Grundrecht auf Gratisdownload
Sie leben mit dem Internet, sie sind Blogger oder einfach Menschen, die Musik umsonst aus dem Netz laden wollen - jetzt haben sie ihre Macht demonstriert
Diesen Text aus der Süddeutschen Zeitung kannst du hier leider nicht mehr lesen, er ist aber noch im Archiv der Süddeutschen Zeitung zu finden.- Null Punkte für die Meinungsfreiheit 25.05.2012
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13.02.2012 - 12:58 Uhr
JoergAuch
was die vorwürfe (kiddies wollen weiter alles umsonst haben) angeht: blödsinn ! das internet ist schnell und es gab zu beginn der verbreitung von musik im internet kein gutes musik downloade portal. musicload, beatport, amazon mp3, audiojelly sind jetzt da und machen sicher gut geld.
ich lade nach wie vor musik, die ich nirgendwo finde, illegal. wenn ich sie nirgendwo finde, um sie legal zu erwerben, richte ich damit auch keinen schaden an der musikindustrie an. denn ich share meine musik nicht.
filme habe ich bisher immer gefunden und stehen in rund 300 originalverpackungen daheim in dvdregalen.
ich bin sicher nicht rausgegangen, weil ich gratis laden will. ich bin rausgegangen, weil das abkommen nur mal wieder zeigt, dass ein paar euro wichtiger sind als die freheit des einzelnen, und weil das abkommen nahelegt, dass unschuldige kriminalisiert werden. und und und. es steht genug schwachsinn darin. das einzig positive in dem abkommen ist, dass es nicht gegen das gesetz des jeweiligen landes verstossen darf. aber das lässt sich sicher auch noch irgendwie hindrehen (in formulierungen wie "in special cases") ...
meine erfahrung von dem protest steht in meinen texten. nicht gut geschrieben, aber das muss es auch nicht sein.
13.02.2012 - 13:05 Uhr
wach-und-klar
13.02.2012 - 13:07 Uhr
wach-und-klar
Gerade die SZ (und insbesondere ein gewisses Mitglied der Chefredaktion) ist doch sonst immer als erstes dabei, auf die juristischen Probleme hinzuweisen, wenn ein neues Gesetz geschaffen wird, dass unsere rechtsstaatlichen Prinzipien aushebelt.
Finde ich auch ein bisschen schwach, wenn Herr P. nicht klar schreibt, dass da was vollkommen schiefläuft, wenn mittels ACTA die Rechteinhaber ihre Rechte plötzlich selbst durchsetzen dürfen.
apollyon sagte:
Finde ich auch ein bisschen schwach, wenn Herr P. nicht klar schreibt, dass da was vollkommen schiefläuft, wenn mittels ACTA die Rechteinhaber ihre Rechte plötzlich selbst durchsetzen dürfen.
D.h., ACTA ist eine Einladung zu Selbstjustiz?
apollyon sagte:
Finde ich auch ein bisschen schwach, wenn Herr P. nicht klar schreibt, dass da was vollkommen schiefläuft, wenn mittels ACTA die Rechteinhaber ihre Rechte plötzlich selbst durchsetzen dürfen.
Ein internationaler Vertrag ist kein Gesetz, und auch kein Völkerrecht, und damit gegenüber natürlichen oder juristischen Personen überhaupt nicht durchsetzbar.
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13.02.2012 - 12:57 Uhr
JoergAuch
Das ist in der Tat auffällig. Mir kommt es beim Lesen einschlägiger Texte auch eher so vor, dass sich da mal wieder eine Wutbürgerfraktion gefunden, die ein paar besonders lauten Schreihälsen folgt und sicherheitshalber mal gegen ACTA demonstriert, ohne zu wissen warum.
Kann es vielleicht sein, dass die Berichterstattung in den Medien deshalb so knapp ist, weil sie das Thema einfach für nicht besonders wichtig halten, weil sich dadurch bei uns eh nichts ändert?