07.02.2012 - 08:00 Uhr

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Welche Bundesministerien fehlen?

Text: yvonne-gamringer

Niemand braucht einen Bundeskuchenminister, schon klar. Aber wie wäre es mit einem Bundeswetterminister und einer Bundesgefühlsminister? Hast du weitere Ideen?

Als jetzt eben die Karl-Theodor zu Guttenberg-Website gehackt wurde, dachte man einen Moment lang: Huch! Gibt es den Job? Ganz unwahrscheinlich wäre es in einem regulierungsfreudigen Land wie unserem ja nicht, dass auch der Kuchen einen Verantwortlichen hat. Aber das ist Kokolores: Einen Kuchenminister gibt es nicht. Dafür hier drei Vorschläge für Ministerien, die man stattdessen mal einrichten könnte:
 
1. Bundesgefühlsministerium
Darum braucht’s das: Ursprünglich war der Bundespräsident für Schmonz und Schmonzette zuständig. Er hält nämlich im Normalfall unbedeutende aber gefühlige Reden und wird dafür gelobt. Unter Christian Wulff ist die Position vakant geworden. Überhaupt, sagen wir den Satz doch nochmal: „Hat das Amt unter Wulff Schaden genommen.“
Die könnten das machen: Margot Käßmann, Horst Köhler
So würde sich das anhören: „Lassen Sie die Tränen zu.“  

2. Bundeswetterministerium
Darum braucht’s das:
Der Mensch redet in erster Linie über das Wetter, in zweiter Linie auch. Zumal in diesen frostigen Zeiten. Nachdem Jörg Kachelmann vom Bildschirm verschwunden ist, ist die Rolle des Wettererklärers frei. Aber nirgends ist ein Maskottchen zu sehen, das uns verbindlich das Werden und die Folgen des Wetters nahebringen könnte. Schade! Kein anderer Mensch wäre populärer. Kein anderes Kabinettsmitglied hätte soviel Aufmerksamkeit. Alle Fernsehsender hätten neben den Symbolbildern und ihren eigenen verbrauchten Wettermenschen endlich ministrable Persönlichkeiten zum Durchinterviewen. Zudem: Wer den Job macht, kann nix falsch machen. Denn wer kann schon was fürs Wetter?
Der könnte das machen: Richard David Precht
So würde sich das anhören: „Heute stürmt’s. Sie sehen das an meinen nach hinten gebeugten Prinz Eisenherzhaaren.“  

Die zukünftigen Minister Deutschlands

3. Bundesfernsehministerium
Darum braucht’s das: Das Fernsehen ist in einer schweren Krise. Veranstaltungen wie „Die Goldene Kamera“ gehen nachweislich in die Knie, weil die mitwirkenden Moderatoren und Schauspieler, egal wie gut man sie brieft, bei Live-Übertragungen zuverlässig an die Grenze ihrer Schaffenskraft und ihrer Lustigkeit geraten. Übertragungen wie Wetten, dass..? haben die Grenze Ihrer Haltbarkeit überschritten, werden aber dennoch Monat für Monat wiederbelebt. Übertragungen wie Gottschalks tägliche Sendung werden sehenden Auges möglich gemacht. All das sind Gründe, sich offiziell ums Fernsehen zu kümmern.
Die könnten’s machen: Robert T-Online, Michael Stich
So würde sich das anhören: „Das Fernsehen ist eh bald tot, also kann auch ich mich drum kümmern.“  

Was meinst du? Welche Ministerien fehlen noch?


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Gelegenheitsente
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Mag ich Mag ich nicht

3

07.02.2012 - 08:04 Uhr
Gelegenheitsente

Unbedingt: Bundesgeschmackminister. Es geht nicht um Geschmacksdiktatur oder Geschmacksnivellierung, aber ein Geschmacksministerium könte, demokratisch legitimiert, dafür sorgen, daß Geschmacksverirrungen, die den Tatbestand der Körperverletzung erfüllen, Vergangenheit sind.
Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit.

Guten Morgen.

Grrmpf
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0

07.02.2012 - 08:05 Uhr
Grrmpf

Guten Morgen.

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07.02.2012 - 08:06 Uhr
Grrmpf

z.B. Senf im Kartoffelsalat?

Gelegenheitsente
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Mag ich Mag ich nicht

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07.02.2012 - 08:10 Uhr
Gelegenheitsente

Naja, da müßte man sich noch überlegen, wie weit das gehen darf.
Zunächst mal sollten keine Leggings mehr in Gr.38ff sowie in Damenabteilungen verkauft werden können.
Auf UGGs wird eine Sonderabgabe erhoben, ebenso auf Flipflops und Steppwesten.

Grrmpf
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Mag ich Mag ich nicht

1

07.02.2012 - 08:14 Uhr
Grrmpf

Ich wäre für einen die-da-oben Minister. Immer auf die-da-oben schimpfen und nicht wissen, wer das eigentlich sein soll, ist so unpersönlich.

der_sendlinger
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07.02.2012 - 08:16 Uhr
der_sendlinger

guten morgen.

Gelegenheitsente
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07.02.2012 - 08:16 Uhr
Gelegenheitsente

Das ist aber ein Drecksjob. Der sollte angemessen vergütet und auch mit einem ensprechenden postministeriellen Programm ausgestattet werden (neuer Paß, gesichts-OP, Umzug ins befreundete Ausland)

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Mag ich Mag ich nicht

0

07.02.2012 - 08:17 Uhr
Gelegenheitsente

(waaah, ich hab so gar keine Lust. Außerdem zieht ein Eiseshauch geradewegs über die Tastatur)

der_sendlinger
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07.02.2012 - 08:18 Uhr
der_sendlinger

oh ja, ein multikunktionsjackenverbot im innenstadtbereich wäre schön.

Grrmpf
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07.02.2012 - 08:20 Uhr
Grrmpf

der_sendlinger sagte:
oh ja, ein multikunktionsjackenverbot im innenstadtbereich wäre schön.

So hilfreich wie die Umweltzonen.
*streichelt liebevoll über seinen Parka*

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ist jetzt-Mitarbeiterin und hat diesen Beitrag verfasst.