Neue Texte zum Label 'Erwachsenwerden':
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wollmops
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Mag ich Mag ich nicht

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31.10.2012 - 16:44 Uhr
wollmops

MojoMenges2 sagte:
Kann man in Bezug auf ein verlorenes Elternteil eine Normalität herstellen? Gar etwas Positives aufbauen, oder muss man sich letzendlich arrangieren?

Arrangieren muss man sich sicher immer. Das heisst aber nicht, dass etwas Positives nicht möglich wäre. Und ich bin schon der Meinung, dass das auch wichtig ist, sofern irgendwie zu erreichen.

MojoMenges2
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Mag ich Mag ich nicht

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31.10.2012 - 16:59 Uhr
MojoMenges2

wollmops sagte:

Arrangieren muss man sich sicher immer. Das heisst aber nicht, dass etwas Positives nicht möglich wäre. Und ich bin schon der Meinung, dass das auch wichtig ist, sofern irgendwie zu erreichen.


Das Positive, was könnte das sein? Tatsächlich Liebe? Freundschaft? Innerer Frieden?

Und was ist mit der Frage nach dem "Warum", also der Schuldfrage? Sie ist ja eigentlich nebensächlich (ändert ja nix), aber ist sie nicht vielleicht einer der stärksten Antriebe? Zumindest für ein Kind, das der Situation - ohne Eltern/Vater/Mutter aufzuwachsen - einfach ausgeliefert war.

wollmops
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31.10.2012 - 17:00 Uhr
wollmops

MojoMenges2 sagte:
Das Positive, was könnte das sein? Tatsächlich Liebe? Freundschaft? Innerer Frieden?

Ja, warum nicht? und mehr erfahren über die eigene Identität.

Und was ist mit der Frage nach dem "Warum", also der Schuldfrage? Sie ist ja eigentlich nebensächlich (ändert ja nix), aber ist sie nicht vielleicht einer der stärksten Antriebe? Zumindest für ein Kind, das der Situation - ohne Eltern/Vater/Mutter aufzuwachsen - einfach ausgeliefert war.

och, das wird irgendwann obsolet. Ist doch sowieso nie irgendjemand an irgendwas schuld, dieses Eindimensionale kickt man doch irgendwann in die Tonne.

MojoMenges2
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31.10.2012 - 17:30 Uhr
MojoMenges2

wollmops sagte:

Ja, warum nicht? und mehr erfahren über die eigene Identität.


Identität ist für alle (denkenden und fühlenden) Menschen ein Thema. Auch für die, die wohl behütet aufgewachsen sind ...... wobei es ihnen genauso um Emanzipation von ihrer Vergangenheit und die Autonomie ihrer Zukunft geht.

Oder sind Emanzipation und Autonomie gar nicht das Thema? Selbstfindung sehe ich eher als Abnabelungsprozess - sich von familären Bindungen zu lösen.

wollmops
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31.10.2012 - 17:32 Uhr
wollmops

MojoMenges2 sagte:
Identität ist für alle (denkenden und fühlenden) Menschen ein Thema. Auch für die, die wohl behütet aufgewachsen sind ...... wobei es ihnen genauso um Emanzipation von ihrer Vergangenheit und die Autonomie ihrer Zukunft geht.

Oder sind Emanzipation und Autonomie gar nicht das Thema? Selbstfindung sehe ich eher als Abnabelungsprozess - sich von familären Bindungen zu lösen.

ja, wenn man die mal hatte, vielleicht. Wenn man sie nicht hat, kann der (irrige?) Weg in die andere Richtung gehen.

MojoMenges2
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31.10.2012 - 22:19 Uhr
MojoMenges2

wollmops sagte:

ja, wenn man die mal hatte, vielleicht. Wenn man sie nicht hat, kann der (irrige?) Weg in die andere Richtung gehen.


Solange man sich nicht obsessiv darin versteift, wird man es sicher spüren, ob es einem weiter hilft oder ob es ein Irrweg ist ....

pitz
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Mag ich Mag ich nicht

3

31.10.2012 - 22:56 Uhr
pitz

Ich finde den Text auch nicht traurig, aber die Frau mutig. Es ist das eine, in dem Menschen nicht das gefunden zu haben, was man sich so vage gedacht hat, und das andere, am Ende eine innere Gewissheit bei sich selber zu finden, die einen viel weiter trägt. Ein gutes Ende, ja!

queen_without_a_country
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Mag ich Mag ich nicht

1

02.11.2012 - 04:50 Uhr
queen_without_a_country

ich finde das auch enorm wichtig und mutig. meine beste Freundin hat sehr daran zu nagen, dass sie ihren Vater kaum richtig kennengelernt hat (sie war 2, als er gestorben ist) und ich merke an ihr, wie sehr es einen beschäftigt, bei einem so wichtigen Part nicht zu wissen, "woher man kommt". ob das nun besonders gut oder toll wäre, spielt da eher keine Rolle. und natürlich hat das was mit Identität zu tun. viele Dinge, die ich frei Haus geliefert bekommen habe (Familienähnlichkeit, Geschichten, Vorlieben), muß sie mühsam erarbeiten, das ist mir auch erst über die Jahre klar geworden (ihr andersrum, dass für mich Elternhaben eben so selbstverständlich ist, wie Arme und Beine zu haben. Obwohl ich weiß, das es Menschen gibt, die keine (mehr) haben, kann ich ja nicht jeden Tag tiefe Dankbarkeit darüber empfinden).

MojoMenges2
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02.11.2012 - 10:35 Uhr
MojoMenges2

queen_without_a_country sagte:
ich finde das auch enorm wichtig und mutig. meine beste Freundin hat sehr daran zu nagen, dass sie ihren Vater kaum richtig kennengelernt hat (sie war 2, als er gestorben ist) und ich merke an ihr, wie sehr es einen beschäftigt, bei einem so wichtigen Part nicht zu wissen, "woher man kommt". ob das nun besonders gut oder toll wäre, spielt da eher keine Rolle. und natürlich hat das was mit Identität zu tun. viele Dinge, die ich frei Haus geliefert bekommen habe (Familienähnlichkeit, Geschichten, Vorlieben), muß sie mühsam erarbeiten, das ist mir auch erst über die Jahre klar geworden (ihr andersrum, dass für mich Elternhaben eben so selbstverständlich ist, wie Arme und Beine zu haben.


Mich macht das stutzig. Wie stark offenbar die reine biologische Abstammung eine Rolle zu spielen scheint, wo wir doch als Gesellschaft die letzten 30 Jahre davon ausgingen, dass Millionen Frauen auch ohne den eigentlichen Erzeuger Kinder aufziehen können.

Diie Beiträge hier klingen jedenfalls so, als sei eine konventionelle "intakte" Familie eine notwendige Bedingung zur Identitätsfindung.

mas
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Mag ich Mag ich nicht

0

02.11.2012 - 14:22 Uhr
mas

Guter Text, gefällt mir. Mutiger, guter Schritt. Da die beschriebene Situation mir aber mehr als fremd ist, kann ich da spontan nicht viel zu sagen, ähem …

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mouton

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Ich scheiß auf den Winter.