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octopussy
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Mag ich Mag ich nicht

1

23.04.2012 - 18:57 Uhr
octopussy

Wodurch ich lerne? Durch das Leben. Durch Reflektion und Nachdenken. Durch Zugucken und Beobachten. Durch Wollen und enttäuscht werden. Durch Siegen und Lachen. Durch Weinen und Fallen. Durch Kind bleiben und Erwachsen sein. Und vor allem: durch jede Entscheidung.

drolli
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Mag ich Mag ich nicht

1

23.04.2012 - 20:49 Uhr
drolli

durch die scripted reality auf rtl 2. da lernt man sachen kennen, die man vorher nicht fuer moeglich gehalten haette.....

wiemachterdasnur
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Mag ich Mag ich nicht

2

23.04.2012 - 22:10 Uhr
wiemachterdasnur

wenn es zack macht, und alle anderen in deinem umfeld sind plötzlich verheiratet, haben tolle jobs, und ihr leben ist immer und überall super, dann weisst du zwei dinge:

1. das ist totaler bullshit und bei näherer betrachtung die eigentliche hölle. man muss nur hinsehen;
2. du hast es nicht falsch gemacht, sondern richtig. es fällt dir nämlich im gegensatz zu anderen überhaupt auf.

lernen kann man am besten von superhelden. wer das ist? entscheidest du selbst. meine helden des lebens:

- mein vater, weil er immer sein ding durchzieht, und dabei doch auf dem boden bleibt
- der limbeck, weil ers draufhat
- claudia, weil sie unglaublich süss und pragmatisch zugleich ist
- pierre bourdieu, weil die geisteswissenschaftliche fakultät einer universität der beste platz der welt ist, um das leben zu lernen!
- roy makaay, weil es einfach eine freude war, ihm zuzusehen
- helmut schmidt, weil rhetorische höchststrafen bei niemandem sonst so unprätentiös formuliert werden
- chamfort, weil die lektüre jedesmal eine freude ist
- uli s., weil er fast überall aneckt, aber meistens recht hat
- anni, weil sie immer zu mir hält und fast immer lacht

noch fragen? such dir jemanden, der ganz gewaltiges potenzial hat, dein held zu sein. und machs genauso! oder lern durch eigene fehler, ist aber fast immer teurer, und langweilig noch dazu.

lady_dawn
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Mag ich Mag ich nicht

2

23.04.2012 - 23:01 Uhr
lady_dawn

Es hilft schon sehr, wenn man gelegentlich (zu sich selbst) sagt: "So nicht - nicht mit mir." Und einen eigenen Weg geht, von dem man glaubt, dass andere ihn so nicht gehen würden, und dabei Erfahrungen macht, die eben so auch keiner macht.
Die Erfahrungen, die von anderen Lebensläufen herausstehen, sind wohl das, worauf man später als "Erinnerung" gern zurückgreift und sich Stolz breit macht.
Das schönste Lernen ist, seinen eigenen Weg zu gehen und Menschen zu begegnen, die man als Glücksfall seines Lebens empfindet.

stehplatz
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Mag ich Mag ich nicht

0

24.04.2012 - 00:27 Uhr
stehplatz

im endeffekt heißt das ja nix anderes als über den dingen stehn, sie reflektieren können und im schrank des wohlbefindens nach belieben in die eigene schublade einordnen können.

das is aber sehr optimistisch. mögen wir über vieles objektiv zu denken vermögen, was uns selbst betrifft kriegen wir die innere subjektivität doch selten mit einer auf uns wirkenden objektivität in einklang - gerade wenn wir unzufrieden und unglücklich sind.

das wird noch dadurch verstärkt, dass wir zwar unsere schublade einräumen können wie wir wollen, aber auch die anderen stecken uns in irgendwelche kategorien. und gerade wenns uns dreckig geht, neigen wir dazu, die natürlich negativen fremdzuschreibungen aufzusaugen.

und wenn mir net mal die kohle mehr reicht, mir meinen kühlschrank mit den 0815 basics zu füllen, dann muss die welt ausschließlich aus geisteswissenschaftlern bestehn, um mir meine situation noch schönreden zu können.

aber, ums mit den wombats zu halten: "everything is going wrong but we're so happy!"

Kessrien
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Mag ich Mag ich nicht

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24.04.2012 - 08:40 Uhr
Kessrien

Lernen durch Einsicht existiert, aber nachhaltiges Lernen geschieht durch das Machen von Erfahrungen. Wenn vorher Einsicht bestanden hat, ist man eher bereit, neue Erfahrungen zu machen, anders herum funktioniert es aber noch besser. Zumindest wenn man Lernen aus einer neuro- bzw. kognitionswissenschaftlichen Perspektive aus betrachtet.

Ein schönes Beispiel sind Ängste - diese verschwinden in der Regel durch das Machen korrigierender Erfahrungen - und nicht durch Umdenken. Wenn ich Angst habe, vor anderen Menschen zu sprechen, hilft eine Neubewertung der Situation einigen Menschen, die meisten Leute profitieren aber schneller davon, eine Rede gehalten zu haben - und hinterher nicht gefressen worden zu sein.

chrinamu
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Mag ich Mag ich nicht

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24.04.2012 - 09:34 Uhr
chrinamu

Ich bin ja ein großer Wallace-Fan trotz der dicken Bücher, aber die zitierten Stellen aus der Rede finde ich eher platt...

Am meisten gelernt hab ich beim Arbeiten und bei Auslandsaufenthalten, glaub ich. Weil man da sich selber neu zu allem verhält, was man eigentlich sonst nicht in Frage stellen würde.

BrownEyes
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Mag ich Mag ich nicht

0

24.04.2012 - 09:37 Uhr
BrownEyes

Es macht mich betroffen, wenn die letzte Konsequenz einer "guten Antwort" über das Lernen wie im Fall von David Foster Wallace (s)ein Suizid ist. Was lernen wir den daraus?

kidloco
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Mag ich Mag ich nicht

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24.04.2012 - 09:45 Uhr
kidloco

demut, liebe, toleranz

Jesses
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Mag ich Mag ich nicht

-1

24.04.2012 - 10:39 Uhr
Jesses

Das wussten schon die Christen im Mittelalter. Wer alles als "Heilig" erklären, gibt sich mit allem zufrieden und lebt glücklich.

Die Islamisten wissen das mit absoluter Gewissheit noch heute. Die erklären ja selbst den Krieg als "heilig" und damit nicht hinterfragbar.

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lars-weisbrod

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