14.09.2012 - 18:30 Uhr

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Zählt ihr nur eure Erbsen

Text: Tobias Kniebe, Bild: dpa

Was würde uns fehlen, gäbe es kein Urheberrecht? Seien wir ehrlich: Es ist der superreiche Künstler

Diesen Text aus der Süddeutschen Zeitung kannst du hier leider nicht mehr lesen, er ist aber noch im Archiv der Süddeutschen Zeitung zu finden.


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10 Kommentare
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Ioana
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Mag ich Mag ich nicht

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14.09.2012 - 22:06 Uhr
Ioana

ganz genau. ich befürworte auch die tatsache, dass es in fast jeder bibliothek nur noch bücher von amerikanischen hausfrauen gibt, denn hätten talentlose menschen schon vor hunderten von jahren mit ihrer talentlosigkeit sehr viel geld verdienen können, dann hätten homer und der shakespearclan schon lange die schuldenkrise vorraussehen können beziehungsweise mit dem geld von amerikanischen gangstarappern und russischen oligarchen griechenland kaufen können. klingt logisch. wir brauchen einen traum.

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Mag ich Mag ich nicht

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14.09.2012 - 22:08 Uhr
Ioana

lustiger artikel. also ich hab den ein wenig satirisch verstanden. war mir aber dann nicht so sicher, sorry. :)

hanshafner
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Mag ich Mag ich nicht

-1

15.09.2012 - 13:27 Uhr
hanshafner

Das ist genau der zentrale Punkt: Ein funktionierender Markplatz, der möglichst frei von Betrug und Schwarzmarkt ist, nichts anderes ist das Umgehen des Urheberrechts.

hanzh
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Mag ich Mag ich nicht

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15.09.2012 - 19:40 Uhr
hanzh

"Versucht man, es wegzudenken, sieht die Welt plötzlich wie eine endlose Castingshow aus, in der auch die Künstler immer nur lächeln und schuften..."

Genau Letzteres passiert doch immerfort, weil alle auf den Durchbruch hoffen. Sie treten nicht zum Dienst an, sondern zur Selbstausbeutung. Ist ist doch nix Neues – Vom-Tellerwäscher-zum-Millionär ist die Durchhalteparole für alle im Hamsterrad.

Obwohl der Autor offenbar mal einen halben Begriff von Adorno gehört hat – den (gesellschaftlichen) Verblendungszusammenhang nämlich – hat er Adornos treffende Analyse der Kulturindustrie wohl nicht verstanden und wünscht sich deshalb den Glanz für wenige, damit es für die die Vielen, denen der Glanz versagt bleibt, nicht _ganz_ dunkel wird.
Der Unterschied ist, dass Adorno sich mit dem Kapitalismus (=Marktwirtschaft!) nicht abgefunden hat. Der Autor hat das offenbar getan, und deshalb ist er darauf angewiesen, dass die gemeinen Lügen (oder: Ideologien) intakt bleiben, denn sonst ist ja der Glanz weg. Wenn schon Ungleichheit, dann richtig, sonst haben die besonders Ungleichen ja nix mehr, nach dem sie streben können. Sie sollen aber streben, denn sonst können wir aus ihren Produkten nicht mehr die nächsten Hits heraussieben.
Da ist er sich mit den Aktionären von Universal Music wohl einig.

mariechen20
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16.09.2012 - 10:35 Uhr
mariechen20

Das Problem liegt darin, dass exzessiver Reichtum als ein solch erstrebenswertes, oft sogar als einziges Ziel hingestellt wird.

Als wollten wir alle eigentlich nichts anderes.

Als Milliardärskinder ihr Luxusleben mit Palästen, Hubschraubern und Privatjet im Internet zur Schau stellten und auf CNN dann eine Diskussion darüber entstand, meinten etliche Kommentatoren, dass dies schließlich der amerikanische Traum sei.

Irgendwie hatte ich mir immer etwas anderes darunter vorgestellt als Milliardärskinder, die an einem Abend 100.000 Dollar in St. Tropez versaufen. Aber, wie die Amis sagen würden, "maybe it's just me".

michellesenn
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16.09.2012 - 14:18 Uhr
michellesenn

Gerade Harry Potter ist auch durch den Fankult, durch Fanart, durch tausendmal ignoriertes Urheberrecht der Fans gross geworden. JKR hat den Urheberrechtsbruch aber nicht verurteilt, sondern für sich genutzt. Sie hat die Fans eingespannt, angefangen mit ihnen zusammenzuarbeiten.

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16.09.2012 - 14:18 Uhr
michellesenn

Gerade Harry Potter ist auch durch den Fankult, durch Fanart, durch tausendmal ignoriertes Urheberrecht der Fans gross geworden. JKR hat den Urheberrechtsbruch aber nicht verurteilt, sondern für sich genutzt. Sie hat die Fans eingespannt, angefangen mit ihnen zusammenzuarbeiten.

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Mag ich Mag ich nicht

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16.09.2012 - 14:19 Uhr
michellesenn

Gerade Harry Potter ist auch durch den Fankult, durch Fanart, durch tausendmal ignoriertes Urheberrecht der Fans gross geworden. JKR hat den Urheberrechtsbruch aber nicht verurteilt, sondern für sich genutzt. Sie hat die Fans eingespannt, angefangen mit ihnen zusammenzuarbeiten.

andreas-weck
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17.09.2012 - 08:08 Uhr
andreas-weck

Also ich hab nichts dagegen, dass das Urheberrecht den Künstler stärkt und ihm ein sorgenfreies Leben sichert. Gerne auch zur Ikone stilisiert. Aber ich habe garnz stark was dagegen, dass man Webbies, die einen Urheberbruch (womöglich auch noch unwissendlich) begannen hat, mit absurden Abmahnungen drangsaliert. Urheberrecht ja. Aber bitte reformiert und der Neuzeit angepasst.

Süddeutsche Zeitung

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