"Ich bin Alexanderplatz"
Den vom Arabischen und Türkischen beeinflussten Jugendslang der Großstädte lehnen viele Menschen ab. Zu Unrecht, sagt Sprachwissenschaftlerin Heike Wiese.
Diesen Text aus der Süddeutschen Zeitung kannst du hier leider nicht mehr lesen, er ist aber noch im Archiv der Süddeutschen Zeitung zu finden.- Null Punkte für die Meinungsfreiheit 25.05.2012
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Aporia sagte:
Boah, du kannst ja nicht mal ansatzweise "Kiezdeutsch", trachtenjankerl. Sauschlecht.
tut mir leid, bin nicht aus Berlin. Ich hab mal in die Provinz extrapoliert, und das kam dabei raus.
Es ist eine Sprachvarietät mit reduzierten Satzstellungen und einer eingeschränkten Grammatik, eher kreatief als kreativ. Dass dabei einige wenige türkische oder arabische Wörter eingeflossen sind, stört mich überhaupt nicht. Im Gegenteil, ich wundere mich eher darüber, dass es nicht mehr geworden sind.
Doch diesen Jugendslang, der auf dem Land kaum gesprochen wird, zu einem "Dialekt" aufwerten zu wollen, halte ich für abwegig. In diesem Punkt stimme ich dem Bamberger Sprachwissenschaftler Helmut Glück "Kiezdeutsch ist kein Dialekt" voll und ganz zu: "Das sehe ich deutlich anders. Weil ein Dialekt immer eine Redeweise ist, die für eine bestimmte Region charakteristisch ist und zudem eine historische Tiefe hat. Neuere Dialekte, die es auch gibt wie etwa das Berlinerische, existieren seit rund 500 Jahren. Das ist etwas völlig anderes als irgendeine aktuelle Jugendsprechweise wie das Kiezdeutsch. Frau Wiese versucht einfach, am Prestige des Dialekts zu partizipieren, indem sie diesen Begriff auf eine Sprechweise überträgt, die alles andere als ein Dialekt ist." Das ganze Interview kann man hier nachlesen: http://www.rp-online.de/kultur/kiezdeuts...
Wer es ganz genau wissen will, schaue sich das Video "Lernt Kiezdeutsch" mit Anke Engelke an..:-)
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09.02.2012 - 14:15 Uhr
Grrmpf
Wir reden glaube ich gerade aneinander vorbei. Wer diese Sprachvariante von klein auf spricht, wird niemanden herabwürdigen (wollen), wenn er sie gegenüber seinem Umfeld benutzt. Auch dann nicht, wenn er später hochdeutsch gelernt hat.