Ich meinte das ironisch!
Eine Autorin des New York Magazine hat einen Beitrag über "Hipster Sexism" und damit über den ironisch gemeinten Seximus geschrieben. Die Frage ist: Darf man politisch inkorrekt oder respektlos sein, wenn man es nicht ernst meint? Und wenn ja, wie weit darf man gehen?
Unter guten Freunden kann man eigentlich fast jeden Witz machen, egal, wie gemein er ist. Denn Freunde kennen einen und werden verstehen, wie man das meinte. Nämlich als Witz. Lustig. Ironisch. Ganz und gar nicht ernst. Vielleicht sogar kritisch, verpackt in einer Humorhülle. Manche Witze macht man darum auch nur in dieser geschützten Blase und würde es nicht wagen, sie irgendwo draußen, unter Fremden, auszusprechen.
Was man sagen und zeigen darf und was nicht, damit beschäftigte sich in der vergangenen Woche auch ein Beitrag des New York Magazine. Ausgehend von Lena Dunhams Wahlwerbespot für Barack Obama, in dem sie die erste Wahl mit der Entjungferung eines Mädchens gleichsetzt, brachte die Autorin Alissa Quart den Begriff vom „Hipster Sexism" auf. Hipster Sexism sei, ähnlich dem im Frühjahr diskutierten „Hipster Racism", eine ironische Form des Sexismus, bei dem man die Frau augenzwinkernd auf den Körper und die Sexualität reduziert und so zeigt, dass man drübersteht, über dem ernsthaften, längst nicht ausgerotteten Sexismus. Ein paar Beispiele: Bilder leicht bekleideter Frauen im Retro-Stil wie auf dem Oktober-Cover des amerikanischen Playboy; die maßlos übertrieben inszenierten Fotos von Terry Richardson (dem allerdings schon echter Sexismus und Übegriffe auf seine Models vorgeworfen wurden); oder das „Sorry Feminists"-Meme. Die Autorin nennt auch ein Beispiel aus dem Alltag, in dem sich zwei Partner gegenseitig „Bitch" nennen – und das zärtlich meinen.
Alissa Quart hält den Dunham-Spot für gelungenen Hipster Sexism. Aber sie stellt auch die Frage, ob die Gesellschaft schon so weit ist, diese Form des ironischen Sexismus zu verstehen. Und ob er nicht in manchen Fällen schlecht umgesetzt wird und dann einfach nur den klassischen Sexismus ersetzt, ohne es besser zu machen und eine kritische Botschaft zu senden.
Wie stehst du zu politisch inkorrekten Aussagen und Darstellungen, wenn sie nicht ernst oder ironisch gemeint sind? Darf man das oder nicht? Oder darf man es nur in bestimmten Kreisen und Momenten, in anderen wiederum nicht? Glaubst du, dass man damit etwas erreichen kann oder riskiert man, nicht verstanden zu werden und alles nur noch schlimmer zu machen?
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was man im freundeskreis, in einer kleinen gruppe sagt, hat wenig öffentlichkeits wirkung.. aber auch da sollte man aufpassen, was man wie sagt, da kann man aber auch mal übern strang schlagen... die freunden werden schon wissen, wie mans meint. hoffentlich.
sobald es die große öffentlichkeit mitbekommt, sollte man vll. lieber doch noch mal drüber nachdenken, wie es wirkt und was es bewirken könnte.
es bekommen ja doch dann auch viele mit, die nicht wissen, wies gemeint ist und sich in ihren eigenen, verachtenden ansichten bestärkt fühlen.
ironie wird gerade zur pauschalrechtfertigung für alles, oder? komische klamotten und frisuren, schlechte mucke, fips-asmussen-humor.... kann man alles machen, natürlich so voll-rionisch-distanziert und so.
addictedToSleep sagte:
sobald es die große öffentlichkeit mitbekommt, sollte man vll. lieber doch noch mal drüber nachdenken, wie es wirkt und was es bewirken könnte.
es bekommen ja doch dann auch viele mit, die nicht wissen, wies gemeint ist und sich in ihren eigenen, verachtenden ansichten bestärkt fühlen.
da bin ich ganz deiner Meinung.
Guten Morgen.
ich hab irgendwie zu viel gekocht, ich und die kaffeemaschine sind keine freunde.
aber weil letztens keine pads da waren und es beim bäcker sonntags nur frisch gemahlene bohnen gab, müssen die jetzt weg.
moah..zwischen 13 und 15 uhr kommen hier heute die heizungsthermekontroll menschen.. der halbe tag am arsch deswegen.
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06.11.2012 - 08:23 Uhr
Nick_ko
*holt sich nen Kaffee*