Grundrecht auf Gratisdownload
Sie leben mit dem Internet, sie sind Blogger oder einfach Menschen, die Musik umsonst aus dem Netz laden wollen - jetzt haben sie ihre Macht demonstriert
Diesen Text aus der Süddeutschen Zeitung kannst du hier leider nicht mehr lesen, er ist aber noch im Archiv der Süddeutschen Zeitung zu finden.- Null Punkte für die Meinungsfreiheit 25.05.2012
- Revoluzzer Ratzinger 25.05.2012
- Bürger werden künftig zur Organspende befragt 25.05.2012
- Verschwinden wir in der Nacht 25.05.2012
- Im Namen der Unbarmherzigen 24.05.2012
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nicht darum, dass ein paar kiddies kostenlos musik saugen.
12.02.2012 - 20:28 Uhr
strikingback
und, erinnert ihr euch alle noch an marina weisband? wie viele artikel über sie erschienen sind. und wie viele journalisten haben sie nach acta gefragt? na!?
wie viele haben kommentiert, dass acta auf undemokratische weise hinter verschlossenen türen, jenseits einer parlamentarischen debatte, verhandelt wurde?
Ich habe noch nie so viel und willig fuer Buecher gezahlt wie die letzten beiden Jahre feur ebooks (und zwar kein Fachbuecher), ich habe kein Stueck raubkopietre Software und besorge mir meine Musik und Kinofilme *nicht* ueber filesharing, sondenr kaufe mp3s oder leihe DVDs (in Muenchen: ich gehe ins Kino , die Auswahl ist ja gut).
Trotzdem - oder vielleicht gerade deswegen - bin ich dagegen dass irgenjemand mich auf Zuruf hin in Fisimatenten bringen kann. Ich mag die Idee dass eine gewisse Schadenshoehe auch objektiv erreicht sein muss bevor wir das Gesetz bemuehen. Und das dann bitte mit Unschuldsvermutung.
Was man von den Protestierern hört, dreht sich aber genau um diese Punkte, was bei mir den Verdacht keimen läßt, daß es doch nur ich-will-alles-und-zwar-umsonst - Kidies sind.
Und bevor mir hier gleich eine meilenlange Linkliste um die Ohren fliegt: Ich will das in einer seriösen Zeitung lesen können, bitteschön.
Und nun frag dich mal, warum es nirgends steht, und warum das Thema eher totgeschwiegen wurde, bis Tausende auf die Straße gegangen sind - die ihre Infos darüber augenscheinlich nicht aus den etablierten Medien hatten.
Übrigens wurde über die Massenproteste in Polen, die schon vor 1-2 Wochen stattfanden, ebenfalls gegen ACTA, auch nicht berichtet.
Schöne neue Medienwelt, hurra!
strikingback sagte:
"Ich will das in einer seriösen Zeitung lesen können, bitteschön."Und nun frag dich mal, warum es nirgends steht, und warum das Thema eher totgeschwiegen wurde, bis Tausende auf die Straße gegangen sind - die ihre Infos darüber augenscheinlich nicht aus den etablierten Medien hatten.Übrigens wurde über die Massenproteste in Polen, die schon vor 1-2 Wochen stattfanden, ebenfalls gegen ACTA, auch nicht berichtet. Schöne neue Medienwelt, hurra!
In der englischen Presse wurde jedenfalls ziemlich viel drueber berichtet. In Deutschland sicherlich auch, kann mir nicht vorstellen dass in keiner der grossen Zeitungen oder Magazine nicht drueber berichtet wurde.
Es geht ja auch nicht unbedingt darum, was in ACTA wirklich drin steht (das wäre alles oder nichts) und auch, was es konkret für Auswirkungen auf die deutsche Rechtslage haben wird (auch keine). Es geht darum, wie das, was drin ist, da hinein gekommen ist - in Geheimverhandlungen - und was ACTA bewirken kann: Es wird "gravierende Auswirkungen auf den Datenschutz und das Fernmeldegeheimnis" haben, so der Bundesdatenschutzbeauftragte und eben doch über kurz oder lang zu einer Verschärfung der Rechtslage führen, wenn es mal wieder in Brüssel (die Vorratsdatenspeicherungsrichtlinie war ja ein guter Anfang) oder von einschlägigen "Law-and-Order"-Politikern in Berlin (auch hier: die Vorratsdatenspeicherungs-Conncetion) als Rechtfertigung für eine Verschärfung der Rechtslage herangezogen werden wird.
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12.02.2012 - 19:06 Uhr
clnet
Mich erschreckt die Regulierungswut, mit der Freiheiten, die in der realen Welt gang und gäbe sind, im Internet abgeschafft werden sollen. Warum soll ich mich ausweisen, bevor ich meine Meinung sagen darf? Warum soll jeder Provider monatelang speichern, wann ich wem eine E-Mail geschickt habe? Warum muss sich niemand dafür verantworten, wenn Behörden verfassungswidrig Computer infiltrieren? Warum sollen Provider die Haftung für den Unfug übernehmen, den ihre Kunden treiben?
Auch deutsche Verlage spielen keine rühmliche Rolle in dieser Debatte. Die veröffentlichen ihre Inhalte zwar frei im Netz, wollen aber plötzlich doch Geld sehen, wenn andere darauf verlinken.
Natürlich hat es hässliche Nebeneffekte, wenn beliebige Inhalte ohne Vorabzensur veröffentlicht werden können, aber die Nebeneffekte einer umfassenden Kontrolle und Zensur sind bei weitem hässlicher.