19.10.2012 - 18:30 Uhr

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Jungs, wie findet ihr Vagina-Rap?

Text: penni-dreyer

Immer zum Wochenende: Jungs fragen Mädchen fragen Jungs. Weil manches kapiert man einfach nicht, bei denen. Diesmal: Rap rund um den weiblichen Unterleib.

Die Mädchenfrage:

Eine Journalisten-Bauernregel besagt, dass man bei drei Manifestationen eines Phänomens innerhalb kurzer Zeit getrost von einem Trend reden kann. Weshalb ich jetzt mal kühn einen neuen Trend ausrufe: Den Vagina-Rap. 

Junge Damen rappen sehr eindrucksvoll darüber, welche Tricks und Kniffe ihre Vagina so drauf hat und warum sie deshalb besser ist, als die der anderen Tanten in der näheren und ferneren Umgebung. Das ist dann, je nach Künstlerin, sehr ernst oder sehr lustig. Auf jeden Fall hörenswert*:

   Lady – „Pussy“
 
"Tight pussy, right pussy,
 fuck-me-all-night pussy,
make-you-leave-your-wife pussy,
‘cause this-what-ya-like pussy." 

 Awkwafina – „My Vag“
 
"My Vag effortless
Your vag posts ads on craigslist
My Vag squirts Aloe Vera
 Your Vag looks like Tony Danza
My Vag like Taste in Heaven
Your Vag manages 7/11
My Vag speks eight different languages and told
Your Vag to make me a sandwich
My vag won Best Vag 
Your vag won Best Supporting Vag"  

Brooke Candy – „Das Me“

„A dude could fuck three bitches and they say that he the man 
But I get it in with twins, ‘She's a whore,' that's what they sayin'
It's time to take the word back, ‘slut' is now a compliment
A sexy ass female who runnin' shit and confident."  

Iggy Azalea – Pu$$y

"Left right back to the middle
Head on swivel neck till I quivel
Open ya mouth
Taste the rainbow taste my Skittles ah!"    

Total neu ist das natürlich nicht, dass Frauen über Sex singen –schon Dinah Washington hat sehr sehnsüchtig Ausschau gehalten nach „The Man with the big long sliding thing“– und das war 1954. Und auch davor, in den 1920er und 1930er Jahren gab es Blues mit Titeln, wie "It's Tight Like That", "It Feels So Good", oder "Shave 'Em Dry".  

Aber hier und heute ist es der Vagina-Rap, der sehr neu die weibliche Anatomie zum Zentrum der Macht macht. Und es ist extrem erfrischend, nicht den sonst immer stattfindenden verbalen und musikalischen Schwanzvergleich anzuhören, der ja seit Anbeginn des Popkulturzeitalters fester Bestandteil der männlichen Diskurskultur ist. Aber nachdem wir jetzt eure Ohren randvoll abgefüllt haben mit Reimen über die Pussys diverser Damen, kommt nun die Frage:

Findet ihr das neue Genre Vagina-Rap auch so toll wie wir? Oder findet ihr es eklig, wenn Frauen übers Untenrum rappen und kaum eine Stelle auslassen?       


(* Die ersten drei Beispiele stammen aus diesem Text)

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ist jetzt-Mitarbeiterin und hat diesen Beitrag verfasst.