gründe, warum Jungs plötzlich gern mit in die Frauenabteilung kommen.
Was will man uns mit dieser Kopfbedeckung sagen? Eigentlich stehen mir Mützen ja gar nicht ...
Das sagt man in Wahrheit: ...aber mit der hier fühl' mich irgendwie so lässig-cool-chic wie sonst nur so Models nach der Show.
Wie kam es zum Kauf? Fand vermutlich nicht zum ersten Mal statt, denn das zarte Cashmere-Beanie leiert durch das unverhältnismäßig häufige Tragen (siehe unten) gern aus. Oder wird vom Partner geklaut. An der Kasse murmelte man seiner Shoppingbegleitung zu: „Haben ja jetzt mittlerweile echt alle, finde die aber trotzdem noch superschön und halt soooo weichhhhh!". Unbedingt wird hinterhergeschoben: „Nur, weil die gemerkt haben, dass die so gut gehen, hätten sie die halt nicht noch mal zehn Euro teurer als im letzten Jahr machen müssen, aber auch egal".
Das trägt man gern zu ihr: Das ist es ja: Alles! Immer! Das zarte Cashmere-Beanie ist nicht einfach eine Mütze, sie ist ein so genanntes, äh, Key Piece, das im Büro, auf der Party, beim Frühstück und auch bis weit in den Sommer hinein funktioniert.
Darauf freut man sich im Winter: Winter ist schon okay, muss man sich einfach so gemütlich wie möglich einrichten. Blöd ist halt, dass er sich dann gegen Ende doch immer so lange hinzieht.
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