Fünf Lieder im Gedenken an Nils Koppruch
Der Songwriter und Sänger der Band "Fink" ist in der Nacht zum Mittwoch überraschend gestorben. Ihm zu Ehren gibts hier ein paar unserer Lieblingslieder von ihm.
Herz aus HolzDamit ging’s mit Fink los, Mitte der 90er-Jahre - der Zeit, als in Hamburg an allen Ecken betrunkene Gitarren und schiefe Scheitel ans Licht kamen und diese Jungs die deutsche Popmusik neu erfanden. Fink war schon damals ein bisschen feinsinniger und erwachsener als die anderen, zupfte eindringlicher und leiser als Toco und Co. - und hatte schon immer die besten Texte.
Ich kümmere mich darum
Fink in Bestform mit einem ihrer kleinen Hits. Krude Textmengen so elegant verschwurbelt in ein Lied verpackt, dass ein groovendes kleines Roadmovie entsteht. Die letzten Sätze in bestem Hamburger-Dada sind ewige Indie-Insider-Zeilen, die man auswendig draufhatte.
Kurze Einführung
Hier erzählt Nils Koppruch viel später ein bisschen davon, wie seine Musikwelt funktioniert und Hamburg gehört da natürlich genauso zwingend dazu, wie seine seltsame Stimme: Immer ein bisschen rau aber auch zärtlich. Ein Hafenstadt-Organ und genau die Stimme, die man für ehrliche Liebeslieder braucht.
Kid Kopphausen
Sein letztes Video, zusammen mit Gisbert zu Knyphausen. Diese Zusammenarbeit hatte Nils Koppruch im Sommer dieses Jahres wieder in alle Feuilletons gebracht. Nach dem Ende von „Fink“ im Jahr 2006 schien diese neue Band (hier ein Interview mit den beiden aus dem August 2012) mit zwei Songwritern an der Spitze eine geniale Fortsetzung der Koppruchschen Liedkunst zu sein. Gerade im Zusammenspiel mit Knyphausen merkt man, wie viel Nils in einen einzigen Halbsatz verpacken konnte: Melodie, Drama, Wucht, das war alles dabei.
Er sieht sie an während sie ihn ansieht und er sieht zur Tür
Zum Schluss noch das vielleicht schönste Lied von Fink. Wer schafft es schon, einen derartig sperrigen Satz in reine Poesie zu verwandeln und derart sanft bestimmt eine Liebesgeschichte zu erzählen? Koppruch konnte das und er wusste es. Danke.
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11.10.2012 - 18:39 Uhr
fettesmaedchen
11.10.2012 - 18:39 Uhr
fettesmaedchen
Scheiße.
die fink sachen habe ich früher immer gerne gehört und mich gefreut, dass er mit neuem projekt auf tour geht. wirklich traurig, dass wieder einer von den guten so früh gehen musste.
Nils Koppruch?
auch so ne ewig-studentische schrammelband? musikalischer stillstand?
Gute Reise, Nils.
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11.10.2012 - 18:38 Uhr
fettesmaedchen