Zählt ihr nur eure Erbsen
Was würde uns fehlen, gäbe es kein Urheberrecht? Seien wir ehrlich: Es ist der superreiche Künstler
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14.09.2012 - 22:08 Uhr
Ioana
Genau Letzteres passiert doch immerfort, weil alle auf den Durchbruch hoffen. Sie treten nicht zum Dienst an, sondern zur Selbstausbeutung. Ist ist doch nix Neues – Vom-Tellerwäscher-zum-Millionär ist die Durchhalteparole für alle im Hamsterrad.
Obwohl der Autor offenbar mal einen halben Begriff von Adorno gehört hat – den (gesellschaftlichen) Verblendungszusammenhang nämlich – hat er Adornos treffende Analyse der Kulturindustrie wohl nicht verstanden und wünscht sich deshalb den Glanz für wenige, damit es für die die Vielen, denen der Glanz versagt bleibt, nicht _ganz_ dunkel wird.
Der Unterschied ist, dass Adorno sich mit dem Kapitalismus (=Marktwirtschaft!) nicht abgefunden hat. Der Autor hat das offenbar getan, und deshalb ist er darauf angewiesen, dass die gemeinen Lügen (oder: Ideologien) intakt bleiben, denn sonst ist ja der Glanz weg. Wenn schon Ungleichheit, dann richtig, sonst haben die besonders Ungleichen ja nix mehr, nach dem sie streben können. Sie sollen aber streben, denn sonst können wir aus ihren Produkten nicht mehr die nächsten Hits heraussieben.
Da ist er sich mit den Aktionären von Universal Music wohl einig.
Als wollten wir alle eigentlich nichts anderes.
Als Milliardärskinder ihr Luxusleben mit Palästen, Hubschraubern und Privatjet im Internet zur Schau stellten und auf CNN dann eine Diskussion darüber entstand, meinten etliche Kommentatoren, dass dies schließlich der amerikanische Traum sei.
Irgendwie hatte ich mir immer etwas anderes darunter vorgestellt als Milliardärskinder, die an einem Abend 100.000 Dollar in St. Tropez versaufen. Aber, wie die Amis sagen würden, "maybe it's just me".
16.09.2012 - 14:18 Uhr
michellesenn
16.09.2012 - 14:19 Uhr
michellesenn











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14.09.2012 - 22:06 Uhr
Ioana