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JoergAuch
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Mag ich Mag ich nicht

0

16.10.2012 - 19:46 Uhr
JoergAuch

"... in die Zeit Mitte des 20. Jahrhunderts zurück katapultieren .."
Hä? Auch in der Münchener Uni wurde noch bis mindestens vor 15 Jahren kopiert, was das Zeug hielt. Außerdem gibt es nach wie vor die guten alten Lehrbücher zu kaufen. Von denen hat man sogar noch Jahre später etwas, jedenfalls solange es um die "ewig währenden" Grundlagen der Studienfächer geht.

-wolkenkatze-
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-3

16.10.2012 - 20:19 Uhr
-wolkenkatze-

Oh Schreck - oh Graus, da werden die Studenten doch glatt wieder selbstständig werden und echte Bücher in die Hand nehmen müssen!
Gerade im Bachelor, der einem Selbstständigkeit ansonsten ein bisschen abtrainiert, kann das absolut nicht schaden.

melancholieunduebermut
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2

16.10.2012 - 21:04 Uhr
melancholieunduebermut

-wolkenkatze- sagte:
Oh Schreck - oh Graus, da werden die Studenten doch glatt wieder selbstständig werden und echte Bücher in die Hand nehmen müssen!
Gerade im Bachelor, der einem Selbstständigkeit ansonsten ein bisschen abtrainiert, kann das absolut nicht schaden.


naja, es ist halt einfach praktischer, sich die unterlagen im internet zusammenzusuchen und dann einfach auszudrucken. was soll man da ewig rauskopieren. wenn das für dich selbstständigkeit ist, ok, ich nutze die eingesparte zeit dann lieber zum lesen und darüber nachdenken.
zudem sind in kursen mit 40 anderen studenten die bücher in der unibib garantiert gerade von jemand anderem ausgeliehen und nicht verfügbar.

JoergAuch sagte:
"... in die Zeit Mitte des 20. Jahrhunderts zurück katapultieren .."
Hä? Auch in der Münchener Uni wurde noch bis mindestens vor 15 Jahren kopiert, was das Zeug hielt. Außerdem gibt es nach wie vor die guten alten Lehrbücher zu kaufen. Von denen hat man sogar noch Jahre später etwas, jedenfalls solange es um die "ewig währenden" Grundlagen der Studienfächer geht.


vor 15 jahren waren wohl system zur publizierung im internet einfach noch nicht ausgereift bzw. professoren haben keine lust gehabt sich darauf einzulassen-
kann natürlich auch sein dass es an münchen liegt -

sich jedes buch kaufen zu müssen ist viel viel viel zu teuer - zumal manche bücher nur sehr schlecht (antiquarisch) aufzutreiben sind

ZeroDegrees
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3

16.10.2012 - 21:52 Uhr
ZeroDegrees

-wolkenkatze- sagte:
Oh Schreck - oh Graus, da werden die Studenten doch glatt wieder selbstständig werden und echte Bücher in die Hand nehmen müssen!
Gerade im Bachelor, der einem Selbstständigkeit ansonsten ein bisschen abtrainiert, kann das absolut nicht schaden.


Mir erschließt sich der Sinn, des stundenlangen abkopierens jetzt leider auch nicht. Ich kenne es auch jetzt noch leider zu gut, nicht an ein Buch, dass man dringend zum Lernen braucht ranzukommen, weil es verliehen ist. Momentan werden hier sogar Bücher komplett kopiert (1-2h sinnvolle selbständige Arbeit?), weil es nicht genug in der Bib gibt, die Nachbestellungen zu spät kommen werden. Undein Kauf lohnt ja wirklich nur bei Grundlagenbücher oder welchen, die einen sehr interessieren und selbst auf die muss ich leider sparen. Zumal jeder Prof. noch dazu versucht seine geschriebenen Exemplare an den Studenten zu bringen, worauf dann die ganze Veranstaltung aufbaut.

Ich würde die Kopier- und Suchzeit lieber für's Ausarbeiten und Lernen aufwenden... das ist zumindest mein Verständnis von selbstständigem Arbeiten, was auch sehr gut mit einem schon fertigen Lieraturskript geht. Geht schließlich um den Inhalt und nicht um die Beschaffung...

-wolkenkatze-
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-1

16.10.2012 - 23:29 Uhr
-wolkenkatze-

Ich steh auch nicht gern vor dem Kopierer und finde Reader eine tolle Erfindung, aber was mit ihnen ziemlich verloren geht ist leider die Bibliographierkompetenz. Studenten kommen von selbst gar nicht mehr drauf, Literatur zu recherchieren - oder warten mit selbstständiger Literatursuche bis zu einem der zahlreichen Kurse zum "wissenschaftlichen Arbeiten" um sich da anzuhören, was sie längst wüssten, wenn sie schon öfter selbst recherchiert hätten.

Damit will ich nicht sagen, dass Studenten zu doof zum Bücherfinden wären, aber ich hab leider auch schon einige Leute gesehen die beim Verfassen der Bachelorarbeit erst lernen müssen, wie man Aufsätze bibliographiert und dass die Uni eine elektronische Zeitschriftenbibliothek hat. Da frag ich mich, wie weit es mit der "Recherchekompetenz" her ist, die im BA in der Theorie gelehrt wird.

JoergAuch
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17.10.2012 - 09:43 Uhr
JoergAuch

melancholieunduebermut sagte:
vor 15 jahren waren wohl system zur publizierung im internet einfach noch nicht ausgereift bzw. professoren haben keine lust gehabt sich darauf einzulassen-
kann natürlich auch sein dass es an münchen liegt -

Also, zu der Zeit hatte ich an den Münchener Unis und einigen anderen Instituten sehr viel zu tun, und Internet (und Intranet) wurde zwar zum Datenaustausch und zur Literaturrecherche genutzt aber praktisch noch nicht für die Lehre. Hatte nichts speziell mit München zu tun. Fotokopieren war also überall noch völlig normal.
sich jedes buch kaufen zu müssen ist viel viel viel zu teuer - zumal manche bücher nur sehr schlecht (antiquarisch) aufzutreiben sind

Hängt sicher vom Fach ab. Ich hab mir jedes Semester im Schnitt einen fetten Schinken und ein bißchen Kleinkram gekauft, das hat gereicht. Die stehen bis heute in meinem Regal.

alcofribas
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0

17.10.2012 - 11:07 Uhr
alcofribas

-wolkenkatze- sagte:
Da frag ich mich, wie weit es mit der "Recherchekompetenz" her ist, die im BA in der Theorie gelehrt wird.


Da haste doch die Antwort. BA. Wir hatten noch Bibliographie-Einführungen, Zitierkurse, etc. pp. Offenbar bewegt sich das BA-Studium hart an der Grenze zur Unwissenschaftlichkeit.

ZeroDegrees
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17.10.2012 - 11:18 Uhr
ZeroDegrees

-wolkenkatze- sagte:
Oh Schreck - oh Graus, da werden die Studenten doch glatt wieder selbstständig werden und echte Bücher in die Hand nehmen müssen!
Gerade im Bachelor, der einem Selbstständigkeit ansonsten ein bisschen abtrainiert, kann das absolut nicht schaden.


-wolkenkatze- sagte:
aber ich hab leider auch schon einige Leute gesehen die beim Verfassen der Bachelorarbeit erst lernen müssen, wie man Aufsätze bibliographiert und dass die Uni eine elektronische Zeitschriftenbibliothek hat.


Aus einigen, die du erlebt hast, werden dann alle Studenten und die im Bachelor sowieso. Tolle Schlussfolgerung.

Ich hab mal einen Studenten kennengelernt noch im so guten Diplomstudiengang im vorletzten Semester. Hat mich komisch angeguckt, als ich meinte, sie müsse schon zitieren, wo sie ihre ganzen Daten und Fakten her hat. Vier Seiten ohne jegliche Quelle - "Oh Schreck - oh Graus" diese Studenten mit Diplom!

Soviel also dazu...

afrirali
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2

17.10.2012 - 11:58 Uhr
afrirali

Ich fange in zwei Stunden an, einen Einführungskurs für Erstis zu unterrichten. Und wenn ich hier lese, wie "Bibliographieren" und "Zitierfähigkeit" als Kennzeichen von "Wissenschaftlichkeit" hochgehalten und fast schon fetischisiert werden, wird mir schwarz vor Augen. Das sind ein paar lästige Grundlagen, die kein Hexenwerk sind, aber mit "Wissenschaftlichkeit" nicht das geringste zu tun haben. Es sind recht stupide Hilfstätigkeiten. Mehr nicht.

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17.10.2012 - 11:59 Uhr
afrirali

alcofribas sagte:
-wolkenkatze- sagte:
Da frag ich mich, wie weit es mit der "Recherchekompetenz" her ist, die im BA in der Theorie gelehrt wird.


Da haste doch die Antwort. BA. Wir hatten noch Bibliographie-Einführungen, Zitierkurse, etc. pp. Offenbar bewegt sich das BA-Studium hart an der Grenze zur Unwissenschaftlichkeit.


Und Alco, du tust mir wirklich ein wenig leid, mit dem, was du wohl an Unsinn im Studium durchmachen musstest.

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