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Cate81
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Mag ich Mag ich nicht

3

10.10.2012 - 09:31 Uhr
Cate81

Noch ein wichtiger Tipp:
Nach einer Psychotherapie kann man in der Regel erst einmal keine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen. Von den meisten Anbietern bekommt man - wenn überhaupt - frühestens fünf Jahre nach Abschluss einer Therapie eine Police.

Deshalb kann es eine Überlegung wert sein, ob man die Psychotherapie nicht als Selbstzahler aus eigener Tasche finanziert (und dann z.B. mit dem Therapeuten weniger engmaschige Sitzungen vereinbart als wöchentliche).

Mandelbrote
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Mag ich Mag ich nicht

4

10.10.2012 - 09:31 Uhr
Mandelbrote

Na, dann viel Spaß beim anrufen :)

"Uhhh, das sieht momentan schlecht aus. Propieren sie es doch in 6 Monaten nochmal, dann kann sie vielleicht auf die Warteliste setzen"

anagramm
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Mag ich Mag ich nicht

2

10.10.2012 - 09:31 Uhr
anagramm

und immer daran denken: wer jemals irgendwo offiziell als psychisch hilfsbedürftig registriert wurde kann den abschluss einer berufsunfähigkeitsversicherung vergessen.

BrainsenOverkill
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0

10.10.2012 - 09:31 Uhr
BrainsenOverkill

Man sollte vielleicht noch anmerken, dass man danach fünf Jahre lang die Krankenkasse nur schwer wechseln kann, da solche Patientengeschichte oft prinzipiell nicht von anderen Kassen angenommen werden.

HerrIrgendwoAnders
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1

10.10.2012 - 09:31 Uhr
HerrIrgendwoAnders

"Die Kassenärztliche Vereinigung führt eine Liste mit Therapeuten, die aktuell freie Plätze zu vergeben haben."
- Wo gibt es denn einen solchen Service? Davon habe ich noch nie etwas gehört. Verschiedene Freunde haben mir immer erzählt, dass sie ausgibig herumtelefonieren mussten, um herauszufinden, welcher Therapeut gerade einen freien Platz hat.

schwindlicht
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2

10.10.2012 - 09:32 Uhr
schwindlicht

Das mit den fünf Kennenlernstunden hätt' ich gern davor gewusst. Auch weil man 5., dem Gefühl, dann doch nicht so traut - was der Artikel etwas verschweigt, dass das mit den freien Plätzen nämlich gar nicht so einfach ist: Und wenn man zuerst einmal in der Wartelistenhölle gelandet ist, schön mit Leidensdruck etc., und endlich ein Platz hat, gibt man den dummerweise erst mal nicht gern wieder her. Und probiert erst, wo es am Ende vielleicht doch nicht passt.
Neben den ambulanten Therapien gibt es zudem noch tagesklinische und komplett stationäre Therapien, die, wie ich finde, hilfreich sind, wenn "abstraktes" Nur-Drüber-Reden nicht anschlägt. Da hat man dann konkrete Konflikt-Situationen und (Mit)Menschen mit und zu denen man sich verhält. Die allerdings dann wieder mit ein paar arbeits- bzw- versicherungstechnisches Repressalien einhergehen. Geht ja nicht ohne. Muss man sich überlegen.

drolli
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Mag ich Mag ich nicht

2

10.10.2012 - 09:33 Uhr
drolli

Mein Kommentar (eigene Erfahrungen/an Freunden, Gespraeche mit befreundeten Psychologen/Statistikern)

a) Am besten man sucht sich die Therapie nicht selbst aus, sondern laesst einen Nervenarzt (also Neurologe und Psychologe) die Situation beurteilen. Je gruendlicher man da geprueft wird (z.B. EEG, unabhaengige psychologische Beurteilung, allgemeiner Intelligenztest), desto besser. Es kann durchaus sein dass man als darunterliegende Stoerung eine Depression o.ae. hat welche *nicht* ohne Phychopharmaka sinnvoll zu behandeln sind. Es ist da gut wenn der Arzt nicht gleichzeitig der Therapeut ist.

b) Der Erfolg der Tiefenanalyse ist nicht empirisch validiert. Das heisst dass man den Fortschritt fuer jeden Patienten individuell beobachten muesste, was oft beim Therapeuten zu kurz kommt. Auf jeden Fall sind ueber Jahre fortgesetzte Therapien im Normalfall kritisch zu betrachten, wenn der sichbare Fortschritt oft null ist (wenn er nicht null ist, umso besser).

c) Als Patient sollte man vorsichtig sein wenn Therapie und Diagnose gemischt werden.

d) Als Patient weiss man alleine per Gefuehl auch nicht unbedingt ob es der richtige Therapeut ist. Da sollte man auf Freunde hoeren. In dem Moment wo Ratschlaege des Therapeuten im normalen sozialen Leben Probleme verursachen, sollte man vorsichtig werden. Es gibt bestimmte Therapierichtungen die sehr kritisch zu beurteilen sind.

e) Die Verhaltenstherapie wird oft verschrien. Man sollte den positiven Effekt, dass man dann wieder bestimmten Dingen (Uni, Beruf) teilnehmen kann, nicht unterschaetzen. In der Uni sozial angehaengt zu sein, weil man mal zwei Jahre aussetzt oder dern Job zu verlieren, hat negative Auswirkungen. *Es ist ja keine enweder-oder-Entscheidung*, keiner ist daran gehindert *erst eine Verhaltenstherapie* zu machen und dann weitere.

f) Physchopharmaka sind auch zu Unrecht verschrien. Hauptsaechlich weil die von Hausaertzen bedenkenlos verteilt wurden/werden. Man sollte sie dann und nur dann nehmen, wenn sie nach gruendlicher Diagnose von einem Spezialisten verschrieben werden. (auch hier gilt: Effekte gruendlich beobachten - die Dosierung ist nicht so einfach)

g) das Ziel einer Therapie sollte das Ende der Notwendigkeit der Therapie sein

ein_oxymoron
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Mag ich Mag ich nicht

1

10.10.2012 - 12:39 Uhr
ein_oxymoron

drolli sagte:
e) Die Verhaltenstherapie wird oft verschrien.

warum das denn? weil sie so schnell hilft, dass die therapeuten nicht viel dran verdienen?

jane_lane
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Mag ich Mag ich nicht

0

10.10.2012 - 12:39 Uhr
jane_lane

unbedingt zum neurologen und abklären, ob eine depression, bipolarität oder ähnliches vorliegt.
wenn ja, medikamente und therapie. denn ohne medikamente kommt man da nicht raus, auch nicht mit 10 jahren therapie.
die schwierigkeit, an einen therapieplatz zu kommen ist übrigens wirklich blanke ironie.
"ja, hallo, mir geht es so schlecht, ich springe demnächst von einer brücke" "rufen sie bitte in einem halben jahr noch mal an"
tagesklinik oder psychiatrie können sehr oft auch mehr kaputt machen als helfen, z.b. wenn unpassende medikamente gegeben werden "ach, sie haben eine depression? dann kriegen sie mal dieses mittel gegen psychosen"
einen guten neurologen+therapeuten finden ist schon fast wie ein sechser im lotto.

drolli
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Mag ich Mag ich nicht

1

10.10.2012 - 13:52 Uhr
drolli

@ein_oxymoron

Ja. Was nicht wehtut hilft nicht und wer die praktische lösung wählt, drückt sich nur vor der wirklichen Aufarbeitung seiner Probleme.

Schon oft genug von Freudianern gehört.

Mit jahrelanger dauerterapie ungesund intensiver selbstbeschaftigung mit dem thema und populärbuchramschtischen nahe an der Esoterik entwickeln sich da bemerkenswerte selbstbestatigungsschleifen.

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