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25.01.2012 - 18:30 Uhr

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Jesus und der Joint

Text: Matthias Drobinski, Foto: dpa

Es steht nicht die Freiheit auf dem Spiel, wenn der Haschisch-Konsum verboten bleibt

Diesen Text aus der Süddeutschen Zeitung kannst du hier leider nicht mehr lesen, er ist aber noch im Archiv der Süddeutschen Zeitung zu finden.


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menschmaschine
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Mag ich Mag ich nicht

2

25.01.2012 - 19:15 Uhr
menschmaschine

Man muss mit Statistiken vorsichtig argumentieren. Wenn in den Niederlanden und in Spanien beispielsweise der Anteil an Cannabis-Konsumenten höher ist, wie sehen die Anteile im Vergleich mit anderen Drogen aus? Wenn dort mehr Leute Weed rauchen anstatt zu koksen, entkräftigt das beispielsweise nebenbei auch die These von Cannabis als Eintieg zur Sucht - das könnte, was ich sehr naheliegend finde, auch daher kommen, dass man sich zur Zeit als Konsument sowieso schon im illegalen Milieu bewegt und leicht und unkompliziert mal upgraden kann - und schlechtestenfalls sehr unreines Zeug bekommt, um die Suchtgefahr zu erhöhen.

Außerdem glaube ich, dass man die Liberalität eines Landes daran messen kann, wieviele Freiheiten den Bürgern zugestanden werden. Und ein relativ neuzeitliches, willkürliches Verbot von Hanf, der als Kulturpflanze in Europa mindestens genauso lange bekannt ist wie Tabak, ist kein Grund, nicht über Legalisierung nachzudenken. Und überhaupt: Das Argument, man sollte Cannabis verbieten, weil es kulturell in der deutschen Gesellschaft nicht das gleiche Fundament besitzt wie Alkohol, ist keines. Kemma net, woima net?

wollmops
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Mag ich Mag ich nicht

0

25.01.2012 - 19:28 Uhr
wollmops

Wieso denn jetzt noch ein Artikel, wo im anderen Thread eifrig diskutiert wird? (und sämtliche Punkte, die der Herr Drobinski hier anführt, von Gegnern und Befürwortern schon durchdekliniert worden sind?)

anagramm
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Mag ich Mag ich nicht

0

25.01.2012 - 19:29 Uhr
anagramm

ich kann nur berichten, dass in kalifornien - in den kreisen, in denen ich mich bewegte - praktisch niemand alkohol trank, aber fast alle - bis hoch zum abteilungsleiter - moderat kifften.

transworld
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Mag ich Mag ich nicht

-5

25.01.2012 - 19:34 Uhr
transworld

ja, und eben zumteil dadurch ist san francisco eine extrem entspannte stadt.........

anagramm
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Mag ich Mag ich nicht

0

25.01.2012 - 19:37 Uhr
anagramm

na, das war in LA - und die stadt gilt kaum als entspannt sondern als neurose-central. aber fast alle hatten wegen "stress" ein rezept für medical marihuana. keine ahnung, wie es dort ohne die ganzen beruhigenden drogen wäre. :o)

transworld
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Mag ich Mag ich nicht

-3

25.01.2012 - 19:41 Uhr
transworld

hehe, naja in SF kifft praktisch die ganze stadt, anzugtreager stehen nach dem essen vorm restaurant und ziehen einen durch oder downtown stehen angestellte zur "raucherpause" in der back alley und ziehen einen sticky durch......alles easy, mir gefaellt das

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Mag ich Mag ich nicht

0

25.01.2012 - 19:42 Uhr
transworld

eben weil es dezent gemacht wird aber selbstverstaendlich ist.....in Adam dagegen finde ich es schon wieder uebertrieben....

jaydee_
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Mag ich Mag ich nicht

0

25.01.2012 - 22:11 Uhr
jaydee_

Was ist es denn für ein argument das alkohol erlaubt ist weil er kulturell akzeptiert ist und hasch eben nicht erlaubt wird weil es nicht so ist. Und schau dir mal die leute mit problematischen gebrauch von cannabis und die von alkohol an vlt merkste ja nen unterschied ;)

DonPsychone
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Mag ich Mag ich nicht

3

25.01.2012 - 23:30 Uhr
DonPsychone

Rechtsstaatlichkeit ist das hier vergessene Prinzip. Wenn hier ein Drogengegner pseudointellektuell seinen weltmännischen Ist-doch-egal-Standpunkt im Handstreich mit ein paar Zahlen und gewitzten Betrachtungen anzubringen versucht, um dann unterschwellig zum Schluß zu kommen, doch eher nicht, so hat er genau das vergessen:
Wenn es egal ist, ist es absolut unverantwortlich und unverhältnismäßig, Kiffern qua Strafrecht das Leben zu zerstören. Und selbst wenn es einen Anstieg des Konsums bedeutete, einen Schritt richtung Legalisierung zu unternehmen, wäre das gleichzeitig ein Schritt zu einem stabileren Menschenrecht der Selbstbestimmung, wo jeder tun kann, was er für richtig hält, solange er niemandem dabei schadet, oder was meinte das Verfassungsgericht anno 1994?

Apropos Jesus. Hat der Typ nicht immer mal wieder deutlich das Wort gegen unsinnige Gesetze ergriffen, wenn er nicht gerade gesoffen hat? Ich mein ja nur...

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Mag ich Mag ich nicht

1

25.01.2012 - 23:30 Uhr
DonPsychone

Rechtsstaatlichkeit ist das hier vergessene Prinzip. Wenn hier ein Drogengegner pseudointellektuell seinen weltmännischen Ist-doch-egal-Standpunkt im Handstreich mit ein paar Zahlen und gewitzten Betrachtungen anzubringen versucht, um dann unterschwellig zum Schluß zu kommen, doch eher nicht, so hat er genau das vergessen:
Wenn es egal ist, ist es absolut unverantwortlich und unverhältnismäßig, Kiffern qua Strafrecht das Leben zu zerstören. Und selbst wenn es einen Anstieg des Konsums bedeutete, einen Schritt richtung Legalisierung zu unternehmen, wäre das gleichzeitig ein Schritt zu einem stabileren Menschenrecht der Selbstbestimmung, wo jeder tun kann, was er für richtig hält, solange er niemandem dabei schadet, oder was meinte das Verfassungsgericht anno 1994?

Apropos Jesus. Hat der Typ nicht immer mal wieder deutlich das Wort gegen unsinnige Gesetze ergriffen, wenn er nicht gerade gesoffen hat? Ich mein ja nur...

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