Tuttifrutti
Seit Wochen sind in München wegen der Feierbanane alle furchtbar aufgeregt. All die anderen Münchner Früchtchen bekommen deshalb nicht die Aufmerksamkeit, die sie verdienen. Ein Blick in den Städtischen Obstkorb
Man muss über keine besondere Expertise für das Münchner Nachtleben verfügen, um die Feierbanane korrekt zu orten. So viel ist in den vergangenen Wochen über sie gesprochen und geschrieben worden, dass man dafür nicht einmal auf der Ausgehmeile an der Sonnenstraße unterwegs gewesen sein muss! Bei manchen Clubs wie dem Harry Klein (2) oder der Roten Sonne (1) ist das zu bedauern, bei anderen Etablissements wie dem 8 Seasons (4) oder der Milchbar (3) bilde sich jeder eine eigene Meinung. Jenseits der Feierbanane haben allerdings auch noch einige andere Früchte aus dem Münchner Obstkorb Aufmerksamkeit verdient:Da wäre zum ersten der Stadtbummel-Apfel für Menschen, die sich nicht mehr auf der Feierbanane herumtreiben: Startpunkt am Samstagvormittag ist natürlich der Marienplatz (1). Zunächst geht es zum Geld abheben zur Sparkasse (2), bevor sich auf der Kaufinger Straße (5) dem Shopping-Rausch hingegeben wird. Anschließend sind Variationen möglich: auf dem Viktualienmarkt (3) entlangschlendern, neidisch die Besserverdiener beim Fünf-Höfe-Shopping (6) begaffen, im Stadtcafé (4) entspannen oder endlich mal bei Dallmayr (7) Kaffee kaufen und wie im Werbespot fühlen. Glockenback-Gentrifizierer bewegen sich bevorzugt auf dem Gebiet der Café-Zitrone, zwischen München 72 (1), Niederlassung (6), Baader-Café (2), Trachtenvogl (3), Café am Hochhaus (5) und natürlich: Aroma Bar (4). Entgegen anders lautender Gerüchte sind die Gentrifizierer auch ohne Latte Macchiato anzutreffen. Kulturbeflissene tanken ihre täglichen zwei Portionen Bildungsobst auf der Museen-Melone zwischen Haus der Kunst (1), Hypo-Kunsthalle (4), Pinakotheken (3) und dem Museum Brandhorst (2). Zum noch recht jungen Semester sei auch auf den Uni-Birnenschnitz hingewiesen, das bevorzugte Biotop der Münchner Studenten. Eigentlich sollten diese sich vor allem in der LMU (2) oder der Stabi (1) bewegen, doch trifft man sie auch offen prokrastinierend im Schall und Rauch (5) oder verdeckt (erstmal kopieren...) in Copy-Shops wie der Kopierfabrik (4). Essen nehmen die Nachwuchsakademiker murrend im Schweinchenbau ein (3). Auch Zeitgeist-Phänomene finden ihren Platz im Obstkorb, der Hypertrend Öko-Lifestyle resultierte in der Bio-Kirsche im LOHAS-Viertel Haidhausen: All die nachhaltigen Produkte bekommt man dort wahlweise im Bio-Supermarkt (4), im Reformhaus (1), beim Öko-Bäcker (6), im Naturkostladen (2), von glücklichen Tieren (3) oder als Bio-Fast-Food (5). Ohne die traditionelle Boazn-Kultur schließlich wären die Münchner Früchte nicht komplett. Die Boazn-Erdbeere befindet sich in Giesing. Freunde von Bier und Herrengedeck bewegen sich zwischen Maibaumstüberl (1), Giasinga Schlümpfe (5), Sportsbar (2), Down Town (3) und dem Bar No. 1 Bistro (4).
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goetheplatz und poccistr sind also inzwischen neben dem nymphenburger schluss? und das uni viertel erstreckt sich also quer über den rangierbahnhof im münchner nordwesten?
gott wo habt ihr diese karte nur her??
feux sagte:
oh gott diese karte.... erstmal 10mins gerätselt ob ich tatsächlich schon so lang in berlin bin, dass ich muc nicht mehr erkenne.goetheplatz und poccistr sind also inzwischen neben dem nymphenburger schluss? und das uni viertel erstreckt sich also quer über den rangierbahnhof im münchner nordwesten?gott wo habt ihr diese karte nur her??
Grrmpf sagte:
Chchch. Boazn-Tour durch Nymphenburg könnte interessant werden.
Und ich hatte mich schon gefreut, dass durch unerklärliche Verschiebungen im Raum-Zeit-Zusammenhang Brachflächen und damit Bauland in Giesing entstanden sind.
hehehe.
vielen Dank für eure Hinweise und entschuldigung für die Verwirrung. Der Fehler ist inzwischen korrigiert, leider haben wir irgendwie vergessen Bescheid zu geben.
Viele Grüße aus der jetzt.de-Redaktion!










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07.11.2012 - 23:27 Uhr
anna_lyse