Bunt geht die Welt zu Grunde
Präambel:"Wann ist dieser Moment?", fragtest Du. Ich musste ehrlich antworten und schwieg deshalb. Ein paar hastige Züge aus meiner Zigarette brachten nicht mehr als ein paar Sekunden Aufschub.
Es fühlte sich an wie die ersten Tropfen eines Herbstregens, jene Tropfen, die in unseren Herzen, zäh wie Honig, und doch so sauer und bitter wie Schwefelsäure, ein Loch in die unbeschwerte Sommerseele brennen.
Herbst ist ja auch nur deshalb schön, weil er uns in Gedanken Revue passieren lässt, wie leicht die gefühlt achtzig Kugeln Vanille-,Schoko-, Melone- und Zitroneeiskugeln waren, wie sanft das Gras am See die nackten Füße umwob, wie angenehm und fliessend die kilometertiefen Gespräche über Sinn und Irrsinn des städtischen Daseins und des Kinderkriegens waren, und, ja, welche schönen, tröstenden Vorhaben man für den Winter habe.
Jetzt kommt er bald. Es ist zum Kotzen. Er stinkt, ist eklig und nervt. Er macht schlechte Haut, nicht nur bei Frauen, und führt zu ungemässigtem Konsum von allerlei Selbstgekochtem, Selbstgebackenem und Selbstbefriedigtem.
Hauptspeise: Zwiebelkuchen, Federweisser und Sex ohne Kondom.
Nachtisch:Nein, danke! Ich möchte mich für immer inder Hauptspeise verlieren. ... Danke!
Aber ein Dessert, das bringt doch nochmal ein ganz neues Aroma auf die Zunge und so freut man sich 1. über die neue Erfahrung und 2. über die Vorfreude auf ein neues Hauptgericht.
Und Federweißen gibt es eben nur im Herbst :)
21.09.2012 - 20:10 Uhr
IbdaaUndFuerza
klar, aber dass so ein differenziert-positives gehabe aber zu keinen künstlerischen ergüssen führt.









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04.09.2012 - 01:13 Uhr
inski