Kürbissuppe und Premierenspinat
Gegessen wird immer, aber jeder macht es anders. In der Kolumne Kosmoskoch dokumentieren jetzt-User und jetzt-Redakteure jeweils eine Woche lang, was am Abend bei ihnen auf den Tisch kommt, und schreiben auf, warum.
Diese Woche hat sich jetzt-Userin brokensocial die Mütze des Kosmoskochs aufgesetzt.Montag:

Da die Woche so entspannt anfing, ich aber dennoch keine Lust hatte einkaufen zu gehen, sich aber dann gegen 20 Uhr für zwei Tage ein spontaner Schlafgast anmeldete, musste ich schnell improvisieren. Ich hatte noch Kartoffeln, Hühnerbrust, Parmesan und Möhren. Ach, und Glattpetersilie, die ich immer mitnehmen muss, wenn sie irgendwo mal zu finden ist (macht sich echt rar hier in den Supermärkten!). Dabei rausgekommen ist also das. Für das Pesto kommen einfach die Petersilie, Knoblauchzehen, Parmesan, Olivenöl, Salz, Zucker und Zitronensaft in den Mixer. Kennt man glaub ich, fertig. Die Kartoffelspalten kann man auch damit bestreichen, noch besser als normales Olivenöl und Salz. Die Möhren habe ich gegart und dann mit Puderzucker karamellisiert. Das Hühnchen hab ich in Mehl gewendet, mit Gewürzen und dem Pesto bestrichen, angebraten und am Ende mit Parmesan belegt. Getrunken haben wir 2 Flaschen Weißwein, keine Ahnung was für einen.
Dienstag:

Ananas-Kohl-Cashew-Gemüse, klingt vielleicht total merkwürdig, aber ist mega gut. Ich mag Ananas ja gar nicht, aber als eine Freundin damit mal um die Ecke kam, war ich ganz begeistert (man macht dazu eine Soße aus Ananassaft, Sambal-Oelek und Sojasoße und schmort alles darin). Unser Gast hat uns dazu mit dem Zitronengrashühnchen bekocht und es war meine erste Begegnung damit. Das und die vielen weiteren Zutaten waren einfach perfekt zusammen und wir haben uns erfolgreich auf unsere gemeinsame Goa-Reise im November eingestimmt. Dazu gab es drei Flaschen Pinot Grigio (wir waren zu dritt).
Mittwoch:

Das Abendessen fällt etwas mau aus. Um 16 Uhr schustere ich schnell diesen Salat zusammen, weil ich 30 Minuten später meinen Freund abholen muss. Aus beruflichen Gründen war er von der Filmförderung zu einer Filmpremiere eingeladen und der Hauptdarsteller sollte anwesend sein. Wir wollten es uns auf keinen Fall nehmen lassen, ihm stolz zu erzählen, dass er im Film durch unser Schlafzimmer und unseren Flur huscht (auch wenn ihn das sicherlich nicht im geringsten interessiert), daher keine Zeit zum Essen. Außerdem bekomm ich nicht viel runter, manchmal kann ich auch aufgeregt sein wie ein kleines Kind. Es gab also nur frischen Spinat mit Oliven, Parmesan, Tomatenparmesan-Dings-Aufstrich und Schwarzbrot. Dazu Kürbiskernöl. Zu trinken gab es stilles Wasser. Nach der Premiere war ich noch mit einer Freundin in unserer "Stammkneipe". Weil ich so einen leeren Magen hatte, gab es noch einen Salat mit frischem Kürbis, Pinienkernen und dazu das begehrte hausgemachte Baguette und Tomatenbutter. Getrunken habe ich frischen Minztee.
Donnerstag:

Mein Freund hat für mich gekocht, weil ich bemängelt habe, dass er nie kocht. Das konnte er nicht auf sich sitzen lassen, also gab es was ganz Tolles: Rinderfiletspitzen mit Austernpilzen an Tripoline. Dazu kommen Cashew-Nüsse, Möhren und Frühlingszwiebeln. Das alles hat er in einer Soja-Honig-Soße geschmort. War ganz fantastisch! (Mir fällt auf dass diese Woche sehr Asien-lastig ist. Normalerweise gibt es bei uns italienische Küche, unser Besuch hat uns ein bisschen geprägt...) Dazu gab es frische Blattsalate und einen trockenen Weißwein (keine Ahnung welchen, ich geb´s zu. Aber war lecker.)
Freitag:

Habe mir am Montag ein neues Magazin namens "Deli" gekauft. Ist neu auf dem Markt und ich will mal alle Rezepte durchprobieren, die mir so gefallen. Am Freitag habe ich mit der Kürbissuppe angefangen. Da ich am frühen Abend noch zur Arbeit musste, war zuvor beim Essen auch ein schönes Bild bei Tageslicht möglich. Dazu gab es 'ne Brezel.
Samstag:

Resteverwertung, weil wieder arbeiten am Abend. Ich hab mir also gegen vier Uhr am Nachmittag ein bisschen Gemüse geschnippelt (Möhren, Rosenkohl und Champignons) und zusammen in der Pfanne mit etwas Olivenöl, Chili und Honig geschmort. Meine Gemüsezufuhr war gedeckt. Dazu gab es Mate weil ich 'nen Durchhänger habe.
Sonntag:

Am Samstag gab es eine große Tüte Gambas im Angebot, also haben wir gleich zwei auf Vorrat mitgenommen und am Sonntag in Olivenöl, Knoblauch, Chilis und Meersalz im Ofen gegart. Dazu gab es frischen Spinat, frische Champignons, Parmesan und Kürbiskernöl. Getrunken haben wir stilles Wasser. Das Essen musste etwas schneller beendet werden, weil dieser Verrückte dann aus dem All springen wollte.
Auf der nächsten Seite liest du den Kosmoskoch-Fragebogen von brokensocial.
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- Bohnensuppe und Brot aus dem Waffeleisen 29.04.2013
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