Mädchen, warum könnt ihr nicht kraulen?
Immer zum Wochenende: Jungs fragen Mädchen fragen Jungs. Weil manches kapiert man einfach nicht bei denen. Diesmal wollen die Jungs wissen, woher die weibliche Abneigung zum Kraulen kommt.
Die Jungsfrage
Wenn ein Mädchen und ein Junge zusammen Baden gehen, sieht das sehr oft so aus: Beide gehen nebeneinander in den See, bis sie ungefähr bis zur Hälfte ihres Körpers im Wasser stehen. Sie halten kurz inne, diese Gegend kurz unter dem Bauchnabel ist ja so eine Stelle, an der sich heranplatschende Wellen immer besonders kalt anfühlen. Irgendwann haben sich beide genug geziert und über die Kälte beklagt. Sie springen ins Wasser und schwimmen los. In diesem Moment beginnen die Unterschiede.
Wir Jungs legen die ersten Meter mit ein paar Kraulzügen zurück. Wir wollen Tempo machen, mit möglichst viel Bewegung den Kälteschock abschütteln, den Kopf unter Wasser haben. Wenn wir nach dieser Startphase innehalten und den Kopf wieder über Wasser haben, drehen wir uns um – und merken, dass ihr in den wenigen Sekunden schon zehn Meter zurückgefallen seid. Ihr krault nämlich nicht, ihr bewegt euch per Brustschwimmen voran.
Mal abgesehen von 16-Jährigen Chinesinnen, die sogar schneller schwimmen als der männliche Olympiasieger, scheint es, als gäbe es einen geheimen Pakt unter euch, einen Mädchenboykott des Kraulens. Ihr habt es aus dem Kreis der in Frage kommenden Fortbewegungsmöglichkeiten im Wasser verbannt. Brustschwimmen mögt ihr, auf den Rücken dreht ihr euch auch hin und wieder, ein paar Tauchzüge unter Wasser zur Abwechslung sind auch drin. Aber ein kraulendes Mädchen an einem Badesee ist in etwa so selten wie ein stilvolles Outfit in einer Popstars-Sendung.
Wenn wir euch dann mal zum Kraulen auffordern oder fragen, warum ihr eigentlich nicht kraulen möchtet, antwortet ihr: „Kann ich nicht.“ Diese Aussage wird von uns normalerweise mit Abwinken und Ausdrücken der Ungläubigkeit kommentiert. Manchmal tretet ihr dann den Beweis an und demonstriert uns eure nicht vorhandene Kraulfähigkeit. Das ist oft wirklich erschütternd. Ihr schafft es, auf fünf Metern drei Meter zur Seite abzudriften – wenn ihr überhaupt soweit kommt und nicht nach drei Zügen prustend und hustend auftaucht, weil ihr euch verschluckt habt.
Kraulen ist nicht sonderlich kompliziert, zumindest ist es nicht schwieriger als Brustschwimmen. Das kriegt ihr problemlos hin. Warum aber können die meisten Mädchen nicht kraulen?
Auf der nächsten Seite liest du die Antwort von kathrin-hollmer.
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