Sendepause: Wie man ein Blog beendet
Blogs entstehen und vergehen. Nur: so richtig hat noch niemand verstanden, wie man das Ende eines Blogs richtig hinkriegt, ohne seine Leser zu enttäuschen oder zu nerven.
Als regelmäßiger Leser von geschätzten 200 Blogs (oh je!) habe ich in den vergangenen Jahren ein wenig Erfahrung gewonnen mit einem Phänomen, das man vielleicht folgendermaßen beschreiben könnte: „langsames Blogsiechen mit anschließendem stillschweigendem Herzstillstand, dreifacher Wiederbelebung in Verbindung mit dem heiligen Versprechen, von nun an täglich zu posten, was aber in der Regel nur eine Woche vorhält und dem endgültigem Todeszeitpunkt zirka zwei Jahre später“
Blogs, egal, ob sie Promis, Posamenten oder Posaunen, Nachrichten oder politische Inhalte behandeln, werden von Menschen geschrieben. Und die bekommen meist kein oder nur sehr wenig Geld dafür. Die allermeisten machen es, weil es ihnen Freude bereitet oder weil sie vielleicht zumindest am Anfang gehofft haben, dass sich eines Tages daraus etwas anderes, Größeres ergeben könnte – ein neues Leben voller Ruhm und Reichtum oder zumindest guten Freunde. Die Erfahrung sagt aber, dass es von einigen tausend Bloggern vielleicht zwei bis drei schaffen, aus ihrem Hobby in irgendeiner Weise Kapital zu schlagen – sei es, mit einem Buchvertrag oder so hohen Werbeeinnahmen, dass sie sich damit finanzieren können. Und so ist es auch kein Wunder, dass vielen Menschen irgendwann die Lust vergeht, das Blog weiter zu betreiben. Nur – wie lässt man sein Blog in Würde sterben?
Daniel Erk hat sechs Jahre lang auf taz.de den Hitler-Blog geschrieben. Bis er keinen Bock mehr hatte. Das hat er jetzt aufgeschrieben – und ich glaube, ungefähr so muss man ein Blog beenden. Kurz und schmerzlos.
Wie sollte sich ein Blog von dir als Leser richtig verabschieden? Sollen sie ganz abschaltet werden oder als Archiv weiter bestehen? Sollten die Leser vom Ende informiert werden? Oder reicht es auch, wenn das Ganze einfach irgendwann einschläft?
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Nick_ko sagte:
Guten Morgen. Kann in nen Blog nicht reinschreiben: "Schön wars, hab aber keinen Bock mehr. Machts gut." Und die Sache ist geritzt?
Dei Domain zurückgeben, den Computer verkaufen....
Wir diskutieren hier keine First World Problems, wir sind schon irgendwie weiter.
30.10.2012 - 08:14 Uhr
Grrmpf
30.10.2012 - 08:38 Uhr
alcofribas
"Du kannst aber gut mit Kindern"
alcofribas sagte:
Und ich muss heut schon wieder Flöhe hüten. Leider nicht solche, die mit Feuerwehrautos und Bürostuhlrallyes zufriedenzustellen sind."Du kannst aber gut mit Kindern"
Bei euch werden die Kinder mit ins Büro gebracht? Oder meinst du die Kinder, die da arbeiten?
Nick_ko sagte:
alcofribas sagte: Und ich muss heut schon wieder Flöhe hüten. Leider nicht solche, die mit Feuerwehrautos und Bürostuhlrallyes zufriedenzustellen sind."Du kannst aber gut mit Kindern"Bei euch werden die Kinder mit ins Büro gebracht? Oder meinst du die Kinder, die da arbeiten?
gestern wars ein richtiges Kind, heute ists die übliche Rasselbande. Plus Praktikantin plus Umzugsaction.
Grrmpf sagte:
Guten Morgen,
ich lese normalerweise keine Blogs. Mir war das Konzept immer schon etwas suspekt.
damit wäre schon wiede alles gesagt. guten morgen!
voiceofregret sagte:
damit wäre schon wiede alles gesagt. guten morgen!
Ich weiß, ich weiß. Millionen von Tickeranten ist kurz nach 8 Uhr der Tag verdorben, weil mein erster Kommentar das Thema schon total erschlagen hat. Ich bin ein Arschloch, und das ist gut so.
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30.10.2012 - 08:04 Uhr
Grrmpf
ich lese normalerweise keine Blogs. Mir war das Konzept immer schon etwas suspekt.