Lebensviereck
Jede einzelne Diele der PVC-Decke unter meinen Händen an den Beinen schnappt nach mir. Das Gemäuer um meine Greifhände an den Armen schlingt sich um mich. Eine Schlafkante des Ruheortes der Nacht stützt meine Stabilität.
Mich ereilen laute Schreie. Meine Greifhände frieren bei Temperaturen. Die so kalt sind und ich habe bedrückende Gefühle in meiner Riechzone. Ich schaue durch die Wasserkugeln in meiner Denkhülle den Flur entlang und entdecke einen brocken Mensch. Meinen Vater, der mich gemacht hat. Der schreit ganz laut und ich musste das Wasser aus den Kugeln in meiner Denkhülle laufen lassen und mein Redegeräusch war mit Wasser überfüllt. (Es klang wie ein 16jähriger Säugling schreit, wenn Mama ihm auf die Finger haut.) Ich bin wütend auf dem Boden und schrie zurück zu dem, der mich gemacht hat. Wir schrieen und das gefrorene Wasser was überall außerhalb der Wohnung war sah aus wie weiße Zuckerwatte ohne Halterstock. Ich atmete ein durch meine Redeöffnung und durch die Riechzone.
Da hatte sich wer gestritten und jemand war mit mir verwandt, es waren die gleichen. Es waren zwei gleiche und beide waren gegen mich und haben mir Unrecht getan. Meine Greifhände sahen aus wie eine Waffe und schlugen gegen gerade Betonschichten, die das Viereck des Lebens eingrenzen. An dem einen Greiffinger an der rechten Greifhand juckte etwas am Knochenstück, das raus sticht, wenn man die Hand zur Waffe macht. Meine Esssteine in der Redeöffnung wandten sich zu dem Jucken hin und schliffen an dem Knochenstück vorbei bis das Jucken leiser wurde. Ich schwang meine Greiffinger allesamt auf das Schreibbrett mit dem Alphabet drauf und redete mit der Leuchtanzeige. Die sagte mir, dass sie mir doch helfen will aber sie tat nichts dergleichen, die an der anderen Leuchtanzeige in ihrem viereckigen Leben. Sie wollte Essen… Sie wollte ihre Esssteine Sachen zerkleinern lassen und ihr Essenslager in der Mitte ihres Körpers die Sachen lagern lassen. Und ihr Vater wollte das auch. Aber meiner nicht, der steht da hinten und lässt sein Redegeräusch ganz laut klingen und seine Greifhände zogen an seinem Kopf-Gefrierschutzpelz. Sein Redegeräusch sagte meiner Denkhülle, dass er nicht mehr mit mir Reden… er sein Redegeräusch nicht mehr für mich anmacht. Der Raum, der Menschen zusammenbringt ist böse und da ich dort mein Redegeräusch für alle zugängig gemacht habe bin ich böse und zerstöre unser Lebensviereck. Die Macherin meiner Körpersachen und von mir selbst lässt ihr Redegeräusch leiser klingen. Sie macht helle wärme in der Luft mit einem blauen, durchsichtigen Ding und verbrennt dann eine Papierstange, die mit braunem Kraut gefüllt ist. Das hat sie schon nicht mehr gemacht als wir von dem einen Lebensviereck in das andere gegangen sind. Das ist schon so lange her, dass ich noch ein 6jähriger Säugling war als sie das letzte Mal eine Papierstange in ihre Redeöffnung gesteckt hat und den Rauch der Papierstange gegessen hat. Mein Papa hat inzwischen die eine Hülle von dem Lebensviereck kaputt gemacht und ist auf seinem Reifenhalter davon gefahren und hatte die Greifhände an einem Kreisdreher. Nur ich stand weiter weg von mir als jeder und hatte die Greifhände im Aussehens-Fenster an der Denkhülle fest um meine Redeöffnung und die Wasserkugeln gepresst, meine Geräuschflügel nahmen nichts mehr wahr und auch meine kalten Greifhände sagten nicht die Wahrheit.
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