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AnBa
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Mag ich Mag ich nicht

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13.06.2012 - 19:57 Uhr
AnBa

Hört sich interessant an. Ich denke aber nicht, dass es so eine Reform geben wird. Ich glaube es muss eine Katastrophe passieren, oder so etwas wie den Sputnishock, damit sich in Deutschland etwas tut.

trachtenjankerl
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Mag ich Mag ich nicht

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14.06.2012 - 00:27 Uhr
trachtenjankerl

Oja, "Reformpädagogen". Odenwaldschule, kein bisschen elitär, und SEHR nachahmenswert. Halloo?

Und dann
"„Mit einem Fachabitur steht mir die Welt offen. Habe ich jedenfalls gedacht." Aber für – ach! – Philosophie, Juristerei und Medizin und leider auch Theologie reichte sein Abschluss als Qualifikation nicht aus."

Überraschung! Fachabitur != Allgemeine Hochschulreife. Konnte man vorher nicht wissen.

" Ist halt so. Darum also was Technisches: Wirtschaftsingenieurwesen. Einen Doktor durfte er an seiner Hochschule wiederum nicht schreiben. "

Keine Promotion an der FACHHOCHSCHULE? Noch eine Überraschung!

"Nur an Universitäten. "

Jo.

So ein Jammerlappen. In D kriegt es auf dem zweiten Bildungsweg JEDER hin, der das Sitzfleisch hat. Bis zum Doktor, wie man sieht. Probier das mal in anderen Ländern. Aber nein, wir sind lieber beleidigt, weil es uns nicht in den Schoß gefallen ist, und ein paar verwöhnte Kinder es leichter hatten.

noplacespecial
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14.06.2012 - 02:12 Uhr
noplacespecial

ach, da hätte ich gerne dran mitgeschrieben.

Digital_Data
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Mag ich Mag ich nicht

0

14.06.2012 - 07:03 Uhr
Digital_Data

"Was bildet ihr uns ein?" was für ein geiler Titel. Von Trappatoni abgeleitet ;-).

Und was noch fehlt, vielleicht ist es ja im Buch drin: Wenn nur ein problematisches Jahr auftaucht, weil die Entwicklung von Kindern nicht so strikt verläuft wie erwartet oder zu Hause irgendwas schief geht, dann wird das sofort dankbar zum "Downgrading" angenommen.

Vielleicht sollten wir zu dem Punkt kommen, das schlechte Noten nicht nur den Kindern zugeschrieben werden, sondern auch den Lehrern. Wenn jemand was nicht richtig lernt, ist nicht immer nur der Schüler schuld.

Digital_Data

anagramm
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5

14.06.2012 - 08:50 Uhr
anagramm

Digital_Data sagte:

Vielleicht sollten wir zu dem Punkt kommen, das schlechte Noten nicht nur den Kindern zugeschrieben werden, sondern auch den Lehrern. Wenn jemand was nicht richtig lernt, ist nicht immer nur der Schüler schuld.

Digital_Data

sind wir doch längst - frag mal die lehrer.
http://us5.memecdn.com/Explain-These-Bad-Grades_c_113977.jpg

Sinnestau
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Mag ich Mag ich nicht

-1

14.06.2012 - 09:21 Uhr
Sinnestau

trachtenjankerl sagte:
Oja, "Reformpädagogen". Odenwaldschule, kein bisschen elitär, und SEHR nachahmenswert. Halloo?

Und dann
"„Mit einem Fachabitur steht mir die Welt offen. Habe ich jedenfalls gedacht." Aber für – ach! – Philosophie, Juristerei und Medizin und leider auch Theologie reichte sein Abschluss als Qualifikation nicht aus."

Überraschung! Fachabitur != Allgemeine Hochschulreife. Konnte man vorher nicht wissen.

" Ist halt so. Darum also was Technisches: Wirtschaftsingenieurwesen. Einen Doktor durfte er an seiner Hochschule wiederum nicht schreiben. "

Keine Promotion an der FACHHOCHSCHULE? Noch eine Überraschung!

"Nur an Universitäten. "

Jo.

So ein Jammerlappen. In D kriegt es auf dem zweiten Bildungsweg JEDER hin, der das Sitzfleisch hat. Bis zum Doktor, wie man sieht. Probier das mal in anderen Ländern. Aber nein, wir sind lieber beleidigt, weil es uns nicht in den Schoß gefallen ist, und ein paar verwöhnte Kinder es leichter hatten.



Am besten du liest die Mal ein paar Studien. Die sagen nämlich etwas anderes. Noten sind das willkürlichste, was man in der Schule vergeben kann. Ihre Gebung werden durch zahlreiche Faktoren beeinflusst, da sie fundamental betrachtet doch nur auf selektiver Wahrnehmenung basieren. Die Problematik hier liegt, dass man durch Noten die Weichen eines Lebens stellt. Da ist es kein besonderes fachliches Argument zu sagen, dass es über den 2. Bildungsweg jeder schaftt. Dafür braucht man Zeit, man muss die deutsche Sprache min. auf dem Niveau c1 beherrschen und Geld ist auch nicht ganz unwichtig. Deutschland ist ein Einwanderungsland und erst 2005 endgültig aus seinem Traum aufgewacht, als der UN-Sonderbotschafter Munoz seinen Bereicht vorlegte, in dem eindeutig hervorging, dass Kinder mit Migrationshintergrund und Kinder aus Arbeiterfamilien von der Grundschule an niedrigere Bildungschancen haben.
Deutschland und Frankreich sind die Länder in Europa mit dem Bildungssystem, dass am weitreichensten und strengsten selektiert. Wenn sie sich damit wenigstens bzgl. der Leistungen vom Rest in Europa abheben könnten, hätte man ja ein Rechtfertigungsgrund, aber das tun sie ja nicht. Genauso wenig wie Bayern mit seinem 3-teiligen System es tut und sich trotzdem für das geilste Bundesland schlechthin hält....

Es gibt viel zu tun.

izzy_bizzy
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-2

14.06.2012 - 09:31 Uhr
izzy_bizzy

trachtenjankerl sagte:
Oja, "Reformpädagogen". Odenwaldschule, kein bisschen elitär, und SEHR nachahmenswert. Halloo?Und dann"„Mit einem Fachabitur steht mir die Welt offen. Habe ich jedenfalls gedacht." Aber für – ach! – Philosophie, Juristerei und Medizin und leider auch Theologie reichte sein Abschluss als Qualifikation nicht aus."Überraschung! Fachabitur != Allgemeine Hochschulreife. Konnte man vorher nicht wissen." Ist halt so. Darum also was Technisches: Wirtschaftsingenieurwesen. Einen Doktor durfte er an seiner Hochschule wiederum nicht schreiben. "Keine Promotion an der FACHHOCHSCHULE? Noch eine Überraschung!"Nur an Universitäten. "Jo. So ein Jammerlappen. In D kriegt es auf dem zweiten Bildungsweg JEDER hin, der das Sitzfleisch hat. Bis zum Doktor, wie man sieht. Probier das mal in anderen Ländern. Aber nein, wir sind lieber beleidigt, weil es uns nicht in den Schoß gefallen ist, und ein paar verwöhnte Kinder es leichter hatten.


Ist denn Fachabitur tatsächlich soviel schlechter? Manacht ja am Ende das gleiche? Auch so eine Ungerechtigkeit. Man wird bestraft wenn man sich nachträglich bildet.

andersen
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0

14.06.2012 - 10:03 Uhr
andersen

Das Schulsystem war ein politischer Kompromiß,damit überhaupt eine gemeinsame
Grundschule eingeführt werden konnte.Ich finde es ziemlich naiv ,hier mit guten Argumenten die Bewahrer überzeugen zu wollen.Daran sind schon der renomierte
Hirnforscher Roth (Bildungssystem ist eine Katastrophe)sowie die wissenschaftlichen Leiter
der Laborschule Bielefeld,sowie der Leiter der finnischen Schulbehörde gescheitert.
Das Problem wird sich aus demographischen Gründen von ganz allein lösen.In Frankreich
gibt es wie in den asiatischen Ländern auch eine Einheitsschule,dennoch ist die soziale
Mobilität geringer als in Deutschland.Die höchste Mobilität gibt es in Dänemark,dort sind
aber auch die Einkommensunterschiede am geringsten,da hier die hohen Einkommen durch sehr hohe Steuern abgeschöpft werden,und die Gewerkschaften sich stark für
geringe Lohnunterschiede eingesetzt haben.

apollyon
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1

14.06.2012 - 10:33 Uhr
apollyon

Bzgl. Ausländerbenachteiligung:
Letztens gab es in der SZ einen Bericht über eine Studie , die gezeigt hat, dass Ausländer sein an sich statistisch gesehen keinen Einfluß auf die Notenvergabe oder die Schulempfehlung hat, sondern die Effekte ausschließlich schichtenbezogen sind.
Kids höherer sozialer Schichten werden bevorzugt, niedrigerer Schichten benachteiligt.
Vergleicht man Kinder mit und ohne Migrationshintergrund aus der gleichen Schicht, so werden sie ähnlich benotet und gefördert.
Natürlich werden im Schnitt Ausländerkinder stärker benachteiligt, weil es eben mehr Ausländer aus sozial niedrigeren Schichten kommen.

Ich habe leider den Link nicht gefunden, ein paar Infos gibt es hier http://initiativgruppe.wordpress.com/2011/12/17/herkunft-und-schulnoten-wie-hangt-das-zusammen/

Natürlich gibt es immer noch Einzelfälle von Ausländerdiskriminierung, die gerne erwähnt werden.

holaforjedermann
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Mag ich Mag ich nicht

1

14.06.2012 - 10:35 Uhr
holaforjedermann

Digital_Data sagte:
"Was bildet ihr uns ein?" was für ein geiler Titel. Von Trappatoni abgeleitet ;-).

Und was noch fehlt, vielleicht ist es ja im Buch drin: Wenn nur ein problematisches Jahr auftaucht, weil die Entwicklung von Kindern nicht so strikt verläuft wie erwartet oder zu Hause irgendwas schief geht, dann wird das sofort dankbar zum "Downgrading" angenommen.

Vielleicht sollten wir zu dem Punkt kommen, das schlechte Noten nicht nur den Kindern zugeschrieben werden, sondern auch den Lehrern. Wenn jemand was nicht richtig lernt, ist nicht
immer nur der Schüler schuld.

Digital_Data


Ich habe aus versehen auf den Minus Daumen gedrückt und wollte eigentlich den anderen Daumen, dass kann man nicht mehr umändern @die Technik vielleicht mal ein Anliegen, das zu tun.

Das ist ein guter Punkt. Manfred Spiter sagt nämlich: Wenn ein Kind Angst vor Mathe hat, dann hatte er einen schlechten Mathelehrer. (:
Wobei der Lehrer auch nichts dafür kann, wenn 34 Schüler in seiner Klasse sitzen...

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