Open Office
Lieber Schwarm,wer hat Erfahrungen mit Open Office?
Kann man es empfehlen? Wie kompatibel sind MS Word Dokumente mit Open Office? Kann ich mich da von allen Formatierungen verabschieden? Und wie sieht es mit größeren Arbeiten wie z.B. Dissertationen aus?
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... dass ich ebenfalls Libre- bzw. Open- und vorher Staroffice seit 2002 verwende.
Es ist eine legale und kostenfreie Möglichkeit, Texte, Tabellenkalkulationen, Zeichnungen, Datenbanken und Präsentationen zu erstellen.
Wenn man sich dem kommerziellen und omnipräsenten Produktangebot eines bestimmten Marktführers nicht aussetzen will, ist Libreoffice (Nachfolger von Openoffice und Staroffice) eine echte Alternative.
Selbst für jemanden, der Bücher schreiben möchte...
PS Ein Freund schrieb seine Dissertation in LaTex. Aber das ist wohl eher etwas für Freaks ;-)
und du ahnst nicht mal, wie viele sicherungskopien ich mache. jeden abend maile ich mir letzte version, ich habe zwei festplatten und eine version liegt auf dem server der hochschule. und alle schön mit datum und uhrzeit. I'm the queen of backups. :o)
@Eigarlaus - hau ab mit Linux/ Latex. diese von nerds hochbejubelten programme sind genau das: für nerds und frickler. Ich kaufe mir auch mein brot und pflanze nicht selber korn an, um es dann zu mahlen und zu brot zu verarbeiten. der versuch, mit linux klar zu kommen ist der grund, warum ich jetzt vor open office zurück scheue.
Aber auf einem Rechner, der nur word drauf hat, laufen die als open-office-Dokumente gespeicherten Texte natürlich nicht.
Mir sind keine CopyShops bekannt, die OpenOffice Formate verarbeiten, und selbst wenn Sie in ein PortableDocumentFormant speichert, muss Sie sich auch hier über ein paar kleine Unterschiede im klaren sein.
Die diversen Qualitäten von PDF Dateien werden sehr schön in dem von mir verlinkten Humbold in Dokument erläutert!
Ein größeres Word Dokument in OO zu übernehmen, da würde ich tatsächlich alle Formatierungen zurücksetzen. WORD legt im Hintergrund soviele Absatzformate an, das wenn man in WORD einfach mal so darauf losgeschrieben hat und hübsch gemacht hat, keine Chance ist, dort nachträglich eine saubere Struktur reinzubekommen.
Mitten in der Arbeit von WORD auf OO zu wechseln, heisst nicht, das sich daraus eine überischtlichere Textstruktur gibt.
Auch wenn Du ein paar unschöne Worte über Latex und Linux gelassen hast (was wäre google ohne linux?)
und es immer weh tut, wenn Leute geistige Programmierer Arbeit für Frickler und Nerds, sprich Verrückte halten und nicht eine Form für geistige Leistung,
mit dem Latex Dokument wollte ich im wesentlichen eine "ideele" Arbeitsweise aufzeigen, den richtigen Rahmen und die Struktur aufsetzen und dann mit Inhalt auffüllen - abgesehen davon, das Latex sich an den Goldenen Schnitt und die Regeln des Buchdrucks hält und seit Jahrzehnten damit Bücher gesetzt werden.
Ein Rollstuhlfahrer aus meinem Freundeskreis in den 90'er Jahren auf einem Amiga den evangl. Theologen damit ihre Magisterarbeiten 'setzte'
Und OpenOffice hat nichts mit Linux zu tun, es war und ist ein orginäres Windows Programm, von einem deut. Austauschüler geschreiben.
Der in Amerika erlebte, zu welchem Preis dort MS verkauft wurde und zu welchem Preis es in D verkauft wurde.
Er hat in gew. Weise nichst neu erfunden, sondern böse gesagt WORD 3.1 nachgebaut und hier und da überarbeitet.
Und wenn Du wissenschaftliches Arbeiten unterrichtest, wird Dir das Humbold Dokument erwartungsgemäss nichts neues Erzählen, oder doch?
Hach, ich liebe die deut. akadem. Landschaft, es ist jedesmal ein Symposium wert, wenn sich einer an den interdisziplinären Austausch heranwagt.
p.s. nein, Du bist nicht die Queen der Backups, Du könntest von den Nerds und Freaks eine Menge lernen, was eine gescheite Backupverwaltung und Versionskontrolle ist, das darfst Du glauben, Programmieren ist "high performance" Text und Informationsverarbeitung.
Spaß beiseite, Software nimmt einem nicht das denken ab. Die Theorie ist, sich der Anforderungen bewusst zu sein, das entsprechende Werkzeug dafür zu finden, es beherrschen zu lernen, die Regel jedoch, das es meist andersherum passiert.
Bei einem Handwerker ist es selbstverständlich, erst jahrelang die Bedienung einer Tischkreissäge und den Umgang mit dem rechten Winkel zu lernen.
Seltsamerweise betrachten wir das Werkzeug "Software" andersherum, was manchmal so ausschaut, als würden wir glauben, nur weil uns modernstes Werkzeug zur Verfügung steht, können wir adhoc einen Schrank bauen.
Letztlich tut die Software nur dann etwas, wenn wir die Arbeitsweise und Denkungsart erfassen und uns darauf einlassen, dies kann bei einer Office Software durch learning by doing passieren, und ist die eigentliche Stärke, kann aber genausogut zu traumatischen Erlebnissen führen.
Office Software lässt einem viel mehr Freiheit, die eigene Arbeitsweise umzusetzen ... aber eben auch nur, wenn es halbwegs gelingt, Denkungsart und Wesen dieses Hilfsmittel zu erfassen und nicht zu letzt eine genaue Vorstellung davon hat, bei was einem die Software unterstützen soll.
Benutzt man eine Office Software wie eine Schreibmaschine, wird man auch den gleichen Aufwand wie mit einer Schreibmaschine hat, bis auf das nicht soviel Geld für TippEx ausgegeben werden muss.
Ein uraltes Buchsatz Programm wie Latex bietet ein starres Korsett, Du bist glücklich, wenn Dir das Korsett passt, komm aber nicht auf die Idee, es nach eigenen Ideen anzupassen.
Doch finden sich hier Formatvorlagen, oder lass uns besser von Konventionen sprechen, für Veröffentlichungen in internationalen wissenschaftlichen Publikationen.
Dies allein sollte Grund genug sein, eine Blick in das Dante Archiv zu werfen, um sich für seine Arbeit mit einer Office Software Anregung zu holen.
Übrigens, Scrivener ist ein sehr faszinierendes Programm aus der Apple Welt, was seit diesem Jahr auch in der Windows Welt zur Verfügung steht.
http://www.literatureandlatte.com/scrive...
... und das es _nie_ Spaß macht mit it'lern zu sprechen, habe ich jetzt einfach mal überlesen
10.02.2012 - 22:04 Uhr
anagramm
Bei Fußnoten passiert das eher selten, doch sollten mehrere Fußnotenvorlagen vorhanden sein, muß man die "glatt" ziehen.
Ein hilfreiches Feature dabei ist der Navigator (Icon sieht aus wie eine Kompassrose) es erlaubt einem eine strukturelle Ansicht und bietet die Möglichkeit, Kapitel an eine ander Stelle zu ziehen oder dezidiert zu Fußnoten, Kapitel, Grafiken etc. zu springen.
Wenn diese Arbeiten gemacht werden, ist es ratsam, die WORD Datei im orginären OO Dateiformat abzuspeichern.
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09.02.2012 - 23:45 Uhr
peterknecht
Wenn ich schreibe, das ich mit OpenOffice (jetzt LibreOffice) arbeite als es noch Staroffice hieß und damals "sogar" 40 DM zahlte, wird Du das nicht als aussagekräftiges Argument werten, eher laufe ich Gefahr, als nicht belehrbarer Fan zu gelten.
Was ich als Vorteil betrachte, sehen andere eher als Eigenarten an.
Nun, ich will mir Zeit nehmen, ein paar Eigenarten zu nennen, zumal ich als "Helpdesk" Mitarbeiter täglich erleben muss, wie Deutsche Unternehmen mit dem Platzhirschen Geld verbrennen.
(1) schon seit Staroffice Zeiten konnte ich damit pdf-Dateien erstellen!
(2) bis heute repariere ich damit MS Dateien, damals für Kommiltonen, heute für Mitarbeiter/Kunden, klappt fast immer
(ja 'fast alle', hallo, bitte, wenn MS in die Grätsche geht, und die Datei mit OO wiederhergestellt wird, mit leichten Einbussen der Formatierung ... hallooo?!?)
(3) es hat nachwievor eine konservative Menüführung, die dem Thema Textverarbeitung angemessen ist.
Die Menügestaltung von MS mag seine Berechtigung haben, und es gibt Menschen, die damit sehr gut arbeiten können, ok, doch mir hat sich bei jeder neuen Version der Eindruck aufgedrängt, mir als Anwender soll vermittelt werden "besuch intuitiv eine Fortbildung" (oh ja, ich habe Fortbildungen für MS gegeben - OO ist ja für Unternehmen uninteressant und MS wird als Standard betrachtet, und ich hatte die letzten Jahre immer öfters Teilnehmer, die mir 'gestanden' zuhause lieber OO zu verwenden)
(4) eine weitere Eigenart ist - OO kennt zahlreiche Dateiformate, etwas, was den "ich will doch nur schreiben" - Anwender erstmal überhaupt nicht interessiert, bedauerlicherweise (s. Punkt 2)
(5) viele MS Anwender wagen sich gar nicht an Formatvorlagen ran - in gewisser Weise muss das der MS Anwender auch nicht ... nein, das führt zu Sarkasmus.
Für grössere Arbeiten muss man sich bei MS wie auch bei OO in die jeweilige Philosophie einarbeiten!
Du wirst es Dir denken, was meine bescheiden Meinung ist, es wird Dir bei OO besser gelingen, und mit ein bisschen Ehrgeiz wirst Du Dir in OO auch eine Literaturverwaltung anlegen.
Du findest für OO gute Vorlagen (s.u.)
(6) mit Beiden kannst Du umfangreiche Dissertationen schreiben (mit WORD 3.1 konntest Du das nicht...)
und nachwievor solltest Du trotz aller Stabilität nicht auf dieselbige verlassen, heisst immer noch - regelmässig speichern , believe me.
... und Beide nehmen Dir das strukturieren und schreiben nicht ab!
Eine Dissertation ist ja nicht nur ein "Geniestreich". Es ist Sammeln von Texten, Verwaltung von Fußnoten und Literatur, unterschiedliche Versionen etc.
Eine Software kann dabei unterstützen oder eben auch behindern, weil man sich damit konfrontiert sieht, sich mehr mit der Software als mit seinem Thema zu beschäftigen.
Versuch Dir zu vergegenwärtigen, Dissertationen wurden auch mit Schreibmaschine, TippEx und Karteikarten geschrieben, ist nicht das Schlechteste.
Meine Erfahrung ist, das an Deutschen Universitäten das Handwerkzeug für eine Dissertation den Studenten nicht wirklich nahe gebracht wird, quasi an die autodidaktischen Talente der Studenten appeliert wird.
Gerne möchte ich dir einen Text der Uni Osnabrück empfehlen, der über die Erstellung einer Bachelor Arbeit referriert - jedoch in Latex, bevorzugt von Naturwissenschaftlern und Menschen, die hebräische Texte einbinden müssen
in dieser "Anleitung" findet sich die sehr wichtige Formulierung:
"Ein logisch strukturierter Text kann jederzeit
verändert werden, so dass sich alle Verweise konsequent mitverändern. Wenn auch noch mathematische Formeln ins Spiel kommen, führt an LATEX kein Weg vorbei. Es ist das ideale Werkzeug für die Erstellung logisch strukturierter
Texte, zum Beispiel einer Bachelorarbeit in Physik. Zuerst wird ein Pflichtenheft geschrieben, das sich Schritt für Schritt in das abzuliefernde Dokument verwandelt. Man spricht in diesem Zusammenhang vom top-down approach oder von der Methode der schrittweisen Verfeinerung."
... es geht nicht um die dort behandelte Software, sondern die Anforderungen, die Dir bei einer Dissertation begegnen.
www.home.uni-osnabrueck.de/phertel/pdf/lt.pdf
In Sache Openoffice ist ein Blick auf nachfolgendes Dokument sicherlich ganz hilfreich:
edoc.hu-berlin.de/e_autoren/download/dissertation-stw-man.pdf
(die ist von 2003 ... aber da hat sich nichts geändert, wie gesagt openoffice ist sehr konservativ)
die Seite dazu:
http://edoc.hu-berlin.de/e_autoren/vorla...
tja, und das Wichtigst ist immer noch das Thema der Dissertation, und da wünsch ich Dir viel Glück!