Fünf Lieder für die Woche
Mitten durchs Schneetreiben tönt Frischgepresstes von Lambchop, außerdem jede Menge Gute-Laune-Folk und ein kleines Farewell für Superpunk.
Lambchop – „Gone Tommorrow“Diese Band ist ja seit jeher der glänzende Körper des Kurt Wagner aus Nashville, der schon hundert Jahre lang beharrlich mit seiner Brumm-/Fistelstimme Zaubermelodien zu Liedern macht, die sich schwer fassen und schwer mitsingen lassen. Trotzdem wäre es gut, wenn immer im Hintergrund eine Lambchop-Platte laufen würde, egal welche Situation, egal welche Platte, es wäre einfach: besser. Das Video ist funkelnagelneu und erst seit heute Nachmittag zu sehen, Platte kommt nächste Woche. Zieht also die Premierenhosen an und legt euch sieben Minuten lang so aufs Fensterbrett, dass die Stirn ganz kurz und ganz leicht die eisige Scheibe berührt und denkt an Nashville, Tennessee. Oder an Erbsen.
Fanfarlo – "Shiny Things"
Die Band Fanfarlo fanden wir ja schon beim Debüt überaus brauchbar. Jetzt beim zweiten Album "Rooms Filled With Light" (VÖ 24.2.) hat sich das Liebliche ein bisschen in Richtung elektrisch-sphärig verschoben, was aber gar nicht viel ausmacht. Zumindest diesen Soundtrack für die Gymnastikstunde hier lassen wir uns weiterhin gerne gefallen.
Big Deal – "Talk"
Wenn Mädchen und Junge als Duo ins Mikrofon japsen, ist das ja meistens ein guter Grund, zumindest nicht gleich weiter zu skippen. Im Falle von Big Deal aus London ist es aber sogar gleich so, dass man dringend mehrere Platten kaufen möchte, dabei haben sie noch kaum welche. Egal, gut gegen Nordwind!
Hooded Fang – "Brahma"
„Surfmusik aus Kanada“ steht auf der Verpackung dieser kleinen Band aus Toronto. Auf die Surfmusik wären wir jetzt nicht gleich gekommen, aber ein bisschen wärmer macht das Gedengel hier schon. Und in diesen Tagen wird ja alles, was warm macht, mit Kusshand genommen.
Superpunk – "Neue Zähne für meinen Bruder und mich"
Unlängst ereilte uns noch die Meldung, die Hamburger Band Superpunk hätte sich aufgelöst. Das ist traurig, denn diese Herren gehörten immer ja zum Launig-Subversivsten, was man so aus der Ecke im Schrank kramen konnte. Traurig, aber vermutlich richtig, denn nichts kann einem Lieblingsbands gründlicher verleiden, als wenn man ihnen jahrzehntelang beim Gang in die Nichtbeachtung zusehen muss. Also, hoch die Tassen und ein letzter Tusch auf Superpunk!
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14.02.2012 - 09:08 Uhr
shafty
schrummel-schrummel...gähn,gähn
ABER: schön zu sehen, wieviel mühe sich da oft für die videos gegeben wird! das ist toll!