SZ

12.02.2012 - 18:30 Uhr

0 19 Über Twitter weiterempfehlen

Grundrecht auf Gratisdownload

Text: Marlene Weiss; Foto: dpa

Sie leben mit dem Internet, sie sind Blogger oder einfach Menschen, die Musik umsonst aus dem Netz laden wollen - jetzt haben sie ihre Macht demonstriert

Diesen Text aus der Süddeutschen Zeitung kannst du hier leider nicht mehr lesen, er ist aber noch im Archiv der Süddeutschen Zeitung zu finden.


Neue Magazin-Texte:
Textoptionen
Mehr Texte zum Label
SZ
Text Freunden empfehlen Text drucken Text melden
Der Text gefällt Dir?
Lesenswertpunkt schenken
Fehler gefunden?
Report an Error
Hier bei jetzt.de anmelden,
Texte schreiben und kommentieren.
19 Kommentare

speichern

Alle Kommentare anzeigen

clnet
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

5

12.02.2012 - 19:06 Uhr
clnet

Enttäuschend oberflächlich der Artikel, aber so ist das eben mit Dingen, die man umsonst aus dem Internet saugt. Natürlich mag es manchen nur um den Gratisdownload gehen, aber das zum Kern der Anti-ACTA-Proteste zu erklären, ist zu kurz gedacht.
Mich erschreckt die Regulierungswut, mit der Freiheiten, die in der realen Welt gang und gäbe sind, im Internet abgeschafft werden sollen. Warum soll ich mich ausweisen, bevor ich meine Meinung sagen darf? Warum soll jeder Provider monatelang speichern, wann ich wem eine E-Mail geschickt habe? Warum muss sich niemand dafür verantworten, wenn Behörden verfassungswidrig Computer infiltrieren? Warum sollen Provider die Haftung für den Unfug übernehmen, den ihre Kunden treiben?

Auch deutsche Verlage spielen keine rühmliche Rolle in dieser Debatte. Die veröffentlichen ihre Inhalte zwar frei im Netz, wollen aber plötzlich doch Geld sehen, wenn andere darauf verlinken.

Natürlich hat es hässliche Nebeneffekte, wenn beliebige Inhalte ohne Vorabzensur veröffentlicht werden können, aber die Nebeneffekte einer umfassenden Kontrolle und Zensur sind bei weitem hässlicher.

madguitar
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

7

12.02.2012 - 19:57 Uhr
madguitar

um es kurz zu machen: es geht um das aushebeln der unschuldsvermutung.

nicht darum, dass ein paar kiddies kostenlos musik saugen.

Mandelbrote
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

12.02.2012 - 20:11 Uhr
Mandelbrote

Oberflächlich ist noch nett gesagt.

strikingback
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

12.02.2012 - 20:26 Uhr
strikingback

Dein Kommentar

Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

12.02.2012 - 20:28 Uhr
strikingback

die qualitätsschwankungen in der sz sind doch beachtlich.

und, erinnert ihr euch alle noch an marina weisband? wie viele artikel über sie erschienen sind. und wie viele journalisten haben sie nach acta gefragt? na!?

wie viele haben kommentiert, dass acta auf undemokratische weise hinter verschlossenen türen, jenseits einer parlamentarischen debatte, verhandelt wurde?

drolli
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

1

12.02.2012 - 22:43 Uhr
drolli

Danke liebe Journalisten, dass ihr ACTA-Gegner = Anonymous Deppen die nichts bezahlen wollen gleichsetzt.

Ich habe noch nie so viel und willig fuer Buecher gezahlt wie die letzten beiden Jahre feur ebooks (und zwar kein Fachbuecher), ich habe kein Stueck raubkopietre Software und besorge mir meine Musik und Kinofilme *nicht* ueber filesharing, sondenr kaufe mp3s oder leihe DVDs (in Muenchen: ich gehe ins Kino , die Auswahl ist ja gut).

Trotzdem - oder vielleicht gerade deswegen - bin ich dagegen dass irgenjemand mich auf Zuruf hin in Fisimatenten bringen kann. Ich mag die Idee dass eine gewisse Schadenshoehe auch objektiv erreicht sein muss bevor wir das Gesetz bemuehen. Und das dann bitte mit Unschuldsvermutung.

trachtenjankerl
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

3

13.02.2012 - 01:58 Uhr
trachtenjankerl

Leider gibt es niemanden, der einem mal neutral erklärt, was denn nun tatsächlich drinsteht in diesem ACTA-Dings. Wikipedia? Fehlanzeige, unter "Inhalt" steht da nur, das angedacht war, gewisse Dinge reinzuschreiben, die dann wohl doch nicht drin gelandet ist. (?)

Was man von den Protestierern hört, dreht sich aber genau um diese Punkte, was bei mir den Verdacht keimen läßt, daß es doch nur ich-will-alles-und-zwar-umsonst - Kidies sind.

Und bevor mir hier gleich eine meilenlange Linkliste um die Ohren fliegt: Ich will das in einer seriösen Zeitung lesen können, bitteschön.

strikingback
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

-3

13.02.2012 - 11:37 Uhr
strikingback

"Ich will das in einer seriösen Zeitung lesen können, bitteschön."

Und nun frag dich mal, warum es nirgends steht, und warum das Thema eher totgeschwiegen wurde, bis Tausende auf die Straße gegangen sind - die ihre Infos darüber augenscheinlich nicht aus den etablierten Medien hatten.

Übrigens wurde über die Massenproteste in Polen, die schon vor 1-2 Wochen stattfanden, ebenfalls gegen ACTA, auch nicht berichtet.

Schöne neue Medienwelt, hurra!

Chestity
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

13.02.2012 - 11:42 Uhr
Chestity

strikingback sagte:
"Ich will das in einer seriösen Zeitung lesen können, bitteschön."Und nun frag dich mal, warum es nirgends steht, und warum das Thema eher totgeschwiegen wurde, bis Tausende auf die Straße gegangen sind - die ihre Infos darüber augenscheinlich nicht aus den etablierten Medien hatten.Übrigens wurde über die Massenproteste in Polen, die schon vor 1-2 Wochen stattfanden, ebenfalls gegen ACTA, auch nicht berichtet. Schöne neue Medienwelt, hurra!

In der englischen Presse wurde jedenfalls ziemlich viel drueber berichtet. In Deutschland sicherlich auch, kann mir nicht vorstellen dass in keiner der grossen Zeitungen oder Magazine nicht drueber berichtet wurde.

wayward_boy
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

13.02.2012 - 11:48 Uhr
wayward_boy

Das Problem ist doch, dass es die meisten einfach nicht verstehen (die Autorin dieses Artikels, bedauerlicherweise, mit eingeschlossen), worum es geht. Und wenn ich lese, dass die meisten Politiker ACTA einfach "nicht auf dem Schirm" hatten, wundert mich das nicht.

Es geht ja auch nicht unbedingt darum, was in ACTA wirklich drin steht (das wäre alles oder nichts) und auch, was es konkret für Auswirkungen auf die deutsche Rechtslage haben wird (auch keine). Es geht darum, wie das, was drin ist, da hinein gekommen ist - in Geheimverhandlungen - und was ACTA bewirken kann: Es wird "gravierende Auswirkungen auf den Datenschutz und das Fernmeldegeheimnis" haben, so der Bundesdatenschutzbeauftragte und eben doch über kurz oder lang zu einer Verschärfung der Rechtslage führen, wenn es mal wieder in Brüssel (die Vorratsdatenspeicherungsrichtlinie war ja ein guter Anfang) oder von einschlägigen "Law-and-Order"-Politikern in Berlin (auch hier: die Vorratsdatenspeicherungs-Conncetion) als Rechtfertigung für eine Verschärfung der Rechtslage herangezogen werden wird.

Weiter Seite 1 2

Alle Kommentare anzeigen


Speichern

Süddeutsche Zeitung

Dieser Text stammt aus der Süddeutschen Zeitung. Teste Deutschlands große Tageszeitung jetzt zwei Wochen kostenlos und unverbindlich: hier klicken!