13.02.2012 - 00:53 Uhr

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13.2.

Text: rasenmaeherkaputtmacher

Die Tage in Sortland beginnen mit einem Blick aus dem Fenster kurz nach dem Aufwachen am Nachmittag und sie enden mit einem Blick aus dem Fenster kurz vor dem Einschlafen. Ich warte auf Berge, ich warte auf Sterne. Dazwischen liegt eine Kleinstadtwelt mit weltoffenen Leuten, die nicht spießig sind, die mich auf Drinks einladen, die sagen, ich solle im Sommer wiederkommen, wenn man die Sonne sehen kann. Am nächsten Tag fühle ich mich immer alt und beschließe, nicht wieder so viel zu trinken. Am nächsten Tag wird morgen wie heute sein.

Es gibt selbstgebackenes Brot mit Majo und Käse, Pfannkuchen und Jazz aus dem Lokalradio. Die Häuser im Zentrum sind blau. Unter grauem Himmel schimmert das Fjordwasser blau und Synne zeigt mir die Stadt und die zwei Einkaufszentren, die jedes Jahr um einen Wanderpokal wettstreiten und deren Manager sich bestimmt in der Bar Ideen für ein noch besseres Einkaufserlebnis austauschen. Es sind Knalldager. So eine Art Bieterwettstreit um die niedrigsten Preise in den Boutiquen.

Wenn mich jemand fragen würde, ob ich Polarlichter in Sortland gesehen habe, dann sollte ich von unten anfangen zu erzählen. Dort beginnen, wo der letzte Millimeter Jägermeister in der Kaffeetasse trocknet. Bei Freunden von Freunden zu Hause, die so hübsch sind, dass ich nicht weiß, ob man wegen der Polarlichter hierher zurückkommen sollte, die nicht erscheinen, oder wegen den Freundesfreunden, deren eingeprägte Gesichter irgendwann verloren gehen werden.

Und wenn mich jemand fragen würde, wie mir die Landschaft gefallen hat, dann sollte ich von oben anfangen zu erzählen. Dort, an der Decke im Dachgeschoss, unter einer Lampe mit rotem Messingschirm, wo sich sich Zigarettenkringel zu wilden, verschlungenen Pflanzen türmen. Die Welt muss um 90 Grad kippen, dann würden die Wolken draußen vor dem Haus runter fallen und man könnte die Berge sehen.

Einmal habe ich Glück und finde ein Loch in den Wolken. Und im Treppenhaus steht eine elektrische Orgel. Eines dieser kleinen Highlights weit weg von zuhause, so schön weit weg von zuhaus.










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2 Kommentare

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josiflosi
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Mag ich Mag ich nicht

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13.02.2012 - 10:19 Uhr
josiflosi

Der war mal wieder schön, der Text.

asphaltfruehling
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Mag ich Mag ich nicht

0

13.02.2012 - 13:23 Uhr
asphaltfruehling

ich mag die unten-oben-brücke sehr. das ist gelungen.


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rasenmaeherkaputtmacher unbekannt

rasenmaeherkapu…

ist jetzt-User und hat diesen Beitrag verfasst.

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